|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Eine Ahnung von den Kinder- und Jugendjahren der Herzogin Sisi, auch Sissi oder Lisi genannt, bekommt man, wenn man im oberbayerischen Possenhofen vor dem gleichnamigen Schloss steht. Zwar ist es heute in Privatbesitz, doch bei einem Spaziergang durch den Park entlang der Jahrhunderte alten Mauern und mit Blick auf den Starnberger See kann man sich vorstellen, wie Sisi barfuß über die Wiesen lief, die vielen Tiere versorgte und am See entlangritt.
Es gibt sogar einen eigenen Elisabethweg, auf dem sich gleich mehrere Sehenswürdigkeiten bei einem Spaziergang miteinander verbinden lassen. Er beginnt am S-Bahnhof Possenhofen, führt vorbei am Schloss bis zur Roseninsel. Vom 1. Mai bis zum 15. Oktober kann man sich übersetzen lassen, Sisi mag hinübergerudert sein, um ihrem Cousin König Ludwig II. zu treffen. Weiter führt der Weg über den Lenné-Park zum Golfhotel Kaiserin Elisabeth in Feldafing und zurück über die Wolfsschlucht. Das Kaiserin-Elisabeth-Museum der Gemeinde Pöcking befindet sich im historischen Bahnhof Possenhofen und bietet im Königssalon einen Überblick über das bewegte Leben der Kaiserin.
Vieles über Sisi speziell und die Wittelsbacher im Allgemeinen erfährt man im „Museum der Bayerischen Könige“ in Hohenschwangau. Das Wasserschloss Unterwittelsbach bei Aichach, auch Sisi-Schloss genannt, beherbergt heute ebenfalls ein Sisi-Museum. In dem ehemaligen Jagdschloss ihres Vaters – er nannte es seine „Burg“ – finden alljährlich zwischen Mai und November Sonderausstellungen statt. Im kommenden Jahr werden unter dem Motto „Engerl der Schönheit“ vom 9. Mai bis zum 3. November Exponate und Kleider gezeigt.
Unter dem Pseudonym Gräfin von Hohenembs reiste Sisi sechs Mal ins unterfränkische Bad Kissingen, um sich von Blutarmut und Hungerödemen zu kurieren – so diagnostizierte der Münchner Badearzt Felix Schlagintweit damals ihre Leiden. Heute noch gilt Kissingens Trinkhalle als eine der größten Europas, sodass die Prinzessin auch bei Regen trockenen Hauptes lustwandeln konnte.
Bei schönem Wetter unternehmen Besucher heute gern „Sisis Lieblingsspaziergang“. Rund eine Stunde braucht man für die drei Kilometer lange Strecke. Sie beginnt am Wetterhäuschen im Kurgarten mit seinen bunten Blumenbeeten, Baumalleen und weitläufigen Grünflächen und führt rund um den Luitpoldpark im Stil englischer Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts. Heute machen den Park zusätzlich zur Rosenpromenade mit 80 Wildrosensträuchern ein Klanggarten, Barfußpfad und Rasenlabyrinth interessant. Auch eine Steinschlucht gibt es und natürlich ein Sisi-Denkmal sowie einen Tempel mit Aussichtsplateau über Bad Kissingen, das Saaletal und die Ausläufer der Rhön.
Wo sich die Kaiserin ihrer Schwiegermutter und des strengen Hofzeremoniells wegen am wenigstens wohl fühlte, kommt man ihr aber wahrscheinlich am nächsten: Im Sisi-Museum in der Wiener Hofburg sind rund 300 persönliche Gegenstände ausgestellt, darunter Fächer und Handschuhe, Schönheitsrezepte und eine Waschgarnitur, Kleider-Repliken und sogar ein Milchzahn.
Viel lieber verweilte Sisi da schon in Bad Ischl. Die Kaiservilla in dem Kurstädtchen ist vor allem im ersten Film der Sisi-Trilogie zu bewundern; auf dem Balkon wurde auch die Verlobungsszene gedreht. Erzherzogin Sophie schenkte ihrem Sohn die Villa 1854 zur Hochzeit. Das einst biedermeierliche Landhaus ließ sie mit zwei Flügelbauten erweitern, damit es die Form eines „E“ für Elisabeth erhielt. Über sechs Jahrzehnte hinweg war die prächtige Biedermeiervilla die Sommerresidenz des Paars. Franz Joseph erholte sich dort hauptsächlich bei der Jagd von seinen Regierungsgeschäften. Von seiner Leidenschaft zeugen Hunderte Trophäen, die die Wände schmücken.
