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Tauplitzalm: Ausseer Hut "für Arni"

Tracht und Tradition in der winterlichen Steiermark: Schneesicheres Skifahren auf der Tauplitzalm - 27.12.2012 14:27 Uhr

Bad Aussee  - "Wir sind Europas älteste Hutmacherei" sagt Alexander Reiter, Chef des Ausseer Traditionsbetriebes Leithner. An der Fassade seiner Werkstatt prangt die Jahreszahl 1532. Seit 480 Jahren werden hier in der österreichischen Steiermark die berühmten Ausseer Hüte in Handarbeit gemacht - vom einfachen Arbeitshut bis zum feschen Ausgehhut.

Tradition und Gemütlichkeit prägen den Winterurlaub im Ausseerland: Bei einer Schlittenfahrt geht es entspannt über die verschneiten Wanderwege.
Tradition und Gemütlichkeit prägen den Winterurlaub im Ausseerland: Bei einer Schlittenfahrt geht es entspannt über die verschneiten Wanderwege.
Foto: Peter Ehler
Tradition und Gemütlichkeit prägen den Winterurlaub im Ausseerland: Bei einer Schlittenfahrt geht es entspannt über die verschneiten Wanderwege.
Tradition und Gemütlichkeit prägen den Winterurlaub im Ausseerland: Bei einer Schlittenfahrt geht es entspannt über die verschneiten Wanderwege.
Foto: Peter Ehler

In den letzten einhundert Jahren hat sich kaum etwas verändert. Denn der junge Hutmachermeister arbeitet nach wie vor mit den gleichen Werkzeugen, die schon der Großvater verwendet hat. „Ein Dampfkessel, eine handbetriebene Walze und ein Bügeleisen, sind alles was der Hutmacher braucht, um den Stumpen, also den Rohling, der aus Schafwolle oder Hasenhaarfilz gewonnen wird, unter Wasserdampf zu formen.“

Wie in einem Museum stehen hunderte von Holzmodellen in allen Kopfgrößen im Regal. Reiter führt seine Kunden gern durch die Werkstatt und erzählt begeistert über die Geschichte seines alten Handwerks. Viel beigetragen zum Ruhm der Ausseer Hüte hat natürlich Erzherzog Johann, mit seiner Liebe zur Ausseer Postmeistertochter Anna Plochl. Die Hüte sind bis heute begehrt. Musikkapellen in Italien, Frankreich und Deutschland tragen den Ausseer Hut ebenso wie viele Prominente. „Der Dalai Lama hat einen und auch Caroline von Monaco. Selbst Terminator Arnold Schwarzenegger trägt in seiner steirischen Heimat einen Ausseer Hut.“ sagt Reiter sichtlich stolz.


In seiner Werkstatt zeigt Hutmachermeister Alexander Reiter die Herstellung eines Ausseer Hutes.
In seiner Werkstatt zeigt Hutmachermeister Alexander Reiter die Herstellung eines Ausseer Hutes.
Foto: Peter Ehler
In seiner Werkstatt zeigt Hutmachermeister Alexander Reiter die Herstellung eines Ausseer Hutes.
In seiner Werkstatt zeigt Hutmachermeister Alexander Reiter die Herstellung eines Ausseer Hutes.
Foto: Peter Ehler

Ernst Kammerer vom Tourismusverband Ausseerland umreißt das Lebensgefühl in seiner Urlaubsregion ebenfalls plakativ: „Tracht, Tradition, Tauplitz“ lautet der griffige Slogan, mit dem die Gemeinden im österreichischen Salzkammergut rund um Bad Aussee, Bad Mitterndorf und Tauplitz auch im Winter wirbt.

Das Ausseerland gilt weit über die Grenzen der Steiermark hinaus als Heimat der traditionellen, unverfälschten Tracht. „Hier wo Dirndl und Lederhose auch noch im Alltag zum Einsatz kommen, findet man eine Vielzahl unterschiedlicher Betriebe, die sich dem Trachtenhandwerk und dem Handel verschrieben haben“, so der Tourismuschef. Die Bandbreite reicht vom klassischen Dirndlschneider über Handdrucker, Hut- und Lederhosenmacher, Goldschmied und Schuster bis zum exklusiven Trachtenschneider.


