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Was die Händler auf dem Christkindlesmarkt nervt

Budenbetreiber über Diebe, Fremdsprachen und unzuverlässige Mitarbeiter - 14.12.2016 06:00 Uhr

Die Menschenmassen auf dem Christkindlesmarkt sind auch für die Händler anstrengend. © Michael Matejka


Wer zum Christkindlesmarkt will, der ist in der Regel gut gelaunt und entspannt. Das wissen die Verkäufer sehr zu schätzen - und betonen diese Tatsache auch. Doch die eine oder andere Sache ist da schon, die nicht so schön ist. So sagt etwa Mathias Pamer, der am Stand seiner Frau mithilft: "Es ist schon ein sehr hartes Brot, hier den ganzen Tag zu stehen." Seit 45 Jahren ist er mit dabei und verkauft Weihnachtsschmuck und Souvenirs. Immer wieder mal erwischt er Diebe, die im Gewusel und Gedränge gerne die kleinen Deko-Artikel mitgehen lassen. "Früher habe ich mich sehr darüber geärgert." Jetzt achten er und seine Frau während der Stoßzeiten am Wochenenden besonders auf Langfinger und haben ihre Ware fest im Blick.

Schwierige Kundschaft - das ist ein Thema für sich. Studentin Katharina Haas, die Filzschuhe, Seife und Socken verkauft, kann ein Lied davon singen: Eine italienische Kundin wollte eine ausgiebige Beratung haben, während andere Kunden ungeduldig warteten. Nur mit Handzeichen konnte sich die Studentin mit der anspruchsvollen Besucherin verständigen. "Man muss da einfach ruhig bleiben", sagt sie. Um Kunden zum Lächeln zu bringen, drücken Ursula Singer-Fischer und ihr Sohn Robert Fischer, die mit einem Süßwaren-Stand vertreten sind, Besuchern gerne mal einige gebrannte Mandeln in die Hand. Doch schlechtgelaunte Muffel erlebe er zum Glück nur selten, betont Robert Fischer: "Die Besucher sind in der Regel glücklich und zufrieden."

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Tee und warme Kleidung gegen den kühlen Wind

Verspätete Lieferungen oder Mitarbeiter, die einfach nicht zur Arbeit erscheinen: Das hat Michelle Wolf vom Schaschlik-Stand alles schon erlebt. Sie improvisiere dann eben oder müsse im Notfall länger arbeiten, sagt die Tochter des Stand-Besitzers. Die 22-Jährige gibt sich pragmatisch: "Wir machen das nicht zum ersten Mal."

Und auch das Wetter ist ein Thema für sich: Wind und Kälte sorgen für wenig Begeisterung. Auf warme Kleidung setzt Susanne Schmidt, die Krippen und Zubehör verkauft. "Wenn es extrem kalt ist, dann ist das natürlich weniger schön." Sie geht dann auch gerne mit den Kunden am Stand auf und ab, um in Bewegung zu bleiben.

Und auch Camilla Ebert, die am Stand der Kerzen-Werkstatt arbeitet, mag es gar nicht, wenn der Wind durch die Bude fährt. Sie ist gut gerüstet - Tee und warme Kleidung sollen ein bisschen helfen. 

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