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Rettungsdienste setzen auf neue Technik

Damit die Rocker in Sicherheit sind - 01.06.2012 08:00 Uhr

Nürnberg  - Ein ausgeklügeltes Sicherheits- und Rettungssystem begleitet auch in diesem Jahr "Rock im Park". Und weil ein Unwetter zu jedem "Rock im Park"-Festival gehört, wurde in diesem Jahr erstmals auf neue Technik gesetzt.

Gegen die Müllflut  werden Müllsäcke verteilt.
Gegen die Müllflut werden Müllsäcke verteilt.
Foto: Katrin Wiersch
Gegen die Müllflut  werden Müllsäcke verteilt.
Gegen die Müllflut werden Müllsäcke verteilt.
Foto: Katrin Wiersch

75000 Menschen bewegen sich ab heute auf dem Festivalgelände rund um den Dutzendteich. Um diese im Notfall gut betreuen zu können, sind rund um die Uhr mehrere Hundert ehrenamtliche Helfer sowie Ärzte der Nürnberger Hilfsdienste vor Ort im Einsatz. Sie kümmern sich um die Sanitätsabschnitte. Die Wasserrettung steht bereit für all die, die trunken in einen der Teiche oder Weiher kippen. Der Psychosoziale Notfalldienst kümmert sich um die seelischen Notfälle.

Kameras an der Centerstage

Wer während des Musikfestes Hilfe braucht, sollte folgende Notrufnummer anrufen: 0700/ 91153010. Diese Nummer ist neu und kostet die regulären Festnetzgebühren. Dass es sich um eine 0700-Nummer handelt, liegt daran, dass diese Hotline unabhängig vom allgemeinen Telefonnetz arbeitet, erklärt Einsatzleiter Walter Meyer.


 

 

Neu in diesem Jahr sind zum einen der Testeinsatz des Digitalfunkes (der parallel zum Normalfunk läuft) und zum anderen die Bildung einer Gruppe mit 20 Personen, die für besondere Einsatzlagen wie schweres Unwetter, in Bereitschaft steht und zur Unterstützung herangezogen werden kann.

Wer den Rettungsdienst anruft, sollte zudem Ausschau nach gelben Schildern halten, die auf dem Gelände verteilt stehen: Auf diesen sind Buchstaben- und Zahlenkombinationen, die den Rettern den Standort des Betroffenen anzeigen.


Bilderstrecke zum Thema
Wer sich auf dem Rock im Park-Campingplatz einen guten Platz für sein Zelt sichern wollte, musste früh aufstehen. Bereits um sieben Uhr stürmten die ersten Fans das Gelände.

Bisher blieb „Rock im Park“ von Unglücken verschont – damit das so bleibt, greift die Johanniter-Unfall-Hilfe ebenfalls auf neue Technik zurück: Sie setzt an der zentralen Bühne – an der Centerstage – ein Video-Überwachungssystem ein, durch das sie Besucherströme und Massenbewegungen besser verfolgen und Verletzten schneller helfen kann. Für die Helfer wird ein Videokonferenzraum eingerichtet, der Absprachen erleichtern soll.

Die Polizei hat ebenfalls an Brennpunkten Kameras aufgestellt – wie viele will sie aus taktischen Gründen nicht sagen –, aber es seien nicht mehr als 2011.

Während die Retter Vorsorge treffen, weist der Veranstalter, Argo-Konzerte, darauf hin, dass das Festival restlos ausverkauft ist. Es gibt weder Drei-Tages-Pässe noch Tageskarten. Argo-Konzerte warnt davor, Tickets bei Ticketplattformen im Internet oder auf dem Schwarzmarkt zu kaufen. „Oftmals handelt es sich hierbei um Fälschungen zu Wucherpreisen, mit denen man keinen Eintritt zum Festival erhält. In jedem Fall sind diese Angebote nicht von den ,Rock im Park‘-Veranstaltern autorisiert“, teilt Argo-Konzerte mit.

Camper, die erst ab heute anreisen, sollten beachten, dass sie keine Bollerwagen mit auf das Gelände nehmen dürfen. Außerdem sind unter anderem Notstromaggregate, Musikanlagen, Pavillons, Glasflaschen sowie jegliches festes Mobiliar (Sofas, Kühlschränke, Sessel, Teppiche) verboten. Wildcampern drohen Bußgelder und der Verweis vom Gelände.

Anwohner, die sich in irgendeiner Weise vom Festival gestört fühlen, können ihrem Ärger unter 8186174 Luft machen. Lob ist natürlich auch willkommen.


 

  

cur


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Zum Thema
Rock im Park 2011
Turnus:
jährlich, seit 1997 in Nürnberg
Termin:
1. bis 3. Juni 2012


Kurzbeschreibung:
Hier findet Ihr News rund um das Festival des Jahres 2012, zusammengestellt von den Redaktionen der Nürnberger Zeitung, Nürnberger Nachrichten und nordbayern.de.



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