|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Grau in Grau präsentierte sich gestern der Himmel. Genau das richtige Wetter, um ins Germanische Nationalmuseum (GMN) zu gehen — und sich von Kunst und Geschichte einfangen zu lassen. Insgesamt 1,3 Millionen Objekte von unschätzbarem Wert besitzt das Museum — von 30000 vor Christus bis heute. Im Moment sind davon rund 20000 Exponate auf 20000 Quadratmetern ausgestellt.
Originale Kleidungsstücke aus drei Jahrhunderten, der erste Globus, faszinierende Goldschmiedearbeiten aus dem Mittelalter, Skulpturen von Veit Stoß und Adam Kraft, Handwerksund Zunftaltertümer, eine Waffensammlung und historische Puppenhäuser aus dem 17. Jahrhundert: Einmal quer durch die Geschichte ging es gestern für die Marina Pozhidaeva (22, aus Russland) und Roderick Sietsema (22, aus Holland). Die beiden studieren Internationale Beziehungen in Regensburg und sind für einen Kurztrip nach Nürnberg gekommen.
Dabei ist das GMN an einem Tag nicht zu schaffen: „Wenn man sich jede Sammlung in aller Ruhe anschaut, ist man zwei Wochen gut beschäftigt“, erklärt Museumssprecherin Sonja Mißfeldt. Das wissen auch Ursula und Udo Lauks: Die beiden 61-Jährigen hatten sich den „Alleskönner“ vorgenommen, die Sonderausstellung zu Henry van de Velde. Der Belgier gilt als einer der vielseitigsten Künstler des Jugendstils. „Seit der Dürer-Ausstellung waren wir nicht mehr hier“, erzählt die Yoga-Lehrerin aus Burghausen, während sie den Schreibtisch des Architekten und Designers begutachtet.
Doch das Museum sei auch ohne den Publikumsmagneten immer wieder einen Besuch wert. Deshalb sind Ralph Leonhard und seine Frau Sabine, die selbst gerne malt, Dauergäste in der Kartäusergasse1: „Wir kommen zwei- bis dreimal im Monat“, erzählt das Paar aus Herzogenaurach. Gestern liefen sie bei einer der vier gut besuchten Führungen mit, lauschten den Ausführungen von Anna Paulik über „Büste, Bildnis und Portrait — Köpfe in den Sammlungen“. Dabei sind weite Wege durch die Gänge zu bewältigen: „Draußen ist es mir eh zu kalt zum Laufen, dann lauf ich halt hier drin zwei Stunden und lerne dabei was“, sagt ein Besucher aus Erlangen und hört schnell wieder der Führerin zu.
Eine Museumspremiere
Nicht ganz so groß ist die Begeisterung beim kleinen Elias: Der knapp Dreijährige hat mit Mama und Oma Museumspremiere. „Seit seiner Geburt war ich nicht mehr hier“, sagt Mutter Claudia Mählmann, die für den Fall, dass Junior gar zu quengelig wird, ihre Mutter aus München mitgenommen hat. Denn die Graphikdesignerin will sich keinesfalls die Sonderausstellung mit den Pflanzenkompositionen von Maria Sibylla Merian (1647-1717) entgehen lassen. Vorher führt der Weg die drei Generationen in die Renaissance — und als Claudia Mählmann ihrem Sohn die Skulptur „Maria im Wochenbett“ mit den Worten „Schau mal, die Mama vom Christkind“, zeigt, ist der kleine Mann völlig hingerissen.
Wer nach viel Kultur seinem Kopf eine Pause gönnen und dafür den Gaumen verwöhnen will, kommt ins Café Arte (bei Kulturfans berühmt für den monatlich stattfindenden Sonntagsbrunch mit Führungen). Christina Ackmann hat es sich gestern bei einem Cappuccino mit einem Buch gemütlich gemacht, Sohn Julian (6) tobte sich in der Kindermalstunde mit Pinsel und Buntstift aus. Dort werden Nachwuchskünstler ab vier Jahren sonntagvormittags für zwei Euro kreativ angeleitet, während die Großen in Ruhe Kaffee oder Kunst genießen.
Di. 29.01.13
Mi. 16.01.13
Mi. 16.01.13
Mi. 05.12.12