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Eine ganze Halle der Spielwarenmesse ist vollgestopft mit Sachen rund ums Verkleiden, Schminken und Feiern. Es gibt Stände, die nur Ballons vertreiben, bunte für Fasching, in Herzform für Hochzeiten und bedruckt mit runden Geburtstagen. Andere Anbieter haben Feuerwerkskörper in ihrem Sortiment oder Körperteile wie Elfenohren und Hexennasen.
Das beliebteste Faschingskostüm der Saison ist der Hippie. „Den haben wir heuer am besten verkauft“, sagt Maximilian Müller. Männer können sich Schlaghosen anziehen und eine Afroperücke. Frauen tragen ein Minikleidchen mit Blumendruck und Stirnband. Wer möchte, kann sogar einen „Spaß-Joint“ dazu haben. Auf den Rosenmontagsumzügen werden außerdem zahlreiche Insekten herumschwirren, denn Bienen- und Marienkäfer-Kostüme sind ebenfalls im Trend. „Für Damen und Kinder – aber auch für Herren“, sagt Müller. Die tun sich meist zusammen und treten als Männerballett im Bienenschwarm auf.
Motto-Treue von Kopf bis Fuß
Neu in diesem Jahr ist, dass immer öfter auch passende Schuhe zu den Kostümen gekauft werden. „Brillen, Perücken und andere Accessoires haben wir schon lange im Sortiment, aber das mit den Schuhe ist neu“, erklärt Karneval-Experte Müller. Hippie-Mädchen tragen orangefarbene Plateau-Stiefel, Polizistinnen können Schuhe mit Handschellen-Verschluss ordern. Sogar gelb-schwarz gestreifte und schwarz-rot getupfte Pumps für Bienen und Käfer stehen in den Regalen. „Die meisten Schuhe haben wir bis Größe 44“, sagt Müller. Die passen auch Männern.
Regionale Verkleidungs-Spezialitäten
Oft setzen Männer Trends: „Weil viele danach gefragt haben, nehmen wir in der kommenden Saison auch Männerdirndl ins Sortiment.“ Frauen-Dirndl für den Karneval und auch Trachtenhosen gibt es schon. „Im Rheinland verkaufen die sich gut“, sagt Müller. „Aber in Bayern will das keiner haben.“
Eine bayernspezifische Verkleidung ist dagegen der „Krampus“. „Den liefern wir nur nach Österreich und Oberbayern, sonst nirgendwohin.“ Masken für Fleckerles-Hexen werden seit jeher nachgefragt. „Aber eben nur in Regionen, in denen es klassische Umzüge mit Radau-Instrumenten gibt, für den Partyfasching ist das nichts“, sagt Müller.
Verkleidungstrend "Morphsuit"
Der neueste Hit auf den Faschingspartys sind Ganzkörperanzüge. Wer sich verkleidet, um einmal im Jahr möglichst anonym Spaß zu haben, der treibt das Karnevalsprinzip damit auf die Spitze. Die dünnen elastischen Stoffe reichen von den Füßen und Händen bis übers Gesicht. Wer drin steckt, sieht alles, aber keiner sieht ihn. „Auch wenn jemand klein und schüchtern ist, in diesem Anzug kann er alles sein“, sagt Grahan Clarke, Verkaufsleiter von Morphsuits, den Erfindern der hautengen Kostüme. 15000 Stück haben sie im letzten Jahr in Deutschland verkauft – hauptsächlich an Männer. „Frauen wollen im Fasching schön aussehen“, sagt Clarke. „Männer wollen albern aussehen.“
Das tun sie in den Anzügen, die so eng anliegen, dass sie außer dem Gesicht wenig verstecken. Wer einen trägt, zieht auf Faschingsumzügen alle Blicke auf sich: „Leute sprechen dich an, wollen Fotos mit dir machen – und im besten Fall geben sie dir ein Bier aus“, sagt Clarke. Das kann man durch die Elastan-Maske trinken, denn der dünne Stoff trocknet gleich wieder. Vor allem unifarbene „Morphsuits“ sind beliebt, denn sie lassen sich mit Hosen, Perücken und Krawatten noch weiter aufpeppen, wem ein Kostüm im Fasching nicht reicht. Mehr zur Spielwarenmesse finden Sie hier.
Mo. 04.02.13
Mo. 04.02.13
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Sa. 02.02.13
Sa. 02.02.13