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Berg- und Talfahrt mit dem Rad

Neuer Rundweg für Mountainbiker führt rund um Ansbachs Bilderbuchlandschaft - 11.09.2009

Eine wohlverdiente Rast lässt sich unter der Kreuzeiche, Deutschlands ältester Eiche, machen.

Eine wohlverdiente Rast lässt sich unter der Kreuzeiche, Deutschlands ältester Eiche, machen. © Rach


Wer als potenzieller Ausflügler aus der Region oder darüber hinaus an Ansbach denkt, der assoziiert vor allem Historisches: Schloss, Innenstadt, Hofgarten. Dabei bieten die mittelfränkische Regierungshauptstadt und ihre enge Umgebung durchaus auch landschaftliche Schönheit. Über dem Rezattal erheben sich die Ausläufer der südlichen Frankenhöhe und formen an vielen Stellen liebliche Landschaftsgemälde wie aus dem Bilderbuch: Mit Anhöhen, Tälern, Wiesen, Wäldern, Weihern, Bächen.

Dieses Kapital machten sich die Initiatoren des neuen Rad-Rundwegs zunutze. Die ehemaligen Leistungssportler Peter Felder und Hubert Müller suchten nicht nur den Rundkurs aus, sondern sie beschilderten ihn auch in monatelanger Arbeit selbst und erstellten überdies ein Faltblatt mit einem Routenplan. Finanziert wurde alles durch Sponsorengelder.

Der neue Rad-Rundweg erschließt jedenfalls viele attraktive Landschaftsteile rund um die Residenzstadt. Die Route führt nicht nur durch die großen, schönen Forste wie den Schönfeldwald und die Feuchtlach, sondern rund um die Stadt auch zu Punkten wie der Kreuzeiche, Deutschlands ältester Eiche, zum Gumbertusbrunnen, zur Gumbertushütte, zum Biotop Silberallee, aber auch durch das idyllische Silberbachtal und das ebenso hübsche Dombachtal.

Bedingt durch die Tallage Ansbachs und die sie umgebenden Anhöhen der Frankenhöhe, ist der neue Rad-Rundweg nicht ganz leicht zu befahren. Auf und ab sind selbstverständlich. Immerhin gilt es, auf der 61 Kilometer langen Tour insgesamt rund 750 Höhenmeter zu überwinden. 350 rot-weiße Schilder weisen übrigens den Weg auf der Strecke, für die Geübte drei bis vier Stunden benötigen. Aber: Weniger Geübte müssen an dieser Stelle nicht erschrecken.

Da die Route entgegen dem Uhrzeigersinn rund um die Stadt führt, ist es ganz leicht möglich, nur Teilabschnitte abzufahren und vorzeitig zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Eines gilt allerdings für alle, die den Rundkurs nutzen: Da es zum Teil auch über unbefestigte Wege geht, ist ein stabiles Fahrrad unerlässlich. Für Mountainbiker gibt es im Übrigen zum Teil separate, anspruchsvollere Streckenführungen, die gesondert gekennzeichnet sind.

Den Radlern stehen vier Ausgangspunkte für ihre Tour zur Verfügung, alle an Parkplätzen gelegen: Am Freizeitbad Aquella, am Trimmpfad im Stadtteil Meinhardswinden, an der Ziegelhütte (Stadtteil Eyb) und am Weinberg-Plateau.

Das Faltblatt mit der Streckenbeschreibung liegt beim Amt für Kultur und Touristik (Johann-Sebastian-Bach-Platz 1) aus. Informationen gibt es auch beim Sportamt, Telefon (09 81) 5 12 38, E-Mail-Adresse: sportamt@ansbach.de 

Ulrich Rach

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