Ben (Fischig: John Krasinski) und Sadie (Britney-spearsig: Mandy Moore) sind zwei nette, reiche junge Leute, die nur eines wollen: Heiraten. Das Problem: Sadie ist in einer christlichen Sekte, die Trauungen nur zulässt, wenn die Leute vorher einen «Ehekurs» bei Pastor Frank (Robin Williams) besuchen. Dieser Kurs stellt sich als eine Art «Full Metal Jacket» für Verliebte heraus.
Mit ungebremst sadistischer Ader hetzt der Pfarrer die angehenden Paare aufeinander, angeblich, damit sie lernen, später in Stresssituationen klarzukommen. So erhalten Sadie und Ben zwei grundhässliche Roboterkinder, welche auf Knopfdruck heulen, rotzen oder blaue Pampe in die Hose machen können. Allein darüber dürften sich echte Seelsorger oder Paarberater schon die Haare raufen.
Doch der Priester mit der weißen Weste schreckt auch vor Stasi-Methoden nicht zurück: Um sicherzustellen, dass die beiden vor der Ehe keinen Sex haben, wird das Schlafzimmer verwanzt, und bei verdächtigen Geräuschen klingelt der Gottesmann an der Tür. Das ist wohl alles lustig gemeint, wirkt aber - zumindest auf Männer - eher gruselig.
In dieser Vorstellung lachten jedenfalls nur Frauen über die seltsame Verquickung von mittelalterlicher Moral, spießigen Idealen und dem Porträt eines Pfarrers, der Menschen wie Vieh behandelt.
Leider kann man der «Lizenz zum Heiraten» auch keine versteckte Kritik an fundamentalistischen Gemeinden unterschieben, denn das Happy End heiligt die Mittel: Die Liebe siegt.