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Bei Diazepam handle es sich "um ein gängiges Mittel in der Tiermedizin, das vor allem im Haustierbereich regelmäßig zur Appetitanregung verschrieben wird und auch im Tiergarten bei entsprechender Indikation eingesetzt wird", so Encke in einer Pressemeldung. Die Skandalisierung dieser Maßnahme sei falsch. "Selbstverständlich schaut der Tiergarten nicht tatenlos zu, wenn Tiere nicht genug Futter oder Wasser zu sich nehmen." Beruhigungsmittel würden außerdem eingesetzt, damit die Tiere während des Transports keinem unnötig hohen Stress ausgesetzt würden.
Die Organisation WDSF hatte Einsicht in die Akten des Delfinariums genommen und angeprangert, diese "läsen sich wie die Akten einer Intensivstation". Geschäftsführer Jürgen Ortmüller will die Schriftstücke der Staatsanwaltschaft übergeben. Moniert wurde neben der Gabe von Psychopharmaka wie dem stark sedierend wirkenden Diazepam außerdem, dass sich ein Tümmler bei einem Transport stark verletzt habe. Eine Anzeige wegen unsachgemäßen Transports hatte die Staatsanwaltschaft allerdings bereits als "strafrechtlich nicht relevant" abgewiesen.
In seiner dreiseitigen Stellungnahme betonte Tiergartendirektor Encke außerdem den guten Zustand der Defline. "Sieben große Tümmler leben im Tiergarten in zwei Gruppen, die zur Zeit kerngesund und sozial ausgesprochen ausgeglichen sind", so Encke. Die Tiere, die noch aus freier Wildbahn stammten, hätten die normale Lebenserwartung von Delfinen bereits überschritten. Dass die Tiere aktuell ganz ohne Medikamente auskämen, hatte Encke in einer früheren Presseauskunft bereits betont.
Do. 13.06.13
Mi. 15.05.13
So. 13.01.13
Fr. 21.12.12
Di. 18.12.12