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Bewegendes Drama über die Freundschaft zwischen dem Akademiker Walter (Richard Jenkins) und zwei illegalen Einwanderern, dem Araber Tarek und der Afrikanerin Zainab – drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Von Connecticut in die weite Welt der Immigranten
Von einer ungewöhnlichen Freundschaft, die die Grenzen der Kulturen überwindet, erzählt «Ein Sommer in New York - The Visitor».
Walter Vale (gespielt von Richard Jenkins aus «Six Feet Under») ist ein zurückgezogen lebender Universitätsprofessor in Connecticut, der bei seinen Vorlesungen seit Jahren nur noch die Jahreszahl ändert. Nach dem Tod seiner Frau - einer bekannten Pianistin - wird sein Leben besonders leer: Er versucht vergeblich, Klavier zu lernen oder an ihrem gemeinsamen Buch weiterzuarbeiten.
Schließlich übernimmt er an ihrer Stelle eine Vortragsreise nach New York und trifft dort in seiner alten Wohnung auf den jungen Einwanderer Tarek (Haaz Sleiman) und dessen Freundin Zainab (Danai Gurira). Nach anfänglichen Schwierigkeiten werden sie Freunde und der steife Walter taut auf: Er besucht Migranten-Flohmärkte, lernt, die afrikanische Trommel zu spielen und findet gerade wieder seine Lebenslust - als Tarek verhaftet wird.
Da er illegal in den USA ist, droht die Abschiebung. Walter nimmt den Kampf um das Bleiberecht seines Freundes auf, wobei er unerwartete Unterstützung von dessen Mutter Mouna (sehr würdevoll: Hiam Abbass) erhält. Und siehe da - plötzlich hat das Schicksal sogar noch eine kleine Romanze für Walter in petto ...
Keine Frage: «Ein Sommer in New York» lebt vom sympathischen Hauptdarsteller Jenkins, der das Erwachen des verknöcherten Professors subtil und hingebungsvoll zeigt. Seine zarte Affäre mit Mouna bildet den Höhepunkt des leisen Films. Zudem schafft Regisseur Thomas Mc Carthy in vielen kleinen Begegnungen am Rand ein vielschichtiges Bild Amerikas nach dem 11. September - geschickt reduziert auf den Mikrokosmos von Küche, Café, Park und Gefängnis.
Ein sehenswerter Film, der nur ab und zu Gefahr läuft, seine (durchaus lobenswerte!) Botschaft vom freundschaftlichen Miteinander der Kulturen überdeutlich zu verkünden.