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Karussell-Hightech trifft auf Nostalgie

Das 153. Volksfest am Dutzendteich - 25.08. 21:16 Uhr

Nürnberg  - Die Schausteller am Dutzendteich gehen neue Wege: Beim 153. Volksfest erwartet die Besucher nicht nur der bunte Reigen hochtechnisierter Fahrgeschäfte und Karussells. In einem "Nostalgiepark" am Südende des Festplatzes kann man erstmals erleben, wie die Jahrmärkte unserer Großväter und Urgroßväter aussahen.

Achtung, Aliens! Auf den 20 Fahrgeschäften am Dutzendteich findet sich auch so manche skurrile Gestalt.
Achtung, Aliens! Auf den 20 Fahrgeschäften am Dutzendteich findet sich auch so manche skurrile Gestalt.
Achtung, Aliens! Auf den 20 Fahrgeschäften am Dutzendteich findet sich auch so manche skurrile Gestalt.
Achtung, Aliens! Auf den 20 Fahrgeschäften am Dutzendteich findet sich auch so manche skurrile Gestalt.

Da steht eine „Berg-und-Tal-Bahn“ aus dem Jahr 1939, die der Westfale Toni Schleifer in jahrelanger Handarbeit liebevoll restauriert hat. Da erinnert ein rundes Dutzend hervorragend erhaltener Bulldogs (Ackerschlepper) aus den 1920er und 1930er Jahren an die mühsame Arbeit der Schausteller damals. Insgesamt sieben Konzertorgeln unterschiedlicher Größe unterhalten mehrmals am Tag mit kleinen Konzerten: Vor 100 Jahren war dies für die Masse der Bevölkerung die einzige Möglichkeit, überhaupt konzertante Musik zu hören.

Das Zentrum der Schau, die mit Unterstützung von Sponsoren realisiert wurde, findet sich in einem Zirkuszelt. Hölzerne Karussellpferde und Wurfbudenfiguren, alte Autoscootergefährte, Automaten, Kutschenwagen und viele weitere Exponate hat der Schaustellerverband hier für zwei Wochen vereint. Zu den Prunkstücken gehört die komplett erhaltene Holzfassade eines Kasperltheaters, in dem einst Stücke mit bis zu 40 Figuren gleichzeitig gespielt wurden.


Bilderstrecke zum Thema
Jetzt geht es wieder rund auf dem Nürnberger Volksfestplatz. Um Lust auf viele tolle Tage zu machen, haben wir hier einen kleinen Vorgeschmack auf die vielen Höhepunkte, die auf die Besucher warten.

„Wir haben hier unser Herzblut hineingelegt“, sagt Lorenz Kalb, Chef des Süddeutschen Schausteller-Verbands, – und meint damit sicher auch die aktuellen Hightech-Attraktionen zu Füßen der Kongresshalle. Denn jeder zehnte Volksfestbesucher schlendert über den Platz, ohne einen Cent auszugeben, hat der Verband aus einer Studie zum Münchner Oktoberfest heruntergerechnet. Es sind also besondere Anstrengungen gefragt.



Dazu gehört, dass die Fahrgeschäfte zu jedem Volksfest neu angeordnet werden, so Kalb. Damit bekannte Attraktionen wie die „Bayern Rutsch’n“ oder die „Wilde Maus“ stets in attraktivem Licht erscheinen, damit die Volksfest-Neuheiten besser zur Geltung kommen: Die Familien-Achterbahn „Berg und Tal“, das „Reggae“ oder das „Geisterschloss“, in dem echte Geister gar fürchterlich poltern. Die Anbieter von Bratwürsten, Mandeln & Co. hingegen siedeln die Volksfest-Verantwortlichen meist auf angestammten Plätzen an, damit Stammgäste die Geschäfte leicht wiederfinden. Wobei das Wörtchen „meist“ wichtig ist – dem Vernehmen nach gibt es immer mal wieder Unmut über einzelne Ungerechtigkeiten.


Das „High Energy“ ist nach den Worten von Schausteller-Chef Lorenz Kalb „die Hauptattraktion“ dieses 153. Herbstvolksfestes. Vor dem wilden Ritt in der Überschlagschaukel sollte man aber nicht allzu viel Volksfestbier trinken.
Das „High Energy“ ist nach den Worten von Schausteller-Chef Lorenz Kalb „die Hauptattraktion“ dieses 153. Herbstvolksfestes. Vor dem wilden Ritt in der Überschlagschaukel sollte man aber nicht allzu viel Volksfestbier trinken.
Das „High Energy“ ist nach den Worten von Schausteller-Chef Lorenz Kalb „die Hauptattraktion“ dieses 153. Herbstvolksfestes. Vor dem wilden Ritt in der Überschlagschaukel sollte man aber nicht allzu viel Volksfestbier trinken.
Das „High Energy“ ist nach den Worten von Schausteller-Chef Lorenz Kalb „die Hauptattraktion“ dieses 153. Herbstvolksfestes. Vor dem wilden Ritt in der Überschlagschaukel sollte man aber nicht allzu viel Volksfestbier trinken.

Und nicht zuletzt setzen die Schausteller auf ein vielfältiges Rahmenprogramm (die Höhepunkte sind oben links zusammengefasst): mit Ladies’ Night und Oldtimerparade, mit Familientagen, Seniorennachmittagen und mit dem beliebten Hochfeuerwerk. Das findet in diesem Herbst dreimal statt: zum Volksfest-Auftakt am heutigen Freitag, mit Musik am Freitag, 2. September, sowie zum Festfinale am Sonntag, 11. September (Beginn jeweils um 22.15 Uhr).

„Frankens Erlebniswelt“ sei das Volksfest inzwischen, glaubt Schausteller-Chef Lorenz Kalb: eine „Begegnungsstätte der Kulturen“, in der jeder Besucher, ob groß oder klein, ob wohlhabend oder mit schmalerem Budget, seine ganz persönlichen Attraktionen finden könne.

Eine dieser Attraktionen ist sicherlich der Startschuss für das 17-tägige Spektakel heute Abend um 18 Uhr im Oxenzelt: Beim Bieranstich schwingt Nürnbergs SPD-Fraktionschef Christian Vogel den Holzhammer. Es darf mitgezählt werden... 



Tilmann Grewe

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Zum Thema
Volksfest Nürnberg
Seit:
1826
Turnus:
halbjährlich

Termin:
07. – 22. April 2012 (Frühlingsfest); 24.8. bis 9.9.12 (Herbstvolksfest)
Zeiten:
Das Frühlingsfest ist geöffnet:
Sonntags und Feiertags: 10.30 Uhr
Mittwochs (Familientage) und samstags 13.00 Uhr
Wochentags (außer Mi und Sa) 14.00 Uhr

Schlusszeiten:
Täglich bis 23.00 Uhr
Freitags, samstags, Ostersonntag bis 24.00 Uhr
Thementage (donnerstags) und Schlusstag bis 23.30 Uhr
Kurzbeschreibung:
Das größte Volksfest Frankens wird zweimal im Jahr am Dutzendteich gefeiert:
Als Frühlingsfest und als Herbstvolksfest.
Veranstalter:
Süddeutscher Schaustellerverband
Besucher:
1,7 Millionen (Herbst 2011)
Teilnehmer:
165 Betriebe (Herbst 2011)
Getränkepreis:
Volksfest-Maß: 7,70 € (2011)