Heute beherbergt ein Großteil der Kaiservilla mit seiner Originaleinrichtung ein Museum. Der drei Kilometer lange Themenwanderweg vom Kalvarienberg bis zum Gasthaus zum Pfandl wurde 1899 von den Bad Ischler Bürgern angelegt. Heute gibt es auf Schautafeln einige Informationen über das Leben der Kaiserin. Wer wenigstens fürstlich wohnen will, bucht sich in der Sisi-Royal-Suite im Euro-Thermen-Resort Bad Ischl ein. 74 Quadratmetergroß, schläft man im Himmelbett unter dem Kristallleuchter und hat von der Dachterrasse aus einen herrlichen Blick über Bad Ischl.
Doch nicht nur die kaiserlichen Spuren, auch die königlichen Stätten sind eine Reise wert: Fünfeinhalb Autostunden entfernt von Bad Ischl liegt Budapest mit der Matthiaskirche auf dem Burgberg. Dort wurde Sisi zur Königin von Ungarn gekrönt. Bei einem Spaziergang durch die Hauptstadt überquert man die Elisabeth-Brücke mit dem Elisabeth-Denkmal, doch für viele Besucher ist das Café Gerbeaud am Platz Vörösmarty tér unbedingtes Ziel. Es war und ist eine der besten Konditoreien der Stadt, und schon Sisi gönnte sich zwischen unzähligen Hungerkuren ein Stück der leckeren Torten, Apfelstrudel, Bonbons oder Eis. Und immer noch zieht der Schokoladenduft durch die Räume mit Marmortischen und Kronleuchtern.
Unweit von Budapest, im 28 Kilometer entfernten Schloss Gödöllo, verbrachte die ungarische Königin gern die Frühjahrs- und Herbstmonate. Das Schlossmuseum eines der größten Barockschlösser der Welt beherbergt in rund 30 Räumen zahlreiche Exponate und wechselnde Ausstellungen.
Das Klima behagte der Familie allerdings in Südtirol besser. 1870 bezog Sisi mit einem Hofstaat von 102 Personen erstmals Schloss Trauttmansdorff. Damals kränkelte Tochter Marie Valerie. Ein zweites Mal kam die Monarchin 1889 für mehrere Monate. Vor allem Gartenfans wird es heute dort gefallen: Rund 80 Gärten breiten sich dort auf zwölf Hektar Platz aus, darunter Wald- und Sonnengärten, Wasser- und Terrassengärten mit botanischen Erlebnisstationen und Künstlerpavillons.
Weitere Informationen zu:
Kaiserin-Elisabeth-Museum
Gemeinde Pöcking, Feldafinger Str. 4, 82343 Pöcking, Tel. 08157/93060, rathaus@poecking.de, www.kaiserin-elisabeth-museum-ev.de
Bayerisches Staatsbad Bad Kissingen
Am Kurgarten 1, 97688 Bad Kissingen, Tel. 0971/80480, tourismus@badkissingen.de, www.badkissingen.de
Museum der Bayerischen Könige
Alpseestr. 27, 87645 Hohenschwangau, Tel. 08362/9264640, museum@hohenschwangau.de, www.museumderbayerischenkoenige.de
Schloss Schönbrunn
1130 Wien, Tel. 0043/1/811130, info@schoenbrunn.at, www.hofburg-wien.at
Bad Ischl
Tourismusverband Bad Ischl, Auböckplatz 5, A-4820 Bad Ischl, Tel. 0043/6132/277570, office@badischl.at, www.badischl.salzkammergut.at
Ungarn
Ungarisches Tourismusamt, Deutschlanddirektion, Wilhelmstr. 61, 10117 Berlin, Tel. 030/2431460, berlin@ungarn-tourismus.de, www.ungarn-tourismus.de
Schloss Trauttmannsdorff
St.-Valentin-Str. 51a, I-39012 Meran, Tel. 0039/0473/270172, info@trauttmannsdorff.it, www.trauttmannsdorff.it
Fr. 17.05.13
Fr. 17.05.13
Fr. 17.05.13
Fr. 10.05.13
Fr. 03.05.13