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Rockfans errichten Zeltstadt im Morgengrauen

Bereits um sieben Uhr morgens stehen Tausende Besucher vor den Campingplatzzugängen - 31.05.2012 08:00 Uhr

Nürnberg  - "Rock im Park"-Besucher sind alles andere als Morgenmuffel. Als gestern um sieben Uhr morgens die neun offiziellen Campingplätze rund um den Dutzendteich eröffneten, waren bereits Tausende Festivalbesucher auf den Beinen, um sich den besten Zeltplatz zu sichern. Teilweise mussten die Festivalfans lange Wartezeiten in Kauf nehmen – doch die meisten nahmen es gelassen.

Bis zu zwei Stunden mussten die Besucher gestern für das Festivalbändchen anstehen, mit dem sie auf die Campingplätze und aufs "Rock im Park"-Gelände dürfen.
Bis zu zwei Stunden mussten die Besucher gestern für das Festivalbändchen anstehen, mit dem sie auf die Campingplätze und aufs "Rock im Park"-Gelände dürfen.
Foto: Katrin Wiersch
Bis zu zwei Stunden mussten die Besucher gestern für das Festivalbändchen anstehen, mit dem sie auf die Campingplätze und aufs "Rock im Park"-Gelände dürfen.
Bis zu zwei Stunden mussten die Besucher gestern für das Festivalbändchen anstehen, mit dem sie auf die Campingplätze und aufs "Rock im Park"-Gelände dürfen.
Foto: Katrin Wiersch

Viel geschlafen haben Vanessa und ihre Freunde nicht. Die zehnköpfige Gruppe aus Nördlingen hat schon vor Beginn des dreitägigen Festivals die Nacht zum Tag gemacht und sich nach nur zwei Stunden Schlaf in Richtung „Rock im Park“-Gelände aufgemacht.

Eine halbe Stunde vor Öffnung des Geländes müssen sie sich aber bereits in eine lange Warteschlange beim Zugang an der Steintribüne einreihen. Rund 300 Leute warten vor dem Zelt, in dem die Festivalbändchen ausgegeben werden. Ebenso viele stehen am Zugang zum Campingplatzareal hinter der Alternastage.
 


Die Nördlinger haben sich aufgeteilt, denn in den vergangenen Jahren haben sie eine Taktik entwickelt, die ihnen den besten Platz auf dem Festivalgelände garantiert: Die Männer stellen die Zelte auf, die Frauen bewachen das Hab und Gut, das vor allem aus Bier und Fünf-Minuten-Terrine besteht. Ihr Plan geht auf, das Festival kann kommen.


Bilderstrecke zum Thema
Wer sich auf dem Rock im Park-Campingplatz einen guten Platz für sein Zelt sichern wollte, musste früh aufstehen. Bereits um sieben Uhr stürmten die ersten Fans das Gelände.

Nervös blicken dagegen Steve und Florian aus Erding um fünf nach Sieben auf die Uhr. „Um halb Sechs haben wir uns hier vor dem Zelt angestellt, in dem die Bändchen ausgegeben werden“, meint sich der 22-jährige Steve zu erinnern – so ganz genau wissen er und seine 16-köpfige Crew aus Oberbayern das nicht, haben sie den fehlenden Schlaf doch mit viel Bier kompensiert. 

Während bei ihnen in der Warteschlange Stillstand angesagt ist, herrscht vor dem Zugang zum Campingplatz rege Betriebsamkeit. Ein kurzzeitiger Stromausfall hat laut Wolfgang Thiel vom Veranstalter Argo Konzerte für die Verzögerung gesorgt. Doch auch Steve und Florian schaffen es an diesem Morgen aufs Campinggelände – 864 Dosen Bier, 30 Kilo Fleisch und ein Spanferkel – das sich laut „Testament“ nichts sehnlicher wünscht, als einmal bei „Rock im Park“ dabei gewesen zu sein – warten noch im Auto auf ihren Umzug aufs Festivalgelände.

Geduld brauchen an diesem Morgen vor allem diejenigen, die an der Großen Straße am Bändchenzelt anstehen. Bis zu zwei Stunden Wartezeit müssen die Besucher dort in Kauf nehmen. Bereits um neun Uhr morgens sind die begehrtesten Plätze auf den Campingarealen in Bühnennähe belegt. Nachzügler haben nun nur noch die Wahl der Qual zwischen einem Schlafplatz in Hanglage, im Brennesselfeld oder in unmittelbarer Nähe zu den Dixie-Toiletten. 

Katrin Wiersch


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Zum Thema
Rock im Park 2011
Turnus:
jährlich, seit 1997 in Nürnberg
Termin:
1. bis 3. Juni 2012


Kurzbeschreibung:
Hier findet Ihr News rund um das Festival des Jahres 2012, zusammengestellt von den Redaktionen der Nürnberger Zeitung, Nürnberger Nachrichten und nordbayern.de.



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Besucher:
ca. 65.000