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Nach sieben Runden setzte sich Sieger Schillinger ab

Zum 22.und letzten Mal rasten die Radfahrer „Rund um die Nürnberger Altstadt“ - 02.09.2012 21:52 Uhr

NÜRNBERG  - Das 22. und letzte Radrennen „Rund um die Nürnberger Altstadt“ endete mit einem verdienten Sieg des zweifachen Deutschen Bergmeisters Andreas Schillinger (Team Net-App).

Endlich am Ziel: Andreas Schillinger riss die Arme hoch und bejubelte seinen Sieg beim 22. Nürnberger Altstadt-Rennen.
Endlich am Ziel: Andreas Schillinger riss die Arme hoch und bejubelte seinen Sieg beim 22. Nürnberger Altstadt-Rennen.
Foto: Uwe Niklas
Endlich am Ziel: Andreas Schillinger riss die Arme hoch und bejubelte seinen Sieg beim 22. Nürnberger Altstadt-Rennen.
Endlich am Ziel: Andreas Schillinger riss die Arme hoch und bejubelte seinen Sieg beim 22. Nürnberger Altstadt-Rennen.
Foto: Uwe Niklas

Der 29-jährige Amberger zeigte im packenden Finish auf der ansteigenden Zielgeraden vor dem alten Rathaus seinem letzten Begleiter Stefan Schäfer (Team NSP-Ghost) locker das Hinterrad. Dritter wurde – ebenfalls nach einem spannenden Sprint in Richtung Ziellinie, der Berliner Theo Reinhardt (Team KED Bianchi Berlin) vor seinem Teamkameraden Mathias Parre und Martin Hunal vom AC Sparta Prag.

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Für viel Spaß unter den Teilnehmern und den Zuschauern hat der "Run&Bike"-Wettbewerb gesorgt. Beim "Run&Bike" müssen Zweierteams aus jeweils einem Radfahrer und einem Läufer die Strecke gemeinsam absolvieren.


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Ich will Spaß, ich will Spaß: Beim Jedermannrennen und beim Run&Bike-Wettbewerb ist den Teilnehmern der Spaß an der Teilnahme das Wichtigste. Sogar Lokalprominenz war am Start.



Bei herrlichem Sonnenschein kamen die fränkischen Radsport-Fans voll auf ihre Kosten. Auf dem rasanten 3,6-Kilometer-Kurs um den Hauptmarkt, der mit einer zusätzlichen Schleife um die Sebalduskirche erschwert wurde, mussten die 100 Teilnehmer, verteilt auf 30 Mannschaften, sofort nach dem Startschuss die Karten aufdecken. Nur Taktieren kam für die Teilnehmer nicht in Frage.

Bereits in der dritten der insgesamt 22 zu absolvierenden Runden auf dem anspruchsvollen Parcours gab es eine dreiköpfige Spitzengruppe, die vom schnellen Bahnradspezialisten Christian Grasmann (Team Rudy-Projekt) angeführt wurde. Die Vorentscheidung fiel nach sieben Durchgängen, als sich Kersten Thiele (LKT Brandenburg), Andreas Schillinger (Team Net-App), Theo Reinhardt (Team KED Bianchi Berlin) zusammen mit Martin Hunal (AC Sparta Prag) und dem Nürnberger René Weissinger (Team Vorarlberg) vom restlichen Feld absetzten. Dort hatte man die Gefahr zwar erkannt, doch nur sieben Fahrer hatten die Power, um zu dieser neuen Spitze aufzuschließen, darunter als einziger der fränkischen Lokalmatadore der spurtstarke Herpersdorfer Christopher Schunk.

Acht Runden vor Schluss setzten Schillinger und Schäfer, die ihren herausgefahrenen Vorsprung auf über eine Minute vergrößerten, dann alles auf eine Karte. Mit ihrem erneuten Vorstoß sprengten sie die bisherige Spitzengruppe, in der auch der Nürnberger Weissinger fleißig für Tempo sorgte.

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Erstmals gingen beim Altstadtrennen auch Triathleten an den Start.


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Der Startschuss für das 22. Nürnberger Jedermannrennen fiel um 9 Uhr auf dem Hauptmarkt. Die Hobbyradler bewiesen hier ihr Können.



