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Vorfreude auf italienische Nacht

Nürnberger Klassik-Open-Airs: Symphoniker lassen das Publikum mittanzen - 05.07.2012 18:01 Uhr

Nürnberg  - Nürnberg von seiner geselligsten und entspanntesten Seite: So präsentiert sich die Frankenmetropole während der beiden Klassik-Open-Airs. Auch in diesem Jahr werden am 22. Juli und 4. August bis zu 50000 Picknick- und Musikfans im Luitpoldhain erwartet.

Symphoniker-Chef Alexander Shelley möchte mit den Zuhörern das Tanzbein schwingen.
Symphoniker-Chef Alexander Shelley möchte mit den Zuhörern das Tanzbein schwingen.
Foto: Archivfoto: Fengler
Symphoniker-Chef Alexander Shelley möchte mit den Zuhörern das Tanzbein schwingen.
Symphoniker-Chef Alexander Shelley möchte mit den Zuhörern das Tanzbein schwingen.
Foto: Archivfoto: Fengler

Der Saisonausklang für Staatsphilharmonie und Symphoniker ist 2012 absolute Chefsache: Marcus Bosch und Alexander Shelley dirigieren nicht nur, sie moderieren die Abende zusammen mit Jürgen Priebe auch. Der erste am 22. Juli, der zhweite am 4. August mit den Symphonikern.

Morgen Abend bei Phil & Chill im Nürnberger Club „Hirsch“ gibt sich die Staatsphilharmonie ganz spanisch, beim Freiluftfest soll es italienisch zugehen. Vier Soprandiven und ein Tenor gestalten eine Arien-Revue und der Opernchor haut dazu auf die Ambosse (Zigeunerchor aus „Il trovatore“) oder fleht wahlweise um Befreiung aus der Versklavung („Gefangenenchor“ aus „Nabucco“).


Etwas mehr Bewegung in das Picknick wollen die Symphoniker bringen. Sie geben das Motto „Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht“ aus und belassen es nicht nur beim Konjunktiv. Das Publikum ist aufgerufen, bei einem Square-Dance mitzumachen und auch bei den Walzern mitzuschunkeln. Da können die Zuhörer noch ein Wörtchen mitreden: Als Wunschstück schlägt das Orchester den Walzer aus der zweiten „Jazz-Suite“ von Dmitri Schostakowitsch, einen Walzer von Aram Chatschaturjan und den „Automaten“-Walzer von Léo Delibes vor. Noch bis zum 24. Juli ist das Voting unter www.klassikopenair.de und auf Facebook geschaltet. Stargast ist der andalusische Gitarrist Pepe Romero.


Förderung durch Vogel-Pins

Durch die Großzügigkeit von Sponsoren kann die Mammutveranstaltung bislang kostenlos angeboten werden. Förderin Henriette Schmidt-Burkhardt hat sogar testamentarisch verfügt, dass die Konzerte auch nach ihrem Abbleben weiter unterstützt werden.

Aber die Unkosten sind nun einmal höher als die Spendengelder. Deshalb bittet das veranstaltende Kulturreferat, sich mit dem Kauf von Vogel-Pins (Mindestbetrag vier Euro) bürgerschaftlich an der Finanzierung zu beteiligen. Jeder Abend hat dabei sein eigenes Motiv.

Wie bewährt, gibt es im Anschluss an das erste Freiluftkonzert ein großes Feuerwerk. Für Marcus Bosch wird es sein erster Open-Air-Einsatz in Nürnberg sein, während Alexander Shelley mittlerweile schon ein Routinier in der Materie ist.

Wer die beiden Abende noch einmal Revue passieren lassen will: BR Klassik sendet einen zweistündigen Zusammenschnitt beider Abende in seiner Festspiel-Schiene am 13. August ab 18.05 Uhr.

Dringend appellieren die Veranstalter, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Vom S-Bahnhof Dutzendteich sind es nur zehn Minuten Gehweg. Die Straßenbahnlinien 6 und 9 sowie die Buslinien 36, 55 unf 65 führen nah ans Ziel und werden verstärkt verkehren. Wieder verabschiedet hat man sich von der Nutzung der Bühne auch während des Bardentreffens vom 27. bis 29. Juli. Es ließen sich einfach zu wenig Musikfreunde aus der Altstadt in den Park locken.

www.klassikopenair.de
  

jv


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Kurzbeschreibung:
Seit dem Jahr 2000 lockt das größte Klassik Open Air Deutschlands jährlich mehr als 100.000 Besucher in den Luitpoldhain Nürnberg. Die musikalische Qualität der Staatsphilharmonie Nürnberg und der Nürnberger Symphoniker sprechen dabei Klassik-Kenner und Popmusik-Fans gleichermaßen an, fast ein Drittel der Besucher sind zwischen 19 und 25 Jahren. Viele sitzen dabei friedlich und entspannt auf Decken, manche schaffen sogar reich gedeckte Tische auf die Wiese.
Nächste Termine für 2012: 22. Juli und 4. August.