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Fünf Fragen an... Karsten Neumann, Konzeptkünstler

Ein Atelierbesuch kurz vor der Ausstellungseröffnung - 11.03.2012 16:07 Uhr

Nürnberg  - Als wir Karsten Neumann in seinem Atelier in der Flotowstraße treffen, ist er wie immer schwer beschäftigt. Er bohrt und klebt, schraubt und hämmert. 21 Plakatständer müssen noch im Stadtgebiet von Bethang verteilt werden. Wir dürfen ihm trotzdem fünf Fragen stellen, zwischen Plastikmüll und dem Faltplan einer utopischen Stadt.

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Kurz vor der Eröffnung der Ausstellung "30 Künstler/30 Räume", zu der auch Karsten Neumann mit seiner Bethang-Stadtutopie einen künstlerischen Beitrag leistet, haben wir uns mit ihm in seinem Atelier in der Flotowstraße getroffen und uns über - was liegt näher - Kunst unterhalten.

Die Plakatständer sind Teil des künstlerischen Beitrags, den Karsten Neumann zur Ausstellung "30 Künstler/30 Räume" leistet, die am 16. März eröffnet wird. Zum ersten Mal richten in Nürnberg vier Institutionen für zeitgenössische Kunst gemeinsam eine Ausstellung aus. Die Beschäftigung mit der Bedeutung und Gestalt von Raum und Räumen wird repräsentativ durch 30 internationale Künstler und Künstlerinnen vorgestellt. 

 

Karsten Neumann liefert eine Bethang-Kunststoffbox aus, in der sich später seine Stadtfaltpläne finden.
Karsten Neumann liefert eine Bethang-Kunststoffbox aus, in der sich später seine Stadtfaltpläne finden.
Foto: Norbert Goldhammer
Karsten Neumann liefert eine Bethang-Kunststoffbox aus, in der sich später seine Stadtfaltpläne finden.
Karsten Neumann liefert eine Bethang-Kunststoffbox aus, in der sich später seine Stadtfaltpläne finden.
Foto: Norbert Goldhammer

Natürlich dürfen dort die Arbeiten Karsten Neumanns nicht fehlen. Beschäftigt er sich doch schon seit etwa zehn Jahren mit dem öffentlichen Raum als Kunstobjekt. Bethang ist die im Jahr 2002 ins Leben gerufene Stadtutopie des Konzeptkünstlers, die er seit 2004 konsequent ausarbeitet. Sie besteht aus der Fusionierung der Städte nürnBErg, fürTH und erlANGen. Neben der Auseinandersetzung mit Themen wie Denkmalschutz, Verkehr und Infrastruktur ist Recycling und ein achtsamer Umgang mit der Umwelt eines seiner Hauptanliegen. "Bethang ist der Ort, der einem geistigen, kulturellen Prinzip eine Heimat gibt", sagt Neumann.

Im Rahmen seines Projektes wird auch die Magistrale, ähnlich wie etwa die Avenida 9 de Julio in Buenos Aires, die sich im künftigen Bethang vom ehemaligen Nürnberger Hauptbahnhof bis hin zum Kulturforum Schlachthof im ehemaligen Fürth ziehen wird, in "Avenida Mahadma Gandhi" umbenannt. Im Sommer ist eine Filmdokumentation über die Straße geplant. 

Über das Bethang-Projekt des Künstlers Karsten Neumann kann man sich auch im Internet unter www.bethang.org informieren. Dort findet man auch Informationen zur Ausstellung "30 Künstler/30 Räume". 

Norbert Goldhammer


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In unserer Serie "Fünf Fragen an..." stellen wir alle zwei Wochen fünf persönliche Fragen. Unsere Kandidaten: Lokale Szene-Persönlichkeiten, die das Stadtleben prägen.