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Ozeanarium im Tejo: Dem Hai ganz nah

Seit der Weltausstellung 2008 trennen nur Glasscheiben die maritime und menschliche Welt - 24.01.2013 13:27 Uhr

Lissabon  - Sie glotzen uns erstaunt an. Manche starren, unverschämt lange. Andere öffnen nur träge ein Auge — und links lugt einer ums Eck, neugierig klappt er sein Maul auf und entblößt lange, sehr spitze Zähne. Manche von ihnen sind riesig, andere sehen aus wie von einem anderen Planeten und ziemlich unheimlich. Immerhin trennen uns nur 30 Zentimeter.

So dick sind die Glasscheiben im Lissaboner Ozeanarium, das zur Weltausstellung Expo 2008 kühn auf Stelzen im Hafenbecken des Tejos erbaut wurde. Sieben Millionen Liter Salzwasser, verteilt auf 30 Becken, veranschaulichen, was sich in den Weltmeeren tummelt. Mondfische, Riesenbarsche und Haie, Anemonenfische, Maskenwimpelfische und Barracudas lassen die Besucher staunen.

Freilich, in der Natur würden sich manche so nicht treffen. Daher trennen die Lebensräume Pazifik, Atlantik, Antarktis und Indischer Ozean kaum sichtbare Scheiben. Das Ozeanarium ist nicht nur Europas größtes Meeresschaubecken, es ist auch eines mit hohem Anspruch: Die Besucher sollen für die Bedrohung der Weltmeere sensibilisiert werden. Überfischung und Erderwärmung werden thematisiert. Nicht auf-, sondern eindringlich. Bei mehr als einer Million Besuchern pro Jahr kann das nicht schaden. 

mahi


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