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Nürnbergerin im Mekka der Tennis-Fans

Elke Zapf hat in Melbourne das Stadion besucht und damit einen Leserwunsch erfüllt - 26.01.2017 19:14 Uhr

Ein Schnappschuss fürs Reise-Album: Elke Zapf auf dem Schriftzug mit dem Hashtag der Australien Open. © Wolfgang Eckart


Eine große Sportskanone bin ich ja nicht, aber Tennis hat mich schon immer begeistert. Schließlich bin ich der gleiche Jahrgang wie Steffi Graf und mit den Erfolgen der deutschen Tennislegenden Graf und Becker aufgewachsen. Zuhause schaue ich also schon mal ganz gern die großen Tennisturniere im Fernsehen an. Und nun bin ich vor Ort im Mekka der Tennisfans.

Viel Werbung und Public Viewing

Ja, man merkt in Melbourne an jeder Ecke, dass die Australian Open gerade stattfinden. Überall sehe ich Werbung für das Turnier: auf Screens an der Straßenbahn-Haltestelle, in Anzeigen in der Zeitung, auf großen Werbebannern an touristischen Orten.

Sprechen ihre Taktik ab: die beiden britischen Spielerinnen Naomi Broady (links) und Heather Watson beim Damen-Doppel. © Elke Zapf


Und als ich am zentralen Federation Square aussteige, um mir im Visitors Center ein paar Informationen über Melbourne und Umgebung zu holen, fallen mir auf dem großen Platz gleich die vielen Liegestühle für das public viewing auf. Plus die netten Guides in Tenniskleidung, die den Fans den Weg zur nahegelegenen Rod Laver Arena weisen.

Ground Pass für einen Tag

Am ersten Tag probiere ich noch das public viewing aus – doch dann packt mich das Tennisfieber. Ich kaufe mir also einen so genannten Ground Pass für umgerechnet knapp 35 Euro und kann damit den ganzen Tag auf dem riesigen Gelände herumstreifen und Tennis vom Feinsten genießen.

Man kann die Australian Open live auch beim public viewing... © Elke Zapf


Für australische Verhältnisse ist das Ticket übrigens ziemlich günstig, denn natürlich wird auch beim public viewing erwartet, dass man etwas isst und trinkt – und das ist hier so richtig teuer. Eine kleine Flasche Bier kostet zum Beispiel rund acht Euro, eine Portion Pommes dazu nochmal zehn oder zwölf Euro. Da fehlt dann gar nicht mehr viel bis zum Ground Pass.

Ganz nah dran

Mit dem Ticket hat man Zutritt zu über 20 kleineren courts und zur großen Hisense-Arena. Lediglich die ganz großen Stadien, die Rod Laver Arena und die Margaret Court Arena, in denen die Stars spielen, sind für mich tabu. Doch auch auf den kleinen Plätzen kann man durchaus bekannte Spielerinnen und Spieler sehen – und das ganz aus der Nähe. Was für ein Erlebnis!

...direkt neben dem Stadion verfolgen. © Elke Zapf


Ich schaue mir zum Beispiel das Damen-Doppel von Naomi Broady und Heather Watson aus Großbritannien gegen Karin Knapp aus Italien und Mandy Minella aus Luxemburg an. Die beiden Britinnen stehen immer wieder mal am Platz und sprechen sich über ihre Taktik ab. Und als Zuschauerin sitze ich so nah dran, dass ich es fast hören kann. Am Ende verlieren die Britinnen übrigens trotzdem ganz knapp den entscheidenden Satz im Tie-Brake.

Unglaubliche Vielfalt

Nach dem Damen-Doppel schlendere ich noch ein wenig zwischen den Plätzen hin und her, auch das ein großer Vorteil des Ground Pass. Man kann zwischen Damen- und Herrentennis ebenso wechseln, wie zwischen Einzel- und Doppelspielen und bekommt so einen super Einblick in das Mekka der Tennisfans.

Ein Zuschauer, der sich mit den Siegerpokalen fotografieren lässt. Das ist eine der vielen Aktionen für Zuschauer während des Turniers. © Elke Zapf


Was allerdings nicht inklusive ist – da  muss ich Andreas und Michaela Jahnke enttäuschen – sind die Parties nach den Spielen. Viele scheint es da im Moment aber ohnehin nicht zu geben, denn die Spieler, die nach einem Sieg in Feierlaune sein können, müssen ja am nächsten oder übernächstenTag schon wieder ran. Schließlich geht es um den Einzug ins Finale.

Mehr Infos über die Nürnbergerin auf Weltreise: www.weltreise-logbuch.de 

gub

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