Montag, 19.11.2018

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Baumer geht zu süßen und weniger süßen Tieren

Diesmal besucht er den zweiten, unbekannteren Berliner Zoo in Friedrichsfelde - 21.07.2018 08:00 Uhr

In Friedrichsfelde gibt‘s auch tolle Tiere. © Harald Baumer


München, Hamburg und Nürnberg haben einen Zoo, pardon, Tiergarten. Was sie nicht haben: zwei Zoos. Das kann nur eine Stadt in Deutschland bieten. Diese teilungsbedingte Besonderheit bereitet Berlin aber nicht nur Freude. Denn alle (oder fast alle) Touristen wollen in den Zoologischen Garten im Westen. Dort lebte der Eisbär Knut, dort sind jetzt die beiden Pandas zu besichtigen, die den ganzen Tag faul herumliegen und Bambus fressen.

War da noch was? Ja, der Tierpark Friedrichsfelde im Osten der Stadt. Ein großer Landschaftszoo mit ähnlicher tierischer Belegschaft wie der berühmte Bruder im Westen, von den Pandas mal abgesehen. Aber kaum ein Amerikaner, Japaner, Bayer oder Württemberger käme auf die Idee, hierher zu kommen. Die wenigsten Touristen wissen überhaupt, dass es zwei Zoos gibt.

Schade, denn ich finde Friedrichsfelde hat seine besonderen Reize. Man kann hier ausgedehnte Spaziergänge machen, ohne jemandem zu begegnen — im immerhin größten Landschaftstiergarten Europas. Die Tiere wirken nicht ganz so aufeinander- bzw. nebeneinandergestapelt wie im Zoologischen Garten. Machmal muss man sie sogar mit Fernglas oder Teleobjektiv suchen.

Es gibt ein echtes Schloss mitten auf dem Gelände, in dem immer wieder Kulturveranstaltungen stattfinden. Und einmal im Jahr startet zwischen den Gehegen sogar ein Volkslauf über fünf und zehn Kilometer. Geparden (bis zu 120 km/h schnell) sind nicht zugelassen, das wäre eine Wettbewerbsverzerrung.

So kommen Sie hin: Am Tierpark 125, 10319 Berlin. An der U-Bahnlinie 5 gibt es sogar eine eigene Station Tierpark, die man auch mit Bus und Straßenbahn erreicht.

  

Harald Baumer

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