7°C
Samstag, 25.05. - 11:00 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Christkind Johanna als "komischer Engel" in Amerika

In zwei Jahren als "Auslands-Christkind" hat die 20-Jährige viel erlebt - 21.12.2012 20:29 Uhr

Nürnberg  - London, Chicago, Zürich: Während das amtierende Christkind in Nürnberg in der Weihnachtszeit an die 170 Termine wahrnehmen muss, ist auch das ehemalige noch immer im Einsatz. Nach zwei Jahren endet für Johanna Heller nun auch ihre Amtszeit als "Auslands-Christkind".

"Natürlich ist Wehmut dabei": Nach zwei Jahren endet nun auch das Amt des "Auslands-Christkinds" für Johanna Heller. (Archivfoto)
"Natürlich ist Wehmut dabei": Nach zwei Jahren endet nun auch das Amt des "Auslands-Christkinds" für Johanna Heller. (Archivfoto)
Foto: Horst Linke
"Natürlich ist Wehmut dabei": Nach zwei Jahren endet nun auch das Amt des "Auslands-Christkinds" für Johanna Heller. (Archivfoto)
"Natürlich ist Wehmut dabei": Nach zwei Jahren endet nun auch das Amt des "Auslands-Christkinds" für Johanna Heller. (Archivfoto)
Foto: Horst Linke

Gerade ist Johanna Heller aus Eltville am Rhein nach Salzburg zurückgekehrt, wo sie elementare Musik- und Tanzpädagogik studiert. „Mehr als drei Tage am Stück war ich in der vergangenen Zeit nirgendwo“, erzählt Heller. Der Weihnachtsmarkt in Eltville in der Nähe von Wiesbaden war der vorläufig letzte Termin als „Auslands-Christkind“ für die 20-Jährige. Zwei Jahre Christkind, zwei Jahre „Auslands-Christkind“, danach ist die Amtszeit vorbei. „Manchmal muss man auch noch im fünften und sechsten Jahr bei Terminen einspringen. Das kommt aber eher selten vor“, sagt Heller.

Beim Einsatz in Eltville wartete auf die 20-Jährige das typische Programm: der Prolog, mit den Besuchern plaudern und die Fragen der Kinder beantworten. „Das ist ganz anders als in Amerika. Dort bringt der Weihnachtsmann die Geschenke und wenn der irgendwo aufgetaucht ist, konnte ich als komischer Engel einpacken“, lacht Heller. Hier in Deutschland sei das Christkind die Hauptperson und bringe nicht nur Kinderaugen zum Strahlen, sagt die 20-Jährige. Was ihr an den vergangenen vier Jahren auch am meisten gefallen habe: „Man kann so viel geben und bekommt noch viel mehr zurück“, schwärmt Heller.

Als „Auslands-Christkind“ hatte die 20-Jährige ihren ersten Einsatz in diesem Jahr schon Mitte Oktober in London. Kein Weihnachtsmarkt, sondern eine Art Pressekonferenz mit Reiseveranstaltern und Journalisten. „Wir haben Plätzchen gebacken und unsere Region vorgestellt“, erzählt Heller. Nach London ging es dann für etwas mehr als eine Woche weiter in die USA. Erst Chicago, dann Philadelphia. Obwohl der „Christkindlmarket“ in Chicago dem Nürnberger Christkindlesmarkt nachempfunden ist, könne man beide nicht vergleichen, sagt Heller: „Die Kulisse ist eine ganz andere, der Markt in Chicago liegt zwischen riesigen Hochhäusern und die Frauenkirche fehlt!“ Und Nürnberger Bratwürste suche man ebenfalls vergeblich: „Die sind den Amerikanern einfach zu klein“, lacht Heller.

Auch den Weihnachtsmarkt in Chicago und das „Christmas Village“ (Weihnachtsdorf) in Philadelphia musste die 20-Jährige mit einem etwas abgewandelten, englischen Prolog eröffnen. Danach stand — wie in Deutschland — ein „Meet and Greet“ mit den Besuchern auf dem Programm. „Das war richtig nett. Ich habe ganz viele Amerikaner kennengelernt, deren Vorfahren aus Deutschland kommen oder die schon als Kinder ausgewandert sind, sich aber noch immer an die Weihnachtsmärkte in ihrer alten Heimat erinnern.“

Mit einem Termin in Zürich und dem „Bayerischen Weihnachtsabend“ in Brüssel ging es danach für das „Auslands-Christkind“ weiter, bevor in der vergangenen Woche Eltville als letzter Termin anstand. Nach zwei Jahren endet nun auch diese Zeit für Heller: 

Bilderstrecke zum Thema
Als Christkind mit goldener Krone und glitzerndem Kleid kennt sie jeder: Johanna Heller ist Nürnberger Christkind und Königin der Herzen. Kurz nach ihrer Wahl haben wir die damals 18-Jährige zuhause besucht.

„Natürlich ist viel Wehmut dabei. Ich werde nie wieder die Weihnachtszeit verbringen, ohne ein bisschen sehnsüchtig an das Christkind zu denken, das jetzt zu einem der vielen Termine muss. Aber ich bin auch froh, dass ich etwas abschließe und dass etwas Neues kommt. Und ich freue mich, dass ich jetzt wieder nur Johanna sein kann!“ 

ARIANE MAIER


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Zum Thema
Impressionen vom Christkindlesmarkt 2009
Seit:
1628 (erste Erwähnung)
Turnus:
jährlich

Termin:
29.11. bis 24.12.2013
Kurzbeschreibung:
Der berühmte Weihnachtsmarkt mit seinen charakteristischen Holzbuden zieht jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland an. Alle zwei Jahre wird eine Nürnbergerin im Alter zwischen 16 und 19 Jahren zum Christkind gewählt. Aktuelles Christkind ist Franziska Handke.

Die Buden auf dem Christkindlesmarkt 2012

Budenplan
Besucher:
über zwei Millionen
Teilnehmer:
rund 180 Buden
Eintritt:
frei
Kontakt:
0911 / 23 36-0