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Pistenspaß für Könner und Skizwerge im Gasteinertal

Hochalpines Fahren, ein Naturschneeareal und verbundene Pisten - 01.02.2013 20:00 Uhr

Bad Gastein  - Im Gasteinertal finden Familien sowohl hochalpine Skigebiete als auch Einsteigerhänge und wandern auf den Spuren von Hermelin und Co. Doch manchmal unterbricht dumpfes Dröhnen die morgendliche Stille: Von weit her kommt das Getöse.

Auf der Piste im Gasteinertal amüsieren sich Kinder mit dem blauen Schnee-Maskottchen.
Auf der Piste im Gasteinertal amüsieren sich Kinder mit dem blauen Schnee-Maskottchen.
Foto: Claudia Ziegler/Gasteinertal Tourismus
Auf der Piste im Gasteinertal amüsieren sich Kinder mit dem blauen Schnee-Maskottchen.
Auf der Piste im Gasteinertal amüsieren sich Kinder mit dem blauen Schnee-Maskottchen.
Foto: Claudia Ziegler/Gasteinertal Tourismus

Es wirbelt unseren geplanten Tagesablauf kräftig durcheinander: „Die Lawinenkommission ist noch unterwegs. Heute Nacht hat es droben 70 Zentimeter Neuschnee gegeben, da muss viel gesprengt werden“, klärt uns Hans Nigmayer auf. Ganz oben, am Stubnerkogel, geht heute gar nichts. Das höchstgelegene Skigebiet im Gasteinertal, Sportgastein, ist ohnehin nicht zugänglich. Aber so ist halt die Natur.

Bevor sich Enttäuschung breit machen kann, fügt der erfahrene Skilehrer hinzu: „Das ist aber kein Problem, dann starten wir halt im Angertal unseren Skitag.“ Dort gibt es tatsächlich bestens präparierte Pisten, an deren Rändern sogar Tiefschneefahren gefahrlos möglich ist. Das ist zweifelsohne die große Stärke des Gasteinertals: In einem der Skigebiete geht immer was.


Meistens stehen die Touristen ohnehin vor der Qual der Wahl: Hochalpines Fahren bis auf 2600 Meter in Sportgastein, die familienfreundliche Skischaukel Dorfgastein-Großarl, das Naturschneeareal am Graukogel oder eben die – außer nach massivem Schneefall — eigentlich verbundenen Areale Schlossalm, Angertal und Stubnerkogel.

Schneefreuden für die Skizwerge

„Bei uns gibt es für jeden Geschmack etwas, aber gerade Familien sind im Angertal richtig gut aufgehoben“, sagt Hans und lässt seinen Blick von der Feldinghütte ins Tal schweifen. Hundert Höhenmeter unter uns liegt der Nachwuchsbereich: Vier Förderbänder transportieren die Skizwerge nach oben, ehe auf mäßig abfallenden Hängen die ersten Kurven geübt werden.

Eltern können die Zeit nutzen und selbst auf die Piste gehen. Oder die herrliche Natur im Angertal auf Langlaufskiern erkunden. Einmal pro Woche nimmt Hans dort interessierte Gäste mit auf eine Schneeschuhtour. Mit etwas Glück zeigt der Tierexperte den Teilnehmern dann die Spuren von Hermelin, Fuchs und Schneehase.

Badespaß in drei Thermalbädern

Wer im Gasteinertal Urlaub macht, sollte nicht nur draußen unterwegs sein, sondern mindestens einen Badetag einplanen: In Dorfgastein, Bad Hofgastein und Bad Gastein — den drei Hauptorten — warten jeweils Thermalbäder mit ihrem weltberühmten Wasser auf.

Mit Kindern bietet sich ein Abstecher in die Alpentherme nach Bad Hofgastein an. Dort testen die Mutigen die Black-Hole-Raftingrutsche und die Speed-Rutsche, während die anderen Familienmitglieder den Lazy-River-Strömungskanal durchschwimmen oder einen Abstecher in die kreisförmige Grotte machen, wo auf zwei Leinwänden Kinderfilme gezeigt werden. Ein billiger Spaß ist der Aufenthalt im Warmen allerdings nicht: Mit zwei Kindern kostet das Familienticket für vier Stunden 66 Euro.

Gänzlich ohne Kosten ist ein Streifzug durch Bad Gastein machbar: Das einst in Adels-Kreisen geschätzte Urlaubsdomizil beeindruckt zwar heute noch durch die für ein Alpendorf mondäne Skyline. Doch vor und hinter den Fassaden einiger ehemaliger Grand Hotels bröckelt es gewaltig. Anzeichen für eine Wende gibt es aber: Etliche russische Investoren und Gäste entdecken den Ort mit dem morbiden Charme längst vergangener Tage. Zu bieten hat Bad Gastein jedenfalls viel: Am Ortsausgang wartet mit dem Kötschachtal ein herrlich-unberührter Wintertraum. Eine Pferdeschlittenfahrt gefällt Erwachsenen wie Kindern.

Weitere Infos finden Sie unter www.gastein.com, das diese Reise unterstützt hat.

  

Von Michael Husarek


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