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Thailand: Knatternd ins Paradies

Per Boot an die schönsten Strände Thailands - 10.05.2012 13:12 Uhr

Bangkok  - Der rasselnde Motor des langen Holzbootes erstirbt nach einer halbstündigen Fahrt über die offene Andamanensee. Plötzlich ist es still. Der mit bunten Blumen und Bändern geschmückte Bootsrumpf gleitet lautlos auf den flachen Korallenstrand.

Auch an diesen schönen Strand in der Andamanensee kommt man nur mit einem Longtailboot.
Auch an diesen schönen Strand in der Andamanensee kommt man nur mit einem Longtailboot.
Foto: Matthias Niese
Auch an diesen schönen Strand in der Andamanensee kommt man nur mit einem Longtailboot.
Auch an diesen schönen Strand in der Andamanensee kommt man nur mit einem Longtailboot.
Foto: Matthias Niese

Hohe Felsen bewachen den schmalen Eingang dieser Bucht. Bunte Fische tummeln sich im türkis glänzenden Wasser. Der grüne Urwald im Inselinneren leuchtet mit dem tiefblauen Himmel um die Wette. Ein kleines Paradies, das auch schon Leonardo di Caprio als Hauptfigur des Films „The Beach“ erlebte. Die Maya Bay auf der thailändischen Insel Koh Phi Phi Leh ist heute ein beliebtes Ausflugsziel vor der Westküste Südthailands.

Schon am Eingang der Bucht stoppen die Kapitäne die Automomotoren, die als Antrieb auf die Holzboote geschraubt sind und die über lange Stangen (Langschwänze) die Bootsschraube antreiben. „Diese kleinen Longtailboote steuern auch unbekanntere Strände an.“

Von der Küste ist es nur ein Katzensprung zur unbewohnten Moskito-Insel. Das Holzboot mit dem leuchtenden Zeavola-Schriftzug hat kaum Tiefgang und treibt über die Korallen. Die Schnorchler gleiten in das badewannenwarme Wasser, sofort umschwimmt sie ein Schwarm gelb-grau gestreifter, neugieriger Fische. Bunte Mördermuscheln leuchten in blau und violett. Das letzte Ziel des Tages ist immer die benachbarte Bambusinsel, ein von Korallenstränden umgebener Dschungelberg.

Unbekanntes Paradies

Die Longtailboote knattern auch weiter östlich auf der Doppelinsel Koh Lanta durch die tropischen Gewässer. „Viele unserer Gäste machen einen Ausflug durch das größte Mangrovengebiet Südthailands,“ sagt Franck de Lestapis. Er lebt seit zehn Jahren hier. Seine Tour führt durch enge Kanäle, Schwärme von winzigen Fischen schweben im grün-braunen Wasser. Bei Ebbe ragen die langen Stelzwurzeln der selten gewordenen Bäume weit aus dem Wasser heraus, kleine Taschenkrebse krabbeln durch den Schlamm. Mit Bananen füttert der Kapitän eine kleine Affenherde, die über das Longtailboot springt und sich an seinem abgewetzten, weißen Shirt festklammert.

Auf das Festland der Region verirren sich nur wenige Urlauber. Im winzigen Ort Maifad verbringen die Einheimischen ihre freie Zeit. Mit hoher Geschwindigkeit rasen Mopeds mit angebauten Schwimmreifen-Verkaufsständen über den Strand. Frittierte Meerestiere und Algen gibt es an jeder Ecke, die wenigen westlichen Touristen sind beliebtes Fotomotiv.

Sie sind wegen der Ausflüge in den Had Chao Mai Nationalpark hier. Südlich des Dorfes im Anantara Hotel startet der junge Thai Ting mit dem Holzboot in die Inselwelt aus hoch aufragenden Kalksteinfelsen. Auf Koh Hai wartet ein einsamer Korallenstrand, rund um Koh Rok kennt Ting beste Schnorchelplätze. Zum Schluss steuert der junge Familienvater die Insel Koh Muk an. Er verankert sein mit einem springenden Hai bemaltes Boot, hüpft mit einem ungelenken Kopfsprung ins Meer und schwimmt voran durch die 80 Meter lange, stockdunkle Smaragdhöhle. Nur der Strahl aus Tings Taschenlampe blitzt über die Tropfsteine. Nach etwa zehn Minuten wird es wieder hell. Im Innern der Insel empfängt ein winziger Strand die Schwimmer, direkt dahinter beginnt der Dschungel, steile Felsen ragen rundum hinauf. Der grüne Urwald leuchtet mit dem tiefblauen Himmel um die Wette, und das Knattern der bunten Longtailboote klingt nur noch leise in der Ferne.

Weitere Informationen:

Thailändisches Fremdenverkehrsamt, Tel.: (069) 138139-0, www.thailandtourismus.de und viele Details unter www.nordbayern.de/reise 

Von Brigitte Bonder


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