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Drama in Nürnbergs Tiergarten: Nashorn Ropen ist tot

Sediert und mit Schuss getötet: Vater von Sanjai konnte nicht mehr aufstehen - 02.10.2017 14:11 Uhr

Ropen lebte über zehn Jahre im Nürnberger Tiergarten. Er wurde 29 Jahre alt. © Tiergarten Nürnberg


Seit Jahren kämpfte der Nashornbulle Ropen mit schweren Fußproblemen. 2006 kam er aus dem tschechischen Dvur Kralove in den Nürnberger Tiergarten, schon dort machten sich die Probleme deutlich bemerkbar. Am Sonntag verschlimmerte sich die Lage dann dramatisch: Gegen Mittag habe der Bulle plötzlich nicht mehr richtig aufstehen können, teilen die Verantwortlichen des Zoos mit. "Ropen ließ sich noch zweimal zum Aufstehen bewegen", heißt es in einer Pressemitteilung, "bevor er zum letzten Mal umgefallen ist und zu schwach war, noch einmal auf die Beine zu kommen." Parallel dazu fand das Herbstfest im Tiergarten statt.

Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, dann aber Ropen einschläfern lassen müssen. Ropen wurde erst sediert und dann mit einem Schuss getötet. Die Entscheidung sei "unumgänglich" gewesen, teilt der Tiergarten mit. Eine pathologische Untersuchung soll jetzt Klarheit zu den Hintergründen bringen.

"Es kam nicht unerwartet"

Der Tiergarten versuchte in den vergangenen Jahren alles, um die Fußprobleme von Ropen zu lösen. Gleich mehrmals wurde das Gehege umgestaltet, der Boden angepasst. Das habe durchaus eine Besserung gebracht, sagt die Zooleitung. In den vergangenen Tagen aber spitzte sich die Situation zu. Ropen habe zunehmend Probleme gehabt, stabil auf seinen Hinterbeinen zu stehen. "Es kam nicht unerwartet", heißt es der Mitteilung des Tiergartens.

Mit 29 Jahren erreichte Ropen ein hohes Alter für ein männliches Panzernashorn. Geboren wurde der Bulle im britischen Zoo Whipsnade und kam über den Umweg Tschechien nach Franken. Er ist Vater der jetzt achtjährigen Seto Paitala und des sieben Monate alten Kalbes Sanjai.

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Sanjai auf Tour: Ein Nashörnchen erkundet die Welt

Da mussten die Besucher des Tiergartens nicht lange warten: Das kleine Nashorn Sanjai kam erst vor ein paar Tagen zur Welt. Doch der Samstag mit seinen frühlingshaften Temperaturen lockte ihn und seine Mama ins Außengehege. Und unser Leser Thomas Hahn hielt mit der Kamera drauf. Wir haben die Bilder seiner ersten Erkundungstour!


 

tl

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