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Es ist Sonntagabend und die Fragen von Kev haben es wie immer in sich: Welche zwei Länder teilt die Landschaft Karelien? Wo verläuft der musculus serratus anterior? Und wer malte nochmal „Das schwarze Quadrat“? Beim Kneipenquiz im Pub Irish Castle ist es am Ende die Gruppe „Pain Unlimited“, die sich in Kategorien wie Kunst, Literatur, Geographie, Wissenschaft und Natur am besten geschlagen hat. Sie nehmen den Jackpot von 80 Euro nach Hause. Zuvor hat jedes der teilnehmenden 16 Teams 5 Euro beigesteuert.
Seit fast zehn Jahren ärgert der Ire Kevin Dardis erfolgreich Quiz-Freunde in ganz Franken, wie er selbstbewusst auf seiner Homepage verkündet. „Am Anfang war das Kneipenquiz nur ein Experiment. Dann hat es sich langsam ausgebreitet“, erzählt der 41-Jährige. Mittlerweile sind es über 100 Quiz, die Kev zwischen Nürnberg und Würzburg veranstaltet.
Typische Quiz-Teilnehmer gibt es nicht. „Es sind sehr verschiedene Leute und auch Neulinge finden schnell Anschluss“, sagt Kev. Den Altersschnitt bei den Quiz-Abenden schätzt er auf etwa 40. Älter bedeutet für Kev dabei nicht unbedingt schlauer, aber er gibt zu: „Anfang 20 hat man es schon schwerer als 20 Jahre später, da ist man einfach länger auf der Welt gewesen und hat schon mehr in seinem Leben gesehen.“
Obwohl sich Kev im Monat hunderte Fragen ausdenken muss, wäre er kein geeigneter Kandidat für Shows wie „Wer wird Millionär?“. „Vor allem bei den einfachen Fragen nach Sprichwörtern oder so hätte ich keine Chance, da ich nicht aus Deutschland komme“, meint der in Dublin Geborene. Auf die Frage, ob er nach beinahe einem Jahrzehnt Quizerfahrung schlauer geworden sei, gibt sich Kev bescheiden: „Man lernt viel, man vergisst aber auch viel.“ Eines hat er aber in der Zeit als Fragensteller gelernt: „Ich bin auf jeden Fall frecher geworden“, gibt er grinsend zu.
Nach Deutschland gekommen ist Kev mit 30 Jahren - um die Sprache zu lernen „und um endlich Steuern zu zahlen.“ Viel mehr als „Zwei Bier!“ habe er damals nicht gekonnt. Beim Deutschlernen habe ihm besonders die Musik von Schubert geholfen. So ist dessen Version von „Das Wandern ist des Müllers Lust“ zum Klassiker für Kev geworden: Die Zeit vor Nürnberg waren für ihn Wanderjahre, in denen er auch als Straßenmusiker unterwegs war. Noch heute kann man den Iren als Musiker erleben.
Die Antworten zu obigen Fragen sind übrigens:
Russland und Finnland, von der Brust Richtung Rücken und Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
Mi. 15.05.13
Fr. 26.04.13
Mo. 15.04.13
Di. 02.04.13
Mo. 18.03.13