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Neuer Wettkampf in den Altstadt-Gassen

Erstmals findet zum Nürnberger Radrennen auch ein Triathlon in besonderem Format statt - 30.08.2012

NÜRNBERG  - Es soll das neue Highlight werden, ist zuvor schon mal ein riesiger Testballon: Erstmals wird heuer im Rahmen des Altstadt-Radrennens auch ein Triathlon stattfinden, allerdings im ungewohnten Mannschafts-Format.

Triathlon als ungewohntes Mannschaftserlebnis wird es, so wie hier beim Bundesliga-Wettkampf am Rothsee, auch am Wochenende in Nürnberg geben.
Triathlon als ungewohntes Mannschaftserlebnis wird es, so wie hier beim Bundesliga-Wettkampf am Rothsee, auch am Wochenende in Nürnberg geben.
Foto: André Ammer
Triathlon als ungewohntes Mannschaftserlebnis wird es, so wie hier beim Bundesliga-Wettkampf am Rothsee, auch am Wochenende in Nürnberg geben.
Triathlon als ungewohntes Mannschaftserlebnis wird es, so wie hier beim Bundesliga-Wettkampf am Rothsee, auch am Wochenende in Nürnberg geben.
Foto: André Ammer

Ein Triathlon besteht aus Schwimmen, Radfahren und Laufen. Schön und gut. Aber schwimmen? Auf dem Hauptmarkt? „Da wird es schwierig mit dem Wasser“, weiß auch Stefan Weiß vom TSV Altenfurt.

Der Triathlon-Abteilungsleiter hat das Altstadt-Radrennen dazu auserkoren, den Rahmen für den ersten TSV-Heimwettkampf überhaupt zu liefern. „Wann bekommst du sonst schon mal so viele Zuschauer?“

Insgesamt 260 Starter werden in der Frauen-Regionalliga und der Männer-Bayernliga, -Regionalliga und 2. Bundesliga erwartet, pro Mannschaft starten, je nach Liga, vier oder fünf Sportler. Die Altenfurter sind mit je einem Team in den Regionalligen sowie in der Bayernliga dabei — mit Chancen auf die Meisterschaft.


„Die Frauen könnten sogar den Titel holen“, sagt der Abteilungsleiter. In Führung liegt der TV 48 Erlangen mit Anne Haug, aber die Olympia-Starterin von London wird in Nürnberg nicht dabei sein. „Sie ist momentan voll auf Weltcup-Schiene und bereitet sich in Davos auf den Triathlon in Japan vor“, verrät Heinz Rüger vom TV 48. Also könnten die Altenfurter ihren Heimwettkampf sozusagen „vergolden“.

Dazu ist eine gute Platzierung beim Mannschafts-Wettkampf nötig. Ein ungewohntes Format. „Die Besonderheit ist, dass Teams gegeneinander antreten. Daher müssen alle Sportler einer Mannschaft auch immer nah beieinanderbleiben — maximal 50 Meter darf der Abstand nur betragen“, erklärt Stefan Weiß. Das bedeutet schon mal, dass beim Schwimmen eine ganze Gruppe auf das langsamste Teammitglied am Beckenrand warten muss. Doch apropos Schwimmen: Wie ist das jetzt mit dem Hauptmarkt?

„Geschwommen wird ab 8 Uhr im Freibad von Bayern 07 am Wöhrder See“, sagt Weiß. Ohnehin werde der Triathlon zweigeteilt. „Es gibt einen Swim-and-Run und einen Bike-and-Run, dazwischen wird eine kurze Pause gemacht und die Lokalität gewechselt.“ Nach dem Schwimmen geht es direkt auf eine Laufrunde um den Wöhrder See. „Stärkere Läufer schieben die Schwächeren an. Das ist zum Schmunzeln“, sagt Stefan Weiß. Das Laufziel ist nach 3,6 Kilometern im Freibad erreicht, in dem die Zeiten genommen werden.

Auch für die Athleten sei es spannend, mal einen Wettkampf geschlossen zu absolvieren, sagt Andreas Dreitz, dreifacher Sieger des Rothsee-Triathlons. „Es kommt nicht mehr auf die Einzelkämpfer, sondern auf den Teamgedanken an: Man muss harmonieren, Rücksicht auf Schwächere nehmen.“

Zwei Stunden Pause

Rund zwei Stunden später startet Teil zwei des Triathlons — auf dem Hauptmarkt. Als Verfolgungsrennen geht es exakt in den Zeitabständen des Vormittags auf die Strecke des Altstadt-Radrennens, je nach Liga werden sechs oder sieben Runden (21 beziehungsweise 25 Kilometer) gefahren, ehe es wieder aus den Radschuhen in die Laufschuhe geht. Abschließende vier oder sechs Laufrunden beenden den Wettkampf.

Für Hobby- und Einzelstarter wollten die Veranstalter den Triathlon noch nicht öffnen. „Das Format ist erfahrungsgemäß schwierig. Die Idee, dass sich jeder anmelden könnte, ist zwar super. Aber vor-

erst wollen wir überhaupt einen Triathlon ins Radrennen integrieren. Nachdem immer weniger Profis starten, könnte unser Wettkampf auf Dauer vielleicht zum Highlight werden.“ 

CHRISTOPH BENESCH


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Zum Thema
rennerle
Seit:
1991
Turnus:
jährlich

Termin:
26. Mai 2013
Kurzbeschreibung:
Das "Nürnberger Altstadtrennen" zählte zu den größten Radsportevents in Bayern. Stars wie Jan Ullrich oder Erik Zabel und Topteams wie Telekom, Milram oder Gerolsteiner fuhren schon auf dem Rundkurs vor der einmaligen Kulisse der Nürnberger Burg.
Nach einer konzeptionellen Umgestaltung im Jahr 2010 standen nicht mehr die Profis, sondern die Nachwuchs- und Freizeitfahrer im Mittelpunkt des Interesses. Das Altstadtrennen in seiner bisherigen, eigenständigen Form endete 2012 mit seiner 22. Auflage.
Ab 2013 verschmilzt das Altstadtrennen mit der Bayern-Rundfahrt und wird zu deren Finaletappe: Das Eliterennen startet seine letzte Etappe in Kehlheim und beendet die Bayern Rundfahrt mit 10 Runden um die Nürnberger Altstadt.




Infokarte zum Jedermann-Rennen 2013

Veranstalter:
SportService der Stadt Nürnberg
Besucher:
20.000 im Jahr 2012
Teilnehmer:
250 Teilnehmer beim Jedermann-Rennen im Jahr 2012 - Vorjahr 800 Teilnehmer