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Wir haben eine Auswahl der schönsten Thermen zusammengestellt:
Leukerbad: Wohlige Wärme aus dem Fels
Es gurgelt, es gluckert und wabert. Samtweiches Wasser umfängt die müden Glieder. Das Bergdorf Leukerbad im Wallis hat nicht nur Skipisten, sondern auch die reichsten Thermalwasserquellen Europas.
Statt dicht gedrängt in der Après-Ski-Bar schwitzen die Wintersportler hier lieber im Dampfbad und schauen vom Außenbecken beim gemütlichen Treiben im Wasser auf die Felswände des Daubernhornmassivs.
Mehr als 130 Wellnessanwendungen in sechs öffentlichen Bädern wollen entdeckt werden. Auf 12500 Quadratmetern offeriert allein das größte, die Walliser Alpentherme, zum Beispiel ein Römisch-Irisches Bad, ein Walliser Saunadorf, Ayurveda, Thalasso und Walliser Traubenkern-Wellness.
Wer mag, der kann sogar ein Vollmondbad und Frühstück im Wasser ausprobieren. Ob Bröseln erlaubt ist? Eines steht zumindest fest: So lässt sich selbst der kälteste Winter aushalten. (Tel. 0041/27/4727171, www.leukerbad.ch).
Budapest: Wasserwonnen unterm Cabrio-Dach
Das wäre echt eine Sünde: im Winter nach Budapest fahren und in keinem der historischen Thermalbäder gewesen zu sein. Der berühmteste unter den Tempeln der Badelust ist das legendäre Gellért-Bad im gleichnamigen Hotel. In dem luftigen, mit Kacheln und Mosaiken verzierten Jugendstilbau lassen sich Wasserwonnen aller Art genießen. Bei schönem Wetter wird das „Cabrio-Verdeck“ geöffnet. Das wohlig dampfende Thermalbecken lädt zu geruhsamen Sitzungen und Gesprächen ein.
Ebenso prächtig wie im Gellért planscht es sich im Széchenyi-Bad, das von einer 70 Grad heißen Quelle gespeist wird. Zum täglichen Ritual der Einheimische gehört es, im warmen Wasser sitzend Schach zu spielen. Und im frisch renovierten türkischen Rudas-Bad aus dem 16. Jahrhundert ist sogar nachts was los: Einmal im Monat lädt die Disco bis zum Morgen. (Tel. 0036/1/4524500, www.heilbaderbudapest.com).
Meran: Molkebad und Apfelduft
Die Sonne blickt ins Bad – genau auf die Köpfe der Badenden in der Therme Meran. Möglich macht es ein imposanter gläserner Kubus über den 13 Indoor-Pools. Er gibt dem Badegast den Blick auf die Südtiroler Bergwelt frei und bringt ihm den Himmel näher – eine von vielen ungewöhnlichen Ideen des Stararchitekten Matteo Thun. Der ließ auch sämtliche Hölzer und Steine der Therme so behandeln, als hätte Wasser über Jahrhunderte hinweg die Oberflächen geprägt. Das Sonnenlicht bricht sich auf der Wasseroberfläche und reizt, die ganze Thermenwelt zu entdecken: vom Solebecken mit Unterwassermusik über das Sprudelbecken bis zum Heubad und Caldarium. Butterweich wird die Haut im Molkebad, porentief rein beim Apfel-Peeling.
Für Skifahrer gibt es vergünstigte Kombi-Tickets für das Gebiet Meran 2000 und die Therme (Tel. 0039/0473/252000, www.thermemeran.it).
Bad Griesbach: Durchatmen in der Salzgrotte
Niederbayern mit einem Schuss Noblesse: Das ist Bad Griesbach, der fast schon italienisch anmutende Thermalbadeort auf einem grünen Hügel mit weitem Blick übers Rottal. Ein Luxus- und mehrere Komforthotels umsorgen die Gäste mit „Quellness“: Tatsächlich badet man hier in echtem Thermal-Mineralwasser. Wer seine Schönheit einer Kur unterziehen will, der liegt in Bad Griesbach ebenso richtig wie alle, die endlich einmal zu schwitzen wünschen wie ein Großwesir: Im Hamam kann sich der Gast vom Tellak, dem Badeknecht, nach allen Regeln der orientalischen Kunst durchkneten lassen. Ein Fest fürs Auge ist die neueste Griesbacher Errungenschaft: In der Salzgrotte glitzern die Kristalle an Decke und Wänden – ein Raum für positive Gedanken und neue Kraft (Tel. 08532/79240, www.badgriesbach.de).
Bad Blumau: Bad und Heilsee
Was für ein Glück, dass in den 1970er Jahren in der Oststeiermark kein Erdöl gefunden wurde, sondern „nur“ heißes Wasser. Sonst gäbe es heute wohl kaum Friedensreich Hundertwassers bewohnbares Gesamtkunstwerk, und die sanfte Hügellandschaft rundum wäre vermutlich von Bohrtürmen übersät. So aber wandeln die Urlauber in der Therme Bad Blumau durch eine Fantasiearchitektur von buntbemalten, knuffig runden Mauern und vergoldeten Türmchen, wohnen in begrünten Häusern und freuen sich an Wellenbad und Vulkania-Heilsee. Sie wandeln auf dem neuen Wahrnehmungsweg zwischen Ort und Bad und lassen sich mit Damaszener Rosenöl massieren. (Tel. 0043/3383/51000, www.blumau.com).
Bad Sulza: Liquid Sound und Vollmond-Wellness
Der New York Times war die Toskana-Therme im thüringischen Bad Sulza einen Eintrag in die Liste der 100 besten Bäder der Welt wert. Zu Recht: Denn die Stimmung unter der Kuppel aus spiegelndem Glas und weißem Holz bei buntem Laserlicht und sanfter Musik ist einfach eine Wucht. Und dann erst die Solebäder: In sieben Kaskaden-Entspannungsbecken und vier Whirlpools schweben die Gäste im Salzwasser und lauschen Unterwassermusik, im Strömungskanal lässt man sich einfach treiben. Liquid Sound nennt sich die Mischung aus Klang, Farbe und Licht.
Jeden Freitagabend veranstaltet die Toskana Therme eine Sonderaufführung „Klassik unter Wasser“. Am schönsten aber ist der Wellnesstempel im Weimarer Land bei Nacht. An jedem ersten Samstag des Monats bleibt die Therme bis zwei Uhr früh geöffnet, und über die Unterwasserlautsprecher perlt elektroakustische Musik von einem DJ (Tel. 036461/92000, www.toskana-therme.de).
Do. 21.03.13
Sa. 16.03.13
Fr. 15.03.13
Sa. 09.03.13
Do. 21.02.13