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Altstadtrennen findet 2016 definitiv nicht statt

Etat-Lücke bei Bayern-Rundfahrt nicht geschlossen - 21.12.2015 17:09 Uhr

Das Radrenennen "Rund um die Nürnberger Altstadt" findet 2016 definitiv nicht statt. © Stefan Hippel


Die Organisatoren der Bayern-Rundfahrt mussten die 37. Austragung am Montag wegen einer bestehende Etatlücke in Höhe von 300.000 Euro absagen. Die Rundfahrt war für den 24. bis 29. Mai terminiert. Eine Neuauflage von Deutschlands einzigem Profi-Etappenrennen werde nun für 2017 angestrebt, teilten die Veranstalter mit.

"Es ist eine bittere Entscheidung, nachdem wir im Mai eine der bisher erfolgreichsten Rundfahrten überhaupt erlebt hatten", erklärte Rundfahrtleiter Ewald Strohmeier. "In Verantwortung gegenüber unseren Partnern, insbesondere gegenüber den Etappenstädten und den Teams, die für das kommende Jahr Planungssicherheit benötigen, mussten wir die Entscheidung jetzt so treffen."

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Nach den Jedermännern und Run-and-Bike-Teams erreichten am Nachmittag auch die Profis das Ziel des Radrennens rund um die Nürnberger Altstadt. John Degenkolb entschied die finale Etappe der Bayernrundfahrt für sich. Gesamtsieger wurde Alex Downsett.


Degenkolbs Sieg als Schlusspunkt?

Eine bittere Erkenntnis auch für Jürgen Thielemann vom Nürnberger Sportservice, denn die Zwangspause der Bayern-Rundfahrt bedeutet auch das vorläufige Aus für das hiesige Altstadtrennen. Die 25. Auflage des Franken-Klassikers am 17. Mai dieses Jahres hatte mit dem umjubelten Sieg von Weltklassesprinter John Degenkolb geendet.

Gut möglich, dass es der rauschende Schlusspunkt war. In den vergangenen drei Jahren war Nürnberg mit dem Altstadtrennen Ziel der Bayern-Rundfahrt – alle Vorzeichen deuteten darauf hin, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt werden sollte. "Eine große Überraschung ist die jetzige Absage für mich nicht", sagt Thielemann gegenüber den Nürnberger Nachrichten. Wenn man schon seit Mai über Monate hinweg keinen Sponsor gefunden habe, "dann ist es doch höchst unwahrscheinlich, dass es jetzt innerhalb von zwei Wochen klappt".

Thielemann spielt damit auf den Hilferuf an, den Strohmeier vor zwei Wochen über die Medien lanciert hatte, als er erstmals öffentlich von einer 300.000-Euro-Lücke sprach. Ein SOS-Signal, das wohl zu spät gesendet wurde. Ende des Jahres sind die Werbebudgets der meisten Firmen bereits verplant, was aber immerhin die Hoffnung aufrecht erhält, dass man in den ersten Monaten des nächsten Jahres einen neuen Geldgeber an Land ziehen kann.

Für Thielemann, der so oft um seine Veranstaltung gekämpft hat, ist das Altstadtrennen noch nicht gestorben. "Ich kann zwar nicht defintiv sagen, dass unsere Sponsoren für 2017 wieder bereitstehen, aber vorstellen kann ich mir das schon", sagt er.

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tsch/dpa

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