31°C
Mittwoch, 19.06. - 12:43 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Familienfest vor Radsportkulisse

Rennen rund um die Altstadt - 15.09.2008 17:51 Uhr

Nürnberg  - In seiner 18. Saison hat das Radrennen um die Nürnberger Altstadt seine Metamorphose vom Spitzensportereignis zum familiären Jedermann-„Event“ abgeschlossen. Die Siege von Judith Arndt und André Greipel wurden dabei zur Kulisse, vor der die Besucher lieber sich selbst feierten.

Zuschauen ist schön. Selber machen ist besser. Während die Besucherzahlen beim Radrennen rund um die Altstadt in den letzten Jahren zurückgegangen sind, sind die Teilnehmerzahlen bei den Jedermann-Rennen gestiegen.
Zuschauen ist schön. Selber machen ist besser. Während die Besucherzahlen beim Radrennen rund um die Altstadt in den letzten Jahren zurückgegangen sind, sind die Teilnehmerzahlen bei den Jedermann-Rennen gestiegen.
Foto: Icks
Zuschauen ist schön. Selber machen ist besser. Während die Besucherzahlen beim Radrennen rund um die Altstadt in den letzten Jahren zurückgegangen sind, sind die Teilnehmerzahlen bei den Jedermann-Rennen gestiegen.
Zuschauen ist schön. Selber machen ist besser. Während die Besucherzahlen beim Radrennen rund um die Altstadt in den letzten Jahren zurückgegangen sind, sind die Teilnehmerzahlen bei den Jedermann-Rennen gestiegen.
Foto: Icks

Sicherlich wäre es eine Herausforderung gewesen, die Menschen, die teils in kleinen Grüppchen teils in großen Trauben die Rennstrecke rund um die Alstadtmauer säumten, zu zählen. Wer sich die Mühe gemacht hätte, wäre aber wohl kaum auf die „knapp 100000 Zuschauer“ gekommen, die das Büro der Veranstalter noch am Abend schätzte.

Nichtsdestotrotz besteht für das verantwortliche Team um Sportservice-Chef Jürgen Thielemann kein wirklicher Grund, Trübsal zu blasen. Haben sie ihr Rennen doch einigermaßen heil durch die größte Krise im Radsport navigiert. Eine Krise, die für zahlreiche andere Veranstaltungen dieser Art das Ende bedeutete.

„Natürlich werden wir nicht mehr die Aufmerksamkeit erreichen, die wir hatten, als hier Marco Pantani oder Jan Ullrich starteten, aber darum geht es uns auch gar nicht“, versuchte  Horst Förther zu relativieren, nachdem er dem unter Fachfremden nach wie vor unbeschriebenen Blatt André Greipel zum Sieg gratuliert hatte. Noch vor wenigen Jahren hatte Nürnbergs „Sportbürgermeister“ an gleicher Stelle Erik Zabel die Hand geschüttelt. Große Namen, sagt Förther heute, bedeuteten im Radsport der Dopingskandale allerdings immer auch große Gefahren. „Sicher könnten wir versuchen, mit viel Geld einen Lance Armstrong hierher zu locken. Aber was bringt uns das, wenn keiner genau weiß, ob der nicht doch gedopt ist. Wir wollen ein Rennen, das von den Nürnbergern als ,ihr Rennen‘ akzeptiert wird.“

Das Konzept auf dem Weg zu diesem Familienfest vor Radsportkulisse könnte man überspitzt mit den Schlagworten „Masse statt Klasse“ umreißen. Während nämlich die klangvollen Namen erneut ausblieben, erfreut sich das Jedermann-Rennen immer größerer Beliebtheit. Fast 1000 mehr oder weniger ambitionierte Hobby-Radler machten sich gestern bereits ab acht Uhr morgens in den verschiedenen Kategorien auf die Strecke.

Thielemann: Greipel wird ein ganz Großer

Hinzu kommt das hochklassige UCI-Weltcupfinale im in Sachen Doping – bislang – noch relativ unbehelligten Frauenradsport. Bei der Elite der Männer, die  weiterhin das Zugpferd bleiben soll, will Sportservice-Chef Thielemann auch künftig auf den hoffnungsvollen Nachwuchs setzen. Sieger Greibel sei da bereits ein Beispiel. „Er gehört zur neuen Generation“, sagt Thielemann über Greipel, „er fährt sensationell, ist sauber – und er hat das Zeug dazu, ein ganz Großer zu werden.“

Während die Profis allesamt sturzfrei ins Ziel kamen, ging es bei den Jedermännern etwas rauer zur Sache. Fünf relevante Stürze zählten die Einsatzkräfte. Zwei Schlüsselbeinbrüche, einen Oberschenkelbruch und zwei leichtere Verletzungen.
„Ansonsten verlief alles reibungslos“, erklärte Detlef Lutz von der Polizei. Auch die Halteverbote seien in diesem Jahr weitgehend beachtet worden. Nur zwölf Autos wurden abgeschleppt, so Lutz gegenüber der NZ. Die vom Veranstalter übermittelte Zuschauerzahl wollte der Polizist indes nicht kommentieren.
 

Christian Rothmund


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Zum Thema
rennerle
Seit:
1991
Turnus:
jährlich

Termin:
26. Mai 2013
Kurzbeschreibung:
Das "Nürnberger Altstadtrennen" zählte zu den größten Radsportevents in Bayern. Stars wie Jan Ullrich oder Erik Zabel und Topteams wie Telekom, Milram oder Gerolsteiner fuhren schon auf dem Rundkurs vor der einmaligen Kulisse der Nürnberger Burg.
Nach einer konzeptionellen Umgestaltung im Jahr 2010 standen nicht mehr die Profis, sondern die Nachwuchs- und Freizeitfahrer im Mittelpunkt des Interesses. Das Altstadtrennen in seiner bisherigen, eigenständigen Form endete 2012 mit seiner 22. Auflage.
Ab 2013 verschmilzt das Altstadtrennen mit der Bayern-Rundfahrt und wird zu deren Finaletappe: Das Eliterennen startet seine letzte Etappe in Kehlheim und beendet die Bayern Rundfahrt mit 10 Runden um die Nürnberger Altstadt.




Infokarte zum Jedermann-Rennen 2013

Veranstalter:
SportService der Stadt Nürnberg
Besucher:
2013 ca. 7000 bei Dauerregen; 20.000 im Jahr 2012
Teilnehmer:
2012 und 2013 rund 250 Teilnehmer beim Jedermann-Rennen - Vorjahre: 800 Teilnehmer