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Ralf, der rot-grüne Nachtwächter des Tiergartens

Der erste Nachwuchs der Rotaugenlaubfrösche quakt am Schmausenbuck - 31.08.2012 19:57 Uhr

Nürnberg  - „Ralf“ ist so groß wie ein Daumen, wiegt bloß wenige Gramm und schläft den ganzen Tag. „Ralf“ — das ist die Abkürzung für den Rotaugenlaubfrosch, der aus Südamerika stammt. Im Juli gab es im Nürnberger Tiergarten den ersten Hüpfer-Nachwuchs.

Bei diesem ausgewachsenen Rotaugenlaubfrosch hält der Name noch, was er verspricht. Die bunten Hüpfer kommen ursprünglich aus Südamerika.
Bei diesem ausgewachsenen Rotaugenlaubfrosch hält der Name noch, was er verspricht. Die bunten Hüpfer kommen ursprünglich aus Südamerika.
Foto: Stefan Hippel
Bei diesem ausgewachsenen Rotaugenlaubfrosch hält der Name noch, was er verspricht. Die bunten Hüpfer kommen ursprünglich aus Südamerika.
Bei diesem ausgewachsenen Rotaugenlaubfrosch hält der Name noch, was er verspricht. Die bunten Hüpfer kommen ursprünglich aus Südamerika.
Foto: Stefan Hippel

Im Manatihaus ist es 28 Grad warm, die Luftfeuchtigkeit von rund 90 Prozent treibt Besuchern schon nach wenigen Minuten den Schweiß auf die Stirn. Durch die Luft schwirren Schmetterlinge, im Wasser blubbern Fische. Von einem bestimmten Tier jedoch fehlt in der tropischen Schwüle jede Spur: „Ralf“, dem Rotaugenlaubfrosch. „Selbst unsere Dauerbesucher sind ganz aus dem Häuschen, wenn sie mal einen sehen“, sagt Helmut Mägdefrau, stellvertretender Direktor des Nürnberger Tiergartens.


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Er ist nur wenige Zentimeter klein, und doch der große Star im Manatihaus des Tiergarten Nürnberg: Rotaugenlaubfrosch Ralf, der mit seinem farbenfrohen Körper die Besucher begeistert.

In Zukunft werden allerdings mehr „Ralfs“ quer durchs Manatihaus hüpfen; bislang lebten dort nur sieben ausgewachsene Exemplare. Doch im Frühjahr gab es, an einem Blatt hängend, die ersten „Ralf“-Eier. Nach einer Woche schlüpften Kaulquappen. Ende Juli, sieben Wochen später, war die Metamorphose zum Frosch abgeschlossen. Mittlerweile haben die 13 jungen „Ralfs“ gut die Größe eines Fingernagels erreicht. Ausgewachsen sind sie daumengroß. Ihre im Verhältnis zum Kopf riesigen roten Augen lassen die Frösche immer etwas danach aussehen, als seien sie gerade in eine Tasse starken Kaffees gefallen.


Mit dem Nachwuchs in Nürnberg hatte es erst geklappt, als die grünen Hüpfer aus einem Aquarium im Nilpferdhaus zu den Manatis zogen. „Dabei waren die klimatischen Bedingungen bei den Nilpferden und hier eigentlich gleich“, sagt Mägdefrau.

Der stellvertretende Direktor trägt sogar einen „Ralf“ auf der Brust: Von seinem T-Shirt lacht ein gezeichneter Rotaugenlaubfrosch, der mit zwei Fingern ein Victory-Zeichen formt. Auch Besucher können sich einen „Ralf“ zum Anziehen kaufen. Im Souvenirladen gibt es zudem Plüschfrösche: „Die gehen sehr gut“, sagt eine Verkäuferin.

Weil die Hüpfer nachtaktiv sind, können Besucher sie nur selten wach erleben. Eine Möglichkeit dafür ist die Nacht der Fledermäuse am 2. Oktober, in der auch das Manatihaus geöffnet ist. Für den Zoo hingegen hat der Schlafrhythmus der Frösche auch etwas Gutes: „Ralfs“ fressen nachts Schaben und andere unerwünschte Insekten, die durch die Dunkelheit krabbeln. 

LUKAS KOSCHNITZKE


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Kurzbeschreibung:
In einem weitläufigen Gelände mit Wald, Wiesen, Weihern und Sandsteinfelsen liegt der Nürnberger Tiergarten. Er gilt als einer der schönsten deutschen Landschaftszoos.
Die 2011 fertiggestellte Delfinlagune sorgt für höhere Besucherzahlen aber auch für Kritik.