Der Kürbis-Drache will einfach nicht in die Suppe!
Bizarre Gestalten und ein nicht immer kindgerechter Witz sind die Attraktionen des computeranimierten Trickfilms «Die Drachenjäger» aus europäischer Werkstatt. Regie führt gemeinsam mit Guillaume Ivernel der französische Comic-Autor Arthur Quak, auf dessen Buch der Film zurückgeht. Die beiden Drachenjäger Gwizdo und Lian-Chu brechen auf, sich dem Oberdrachen Weltenfresser entgegen zu stellen, der sich anschickt, die Menschheit auszurotten. Die hat allerdings noch andere Probleme, denn Mutter Erde ist in dieser Science-Fiction-Story längst nicht mehr wohnlich- rund, sondern in unzählige Bruchstücke auseinandergerissen. Für Humor sorgt unter anderem der herrlich alberne Kürbis-Drache. Auch wenn die deutschfranzösische Koproduktion an Vorbilder wie «Shrek» und «Ice Age» erinnert, überzeugt sie mit ihrem eigenen Charakter und fantastischer Originalität.
Bunte Comic-Welt aus schwebenden Inseln
Der Name ist Programm: Lian Chu und Gwizdo sind «Drachenjäger» – allerdings recht erfolglose. Zusammen mit dem sprechenden blauen Wollknäuel Hector hangeln sie sich mühevoll von Job zu Job. Bis Zoe auftaucht. Das ebenso romantische wie redselige Mädchen träumt von edlen Rittern und großen Abenteuern, die seinem Onkel Lord Arnold helfen, den größten aller Drachen zu erschlagen, der am Ende der Welt haust. Nach langer Reise müssen sie ihre Angst überwinden und sich dem Untier stellen ... Die Handlung ist dünn, die Charaktere sind flach, aber Spaß macht dieser französiche Computerzeichentrickfilm von Guillaume Ivernel und Arthur Qwak trotzdem. Denn Tempo, Witze und vor allem die skurrile Optik stimmen auf den Punkt. Egal was passiert: Es sieht immer spektakulär schön aus! Das liegt vor allem an der bunten Welt der «Drachenjäger», die aus einem Wirrwarr schwebender Inseln besteht.
Als Wermutstropfen gibt’s am Ende dick etwas mit der Moralkeule auf den Zuschauerkopf, dann verschwinden die Drachenjäger mit gutem, aber keinem bleibenden Eindruck. pet