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Ein Triathlon besteht aus Schwimmen, Radfahren und Laufen. Schön und gut. Aber schwimmen? Auf dem Hauptmarkt? „Da wird es schwierig mit dem Wasser“, weiß auch Stefan Weiß vom TSV Altenfurt.
Der Triathlon-Abteilungsleiter hat das Altstadt-Radrennen dazu auserkoren, den Rahmen für den ersten TSV-Heimwettkampf überhaupt zu liefern. „Wann bekommst du sonst schon mal so viele Zuschauer?“
Insgesamt 260 Starter werden in der Frauen-Regionalliga und der Männer-Bayernliga, -Regionalliga und 2. Bundesliga erwartet, pro Mannschaft starten, je nach Liga, vier oder fünf Sportler. Die Altenfurter sind mit je einem Team in den Regionalligen sowie in der Bayernliga dabei — mit Chancen auf die Meisterschaft.
„Die Frauen könnten sogar den Titel holen“, sagt der Abteilungsleiter. In Führung liegt der TV 48 Erlangen mit Anne Haug, aber die Olympia-Starterin von London wird in Nürnberg nicht dabei sein. „Sie ist momentan voll auf Weltcup-Schiene und bereitet sich in Davos auf den Triathlon in Japan vor“, verrät Heinz Rüger vom TV 48. Also könnten die Altenfurter ihren Heimwettkampf sozusagen „vergolden“.
Dazu ist eine gute Platzierung beim Mannschafts-Wettkampf nötig. Ein ungewohntes Format. „Die Besonderheit ist, dass Teams gegeneinander antreten. Daher müssen alle Sportler einer Mannschaft auch immer nah beieinanderbleiben — maximal 50 Meter darf der Abstand nur betragen“, erklärt Stefan Weiß. Das bedeutet schon mal, dass beim Schwimmen eine ganze Gruppe auf das langsamste Teammitglied am Beckenrand warten muss. Doch apropos Schwimmen: Wie ist das jetzt mit dem Hauptmarkt?
„Geschwommen wird ab 8 Uhr im Freibad von Bayern 07 am Wöhrder See“, sagt Weiß. Ohnehin werde der Triathlon zweigeteilt. „Es gibt einen Swim-and-Run und einen Bike-and-Run, dazwischen wird eine kurze Pause gemacht und die Lokalität gewechselt.“ Nach dem Schwimmen geht es direkt auf eine Laufrunde um den Wöhrder See. „Stärkere Läufer schieben die Schwächeren an. Das ist zum Schmunzeln“, sagt Stefan Weiß. Das Laufziel ist nach 3,6 Kilometern im Freibad erreicht, in dem die Zeiten genommen werden.
Auch für die Athleten sei es spannend, mal einen Wettkampf geschlossen zu absolvieren, sagt Andreas Dreitz, dreifacher Sieger des Rothsee-Triathlons. „Es kommt nicht mehr auf die Einzelkämpfer, sondern auf den Teamgedanken an: Man muss harmonieren, Rücksicht auf Schwächere nehmen.“
Rund zwei Stunden später startet Teil zwei des Triathlons — auf dem Hauptmarkt. Als Verfolgungsrennen geht es exakt in den Zeitabständen des Vormittags auf die Strecke des Altstadt-Radrennens, je nach Liga werden sechs oder sieben Runden (21 beziehungsweise 25 Kilometer) gefahren, ehe es wieder aus den Radschuhen in die Laufschuhe geht. Abschließende vier oder sechs Laufrunden beenden den Wettkampf.
Für Hobby- und Einzelstarter wollten die Veranstalter den Triathlon noch nicht öffnen. „Das Format ist erfahrungsgemäß schwierig. Die Idee, dass sich jeder anmelden könnte, ist zwar super. Aber vor-
erst wollen wir überhaupt einen Triathlon ins Radrennen integrieren. Nachdem immer weniger Profis starten, könnte unser Wettkampf auf Dauer vielleicht zum Highlight werden.“

Sa. 25.05.13
Do. 23.05.13
Do. 23.05.13