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Flitzer für Jung und Alt: Bobby-Car wird 40

Der Erfolg des Rutschautos ist ungebrochen - Bobby-Car-Rennen für Erwachsene - 01.02. 05:00 Uhr

FÜRTH  - Da werden Erinnerungen wach: Weißes Lenkrad, rote Hupe und schwarze Plastikräder. Fast jedes Kind kennt den knallroten Plastikflitzer, der so schön rattert, wenn man damit über den Asphalt rollt. Das Bobby-Car steht seit 40 Jahren auf den Wunschzetteln der Kleinen.

In Burghaslach in der Produktionshalle von Spielzeughersteller BIG werden täglich 2.000 Bobby-Cars gefertigt.
In Burghaslach in der Produktionshalle von Spielzeughersteller BIG werden täglich 2.000 Bobby-Cars gefertigt.
Foto: dapd
In Burghaslach in der Produktionshalle von Spielzeughersteller BIG werden täglich 2.000 Bobby-Cars gefertigt.
In Burghaslach in der Produktionshalle von Spielzeughersteller BIG werden täglich 2.000 Bobby-Cars gefertigt.
Foto: dapd

Längst gehört das Plastikauto ebenso zum Spielzeuginventar wie der erste Satz bunter Bauklötze. 1972 ging der erste „Baby-Ferrari“ vom Band der Firma BIG, seither hat das Unternehmen über 14 Millionen Bobby-Cars hergestellt.

Nach dem Tod von Firmengründer Ernst A. Bettag im Jahr 2003 übernahm die Simba-Dickie-Group die Geschäfte. Seit einem Brand in der Fürther Fabrik wird das Gefährt in Burghaslach produziert. Das neue Gelände an der A3 zwischen Würzburg und Nürnberg ist nur schwer zu übersehen: Ein Bobby-Car in Übergröße lässt vorbeifahrende Autofahrer in Kindheitserinnerungen schwelgen.



Das Aussehen des Kinderautos hat sich in den vergangenen 40 Jahren kaum verändert: Die breiten Kotflügel und die roten Radkappen sind ebenso charakteristisch wie der Büffel auf dem aufgeklebten Kühlergrill.

Selbst das Antriebskonzept ist bis heute einzigartig: Der körpereigene Schubmotor. Er passt sich den Bedürfnissen des jungen Fahrers im Laufe der Jahre an. Kleinkinder sorgen zweibeinig für den gewünschten Vortrieb. Später, sobald die Sitzposition zu unbequem wird, stoßen sich die Nachwuchslenker mit einem Fuß ab — Kniemulde sei Dank. Der Antrieb erfüllt alle modernen Anforderungen: Der CO2-Ausstoß ist vernachlässigbar klein und die Antriebsenergie regeneriert sich via Mittagsschlaf ganz von selbst.

Das stete Konzept hat sich bewährt: Pro Tag gehen über 2000 Stück vom Band — mittlerweile auch in anderen Farben. Die Begeisterung für den Asphaltrutscher macht auch nicht vor den Erwachsenen halt. Wie man sich das vorstellen darf? Männer, ausgerüstet mit Leder-Kombi, Helm und Ellbogenschoner klemmen sich hinter das Lenkrad der Kunststoffkiste und rasen mit über 100 Stundenkilometern steile Abfahrten hinunter. Ein eigens dafür gegründeter Verein, der Bobby-Car-Sport-Verband, richtet regelmäßig Rennen aus.

Laut Reglement ist für den Rennbetrieb nur das originale BIG-Bobby-Car zugelassen. Mit einigen Modifikationen: Die „Rennbobbys“ haben verstärkte Achsen, eine vergrößerte Sitzfläche und eine Füllung aus Beton — ob das im Sinne von Bobby-Car Erfinder Bettag war?

Bilderstrecke zum Thema
In Forchheim fand am 19. September das sechste Bobby-Car-Rennen statt. Jung und Alt kamen voll auf ihre Kosten. Gelegentliche Stürze verliefen glimpflich.

 





Zum Thema
simba
Branche:
Spielwarenindustrie
Sitz, Standort:
Fürth-Stadeln


Kurzbeschreibung:
Unter dem Dach der Unternehmensgruppe Simba Dickie Group sind viele bekannte Spielzeughersteller vereint. Die Hälfte davon ist in Mittelfranken ansässig. Neben Simba und Dickie sind das die folgenden Unternehmen:
  • BIG (Bobby-Car)
  • Noris-Spiele (Brettspiele)
  • Schuco (Modellautos)
  • Schipper ("Malen nach Zahlen")