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88.500 friedliche Besucher: So fällt die Bilanz zu RiP aus

Veranstalter und Einsatzkräfte zeigen sich zufrieden - 04.06.2017 18:45 Uhr

Hoch die Hände! Rock im Park 2017 bleibt als gleichermaßen friedliches wie fröhliches Festival in Erinnerung. © Viola Bernlocher


Die Besucher seien mit dem strikten Sicherheitskonzept gut klargekommen, so Martin Reitmeier vom Orga-Team. Auch auf die anfängliche Hitze und den folgenden Starkregen seien die Besucher gut eingestellt gewesen. 

"Es gab fast keine Probleme mit Besuchern, die mit Rucksack aufs Gelände wollten", so Martin Reitmaier. Auch der anfängliche Unmut, keine Getränke mit aufs Gelände nehmen zu können, hatte sich gelegt. "Wir waren nächtelang zusammengesessen und haben uns überlegt, ob wir das machen können", so Reitmaier. 


+++ Alle Bilder zu Rock im Park 2017 gibt's hier +++


Für die Veranstalter stand die Sicherheit der Besucher an erster Stelle und so waren sie gezwungen, das Sicherheitskonzept zu überarbeiten. Sie standen dabei auch im engen Kontakt mit den Kollegen von Rock am Ring. Als dort die Entscheidung am Freitagabend fiel, das Festival wegen Terrorgefahr zu unterbrechen, wurde dies fast zeitgleich den Park-Rockern mitgeteilt, vor allem auch, um Falschmeldungen und Panik zu verhindern.

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Wer etwas auf sich hält, der gibt sich schon lange nicht mehr mit Strohhut und Blumenkranz als adäquates Festival-Outfit zufrieden. Das Motto lautet: Je auffälliger und irrer, desto besser. Wir haben für euch eine hübsche Auswahl an kuriosen Kostümen und Kopfschmuckstücken zusammengestellt.


Es sei relativ schnell festgestanden, dass Rock im Park weitergehen könne, so Polizei-Einsatzleiter Klaus Wild. Das sogenannte Schutzengel-Konzept - das sind ausgebildete Leute, die Ansagen übernehmen - habe bestens funktioniert, ergänzt Reitmeier. Bei Rock im Park und vor allem bei Rock am Ring hätten die Besucher ruhig und besonnen reagiert. 

Das Verhalten der Besucher lobte auch die Polizei. Einsatzleiter Klaus Wild spricht von einem "positiven Festivalverlauf" (Stand Sonntagnachmittag). Die Zahl der Diebstähle sei von 82 im vergangenen Jahr auf aktuell 40 gesunken. Besonders schlimm habe es eine 21-Jährige getroffen, die ihre Gürteltasche samt Smartphone, Bargeld und Kreditkarten verloren hatte. Schaden: 5000 Euro.

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Auch am zweiten Tag des begehrten Rockfestivals in der Frankenhochburg ließen es sich die Besucher nicht nehmen, ein paar Erinnerungsfotos vor unserer Leinwand zu schießen. Der Regen am Nachmittag schreckte unsere talentierten Fotomodels nicht ab - dadurch wurde das Musikerblut doch erst so richtig heiß.


Zudem stahl ein 60-Jähriger einer Gruppe, die friedlich neben dem Gelände Musik gehört hatte, einen Lautsprecher. Der ältere Herr war mit 2,5 Promille ordentlich alkoholisiert und es kam zu einem Handgemenge. Kleinere Schlägereien gab es immer wieder, die aber glimpflich endeten. Vier Delikte sind der Polizei bisher bekannt. 

Glimpflich endete auch der Versuch einiger Besucher, Getränke mit Trockeneis zu kühlen: Nachdem das Trockeneis in eine Flasche gefüllt war, explodierte diese und drei Personen verletzten sich leicht, so Jürgen Kohl, Kreisbereitschaftsleiter des BRK. Einige Besucher mussten auch versorgt werden, weil sie allergische Reaktionen zeigten: Sie waren Eichenprozessionsspinnern zu nah gekommen

Bewährt habe sich die "Fast Lane", die es heuer erstmals an den Zugängen gab, so Martin Reitmaier. Besucher, die nur Handy, Geld und Schlüssel in den Hosentaschen verstaut hatten, konnten dort ihre Bändchen vorzeigen und kamen schneller aufs Gelände. Alle anderen mussten sich anstellen und den Inhalt ihrer Gürteltasche herauskramen. Auch die Sperren an der Großen Straße und umfassende Kontrollen rund um das Festivalgelände seien sinnvolle Maßnahmen gewesen, so Reitmaier. Nicht zuletzt wurden in diesem Jahr sämtliche Mitarbeiter – von der Reinigungskraft bis hin zum Eisverkäufer – zuvor akkreditiert und mit Armbändern ausgestattet.

Einzig bei der Anreise am Donnerstag habe es gehakt, so Reitmaier. Das lag vor allem daran, dass sich die Mitglieder des Städtetags bis Donnerstagabend in der Messe Nürnberg getroffen hatten und sich die anreisenden Rocker und die abreisenden Städtetags-Besucher in die Quere kamen. Viele Festivalbesucher parkten dann irgendwo und ließen sich hernach schwer überreden, doch einen der offiziellen Park- und Zeltplätze zu nutzen. 

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Sie sind ja nicht aus Zucker, die RiP-Besucher. Deshalb hat ihnen der kleine Schauer auch absolut nichts ausgemacht. Schließlich stehen am Abend System of a Down, Annenmaykantereit, Bonaparte und viele mehr an. Also Krönchen richten und weiter geht's!


 

Melanie Kunze

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