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Von den Faröer: Budam beim Bardentreffen

"Ich werde manchmal festlandskrank" - 28.07. 15:57 Uhr

Auf den Faröer-Inseln werden sie offenbar sehr, sehr alt. Seine tiefe Stimme soll Budam von einem 124 Jahre alten Gnom namens Grimur erhalten haben, den er als Siebenjähriger traf.


Andere haben Fans. Budam hat Budamisten. Nein, war nur ein Scherz. Fakt ist: Er kommt zum Bardentreffen.
Andere haben Fans. Budam hat Budamisten. Nein, war nur ein Scherz. Fakt ist: Er kommt zum Bardentreffen.
Foto: Geheimagentur/oh
Andere haben Fans. Budam hat Budamisten. Nein, war nur ein Scherz. Fakt ist: Er kommt zum Bardentreffen.
Andere haben Fans. Budam hat Budamisten. Nein, war nur ein Scherz. Fakt ist: Er kommt zum Bardentreffen.
Foto: Geheimagentur/oh

Das Geschichtenerzählen brachte ihm dann eine 345 Jahre alte Plaudertasche namens Guttormur bei. Als Sänger, Schauspieler und Theaterkomponist weiß das nordische Multitalent die Gaben zu nutzen. Wie, das ist beim Bardentreffen am Sonntag um 18.30 Uhr in der Katharinenruine zu hören. Die NZ hatte vorab ein paar Fragen.

NZ: Ich muss Ihnen gestehen, erst ein einziges Mal auf den Faröer-Inseln gewesen zu sein. So seekrank wie auf der Schiffsfahrt dorthin war ich noch nie. Kennen Sie das?

Budam: Die Färöer Inseln sind sogenannte schwimmende Inseln. Inseln, die auf dem Meer schwimmen. Wir sind also an den Tanz des Meeres gewöhnt. Deshalb werde ich manchmal festlandskrank, wenn ich auf dem Festland bin.

NZ: Wann haben Sie zum letzten Mal eine Fliege getötet?

Budam: Ich habe noch nie eine Fliege getötet. Es heißt, sie haben menschliche Seelen in sich.

NZ: Ihr neues Album beginnt mit einem Lied über eine Fliege?

Budam: „The Fly“ ist ein großartiges Gedicht von William Blake und hat mein neues Album „Man“ sehr beeinflusst. Außerdem ist es so, dass da, wo ich herkomme, das Leben mit einer Fliege beginnt. Wenn eine fruchtbare Frau eine Fliege verschluckt, wird sie schwanger. Meine Mutter zum Beispiel hat eine Fliege verschluckt.

NZ: Wie geht das zusammen – das Naturwunder Faröer-Inseln und so Lebensbetrachtungen wie „We eat TV for Breakfest?

Budam: Menschen sind ein Teil der Natur, Menschen haben das Fernsehen geschaffen, also ist das Fernsehen auch Teil der Natur. Genauso wie bei „The Fly“ und „The Elephant“ geht es bei „The Man Who Knows Everything“, aus dem das Fernseh-Zitat stammt, hauptsächlich um die Natur.

NZ: Ihre Songs erinnern mich an die Kompositionen von Bertold Brecht und Kurt Weill.

Budam: Das höre ich öfter. Aber ich habe selbst noch nicht viel von Brecht und Weill gehört. Allerdings bin ich im Theater aufgewachsen. Meine Eltern sind beide Schauspieler. Daher habe ich diese großartigen deutschen Künstler wahrscheinlich als Kind gehört und gesehen.

NZ: Sie nennen Tom Waits, Nick Cave, Leonard Cohen als Inspirationsquellen. Wem von den dreien würden Sie am liebsten in einer Bar einen schmutzigen Witz erzählen?

Budam: Leonard Cohen hat eine tiefe, beruhigende Stimme und ich vermute, dass sein Lachen ähnlich ist.

NZ: Ob Sie wohl ein anderer Künstler wären, wenn Sie nicht von den Faröer kämen?

Budam: Definitiv. Alles, was ich tue, hat seinen Ursprung in meiner Herkunft. Wenn das nicht so wäre, dann wären meine Lieder nicht ehrlich.

NZ: Was wissen Sie über Nürnberg, wo Sie am Sonntag auftreten?

Budam: Da wir gerade über Ehrlichkeit sprechen – ich muss gestehen, dass alles, was ich mit Nürnberg verbinde, die Nürnberger Prozesse sind. Ich möchte sehr gerne mehr über die Stadt erfahren; etwas weniger Deprimierendes.

NZ: Was soll man während Ihres Auftritts auf keinen Fall tun?

Budam: Sich zurückhalten.
  



Christian Mückl

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Bardentreffen: Kreuzigungshof am Sonntag
Seit:
1976
Turnus:
jährlich

Termin:
27.07 bis 29.07.2012
Kurzbeschreibung:
Das Nürnberger Bardentreffen ist ein Liedermacher-Festival, auf dem jedes Jahr bekannte und unbekannte Musiker aus Rock, Pop, Blues, Jazz, Folk etc. auftreten. Es ist kostenlos und findet nur draußen statt.
Auch außerhalb der Bühnen ist eine Vielzahl von Musikern in der Innenstadt anzutreffen - meist von Zuhörern dicht umringt.
Veranstalter:
Stadt Nürnberg
Besucher:
170.000 im Jahr 2011; 200.000 im Jahr 2010
Teilnehmer:
fast 70 Konzerte
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