Beim Bummel durch den Ort sollte man daher unbedingt nur wenige Meter weiter auch in der Werkstatt von Sepp Wach und seiner Frau Marietta vorbei sehen, die im historischen Ortskern ihre Seidenhanddrucke herstellen. Mit alten Modeln wird das eigentliche Muster auf eine vier Meter lange Stoffbahn gedruckt. Dennoch ist ein Handdruck mit keinem Film- oder Rotationsdruck zu vergleichen. Denn einer Maschine fehlt eben die „Handschrift“ der Druckerin, sagt Marietta Wach. Jahr für Jahr werden trotzdem etwa 4000 Meter allerfeinste handgedruckte Seidenstoffe in dem über 400 Jahre alten Haus produziert.


Im Tante-Emma-Laden findet der Urlauber viele Produkte aus der steirischen Region.
Im Tante-Emma-Laden findet der Urlauber viele Produkte aus der steirischen Region.
Foto: Peter Ehler
Im Tante-Emma-Laden findet der Urlauber viele Produkte aus der steirischen Region.
Im Tante-Emma-Laden findet der Urlauber viele Produkte aus der steirischen Region.
Foto: Peter Ehler

Das Ausseerland ist aber auch ein Wintertraum für Skifahrer. So ist die Tauplitz eines der ältesten und schneesichersten Skigebiete Österreichs. Denn das Hochplateau lockt neben Winterwanderern und Langläufer besonders Familien an, die bis ins Frühjahr im Schnee ihren Spaß haben.

Vor allem die neue 8er-Gondelbahn ist ein voller Erfolg. Sie bringt sportliche Skifahrer auf die langen Abfahrten und die für Tiefschnee-Schwünge frei gegebenen Hänge. Schließlich gilt die Tauplitz als eines der besten Freeride-Gebiete der Steiermark. Außerdem ist sie ein wahres „Schneeloch“ — drei bis vier Meter Schnee sind normal. Doch selbst wenn der Schnee im Frühjahr ausbleibt, sorgt ein Beschneiungssystem zuverlässig bis in die Osterferien für weiße Pracht.

Rund 42 Pistenkilometer werden auf einer Höhe zwischen 900 und 2000 Metern präpariert. Für Genussskiläufer und Familien ist das Tauplitzalm-Plateu mit seinen gemütlichen Hütten begehrtes Ziel. Die neuen Gipfel- und Alm-Winterwanderwege sind vor allem den nicht skifahrenden Tauplitzfreunden beim Bummeln im Almdorf gewidmet. Mit einem Rund-um-Blick am Lawinenstein ist ein Blick bis zum Dachstein-Gletscher garantiert. Neu ist hier das Kinderland, in dem der Nachwuchs seine ersten Schritte im Schnee üben kann. Das Skigebiet ist neben der Gondelbahn über vier Sessel-, zwölf Schlepp- und drei Seillifte verbunden. Die Talabfahrten führen nach Tauplitz und Bad Mitterndorf.

Weitere Informationen:
Ferienregion Ausseerland - Salzkammergut, die die Recherche unterstützt hat, Internet www.ausseerland.at und www.dietauplitz.com.

Bilderstrecke zum Thema
„Tracht, Tradition, Tauplitz“ lautet der Slogan, mit dem die Gemeinden im österreichischen Salzkammergut rund um Bad Aussee, Bad Mitterndorf und Tauplitz auch im Winter wirbt. Das Ausseerland gilt weit über die Grenzen der Steiermark hinaus als Heimat der traditionellen, unverfälschten Tracht. Hier werden Dirndl und Lederhose auch noch im Alltag getragen und deshalb findet man bei uns eine Vielzahl unterschiedlicher Betriebe, die sich dem Trachtenhandwerk und dem Handel verschrieben haben.

 

Von Peter Ehler


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