London 1971: Mit einem typischen «letzten Job» will der Autohändler und Kleinganove Terry (Jason Statham) endlich seine Familie aus den Fängen brutaler Kredithaie befreien. Im Auftrag einer alten Freundin soll er in eine Bank einsteigen und dort die Schließfächer ausrauben.
Jerry stellt ein Team aus Amateur- Einbrechern zusammen – allesamt eher Handwerker denn Gangster. Doch was die Jungs nicht wissen: Sie sind nur Marionetten. Bei dem Einbruch geht es um viel mehr, als nur um Kohle. Lagern in den Safes doch pikante Geheimnisse von Polizei, Geheimdienst, Regierung, Adel, militanten schwarzen Bürgerrechtlern – und von der königlichen Familie.
Dementsprechend wird’s dann auch erst richtig gefährlich, als die Beute die Bank verlassen hat und plötzlich unzählige Fraktionen hinter ihr her sind. «Alle gegen Alle» lautet die Regel des Spiels, das nur wenige heil überstehen werden. «Bank Job» von Roger Donaldson ist eine klassische Einbrecherballade (basierend auf einem echten Bankraub) ganz in der Tradition von «Rififi»: Lange Planungsphase, spannende Durchführung – fieses Nachspiel.
Anders als die Kollegen Tarantino und Soderbergh koketiert Donaldson nicht mit ironischem Retro-Charme und formalen Mätzchen, sondern erzählt eine spannende, stringente Geschichte vor dem Hintergrund eines authentischen Sittenbildes vom England Anfang der 70er – in dem durchaus ein rauer Wind weht. Eine klare Empfehlung, nicht nur für Genre-Fans.