Während die beiden Spitzenreiter Schillinger und Schäfer mit jeder der schnellen Runden ihren Vorsprung um weitere Sekunden vergrößern konnten, versuchten einige ihrer Verfolger nun ihr Glück als Einzelkämpfer. Was das Starterfeld noch weiter auseinanderzog. Vor allem die beiden Herpersdorfer Schunk und Peter Renner hatten dabei noch erstaunliche Reserven. Schunk erkämpfte sich mit seinem beachtenswerten Sprint am Ende der 80 schnellen Kilometer noch Platz zehn. Bester fränkischer Teilnehmer war der Lisberger Florenz Knauer (Team Baier-Landshut), der auf dem sechsten Platz einkam. „ Es lief zwar gut bei mir, doch wir hatten heute die falsche Taktik“, ärgerte sich Knauer nach der Zieleinfahrt dennoch ein wenig über die Herangehensweise.

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Auch drumherum war viel geboten: Beim Altstadtrennen überzeugte auch das Rahmenprogramm.



„Insgesamt waren wir zufrieden“, sagte Peter Renner vom Herpersdorfer Team-Marinbikes, der wieder kräftig in die Pedale getreten und alles für seine Equipe gegeben hatte. Zu Recht zog er eine sehr positive Bilanz für das diesjährige Rennen: „Mit Platz zehn für Christopher Schunk im Konzert der größeren Teams haben wir uns heute gut präsentiert. Noch dazu muss man sagen, dass wir durch Stürze von Fabian Holzmeier und Friedrich Meingast schon zu Beginn stark dezimiert wurden. Trotzdem können wir als Amateurteam eine positive Bilanz ziehen und mussten uns auch diesmal nicht vor den Profi-Teams Netapp, LKT und wie sie alle hießen verstecken“, erklärte Renner mit sichtlichem Stolz über das, was er und seine Mitstreiter zuvor auf dem Rundkurs mit dem teilweise tückischen Kopfsteinpflaster im Sattel geleistet hatten.


„Nun freuen wir uns auf das große Finale der Bayern-Rundfahrt, das ja künftig Ende Mai 2013 in Nürnberg stattfinden wird“, erklärte Radsportpionier Toni Rottmann (89). Allerdings fügte der Senior unweit der Frauenkirche nur wenige Augenblicke später etwas betrübt hinzu: „Schade nur, dass es danach in Nürnberg überhaupt kein Straßen-Radrennen mehr gibt.“

Als gelungen sahen die Veranstalter die letzte Auflage des Rennens in diesem Jahr zum Abschied trotzdem an. Rund 20000 Zuschauer säumten die Strecke, feuerten die Aktiven kräftig an und lauschten dem Surren der vorbeirauschenden Rennmaschinen.

Rund um die Nürnberger Altstadt: 1. Schillinger (Net-App), 2, Schäfer (NSP-Ghost),

3. Reinhardt (KED Bianchi Berlin), 4. Parre (KED Bianchi Berlin), 5. Hunal (AC Sparta Prag), 6. Knauer (Baier Landshut), 7. Thiele (KED Bianchi Berlin), 8. Kroty (AC Sparta Prag), 9. Boubal (VC Ratisbona Regensburg), 10. Schunk (Team Marinbikes). 

Manfred Marr


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Zum Thema
rennerle
Seit:
1991
Turnus:
jährlich

Termin:
26. Mai 2013
Kurzbeschreibung:
Das "Nürnberger Altstadtrennen" zählte zu den größten Radsportevents in Bayern. Stars wie Jan Ullrich oder Erik Zabel und Topteams wie Telekom, Milram oder Gerolsteiner fuhren schon auf dem Rundkurs vor der einmaligen Kulisse der Nürnberger Burg.
Nach einer konzeptionellen Umgestaltung im Jahr 2010 standen nicht mehr die Profis, sondern die Nachwuchs- und Freizeitfahrer im Mittelpunkt des Interesses. Das Altstadtrennen in seiner bisherigen, eigenständigen Form endete 2012 mit seiner 22. Auflage.
Ab 2013 verschmilzt das Altstadtrennen mit der Bayern-Rundfahrt und wird zu deren Finaletappe: Das Eliterennen startet seine letzte Etappe in Kehlheim und beendet die Bayern Rundfahrt mit 10 Runden um die Nürnberger Altstadt.




Infokarte zum Jedermann-Rennen 2013

Veranstalter:
SportService der Stadt Nürnberg
Besucher:
20.000 im Jahr 2012
Teilnehmer:
250 Teilnehmer beim Jedermann-Rennen im Jahr 2012 - Vorjahr 800 Teilnehmer
Zum Thema
Kurzbeschreibung:
Informationen, Bildergalerien und Videos über das Sportgeschehen in der Region.