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Grundig-Türme werden für Flüchtlinge vorbereitet

Umbau für 25 Millionen Euro — Bamf-Außenstelle zieht ein - 11.10.2015 15:00 Uhr

Die Bauarbeiten an der Beuthener Straße laufen auf Hochtouren. Im Juni 2016 sind die Hochhäuser fertig. © Foto: Weigert


Seit Juni laufen die Bauarbeiten. Die Gebäude wurden entkernt, der Innenausbau geht voran. Doch die Zeit ist knapp, denn Schmelzer will die Hochhäuser spätestens im Juni 2016 seinem Mieter fix und fertig übergeben: dem Freistaat Bayern.

Derzeit wandelt das Unternehmen Glöckler Bau GmbH die Nutzfläche von insgesamt 15.000 Quadratmetern in Wohn- und Verwaltungsräume um. In der künftigen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge wird es möblierte Apartments in den Größen 16, 32 und 48 Quadratmeter geben. Auf jeder Etage gibt es dann eine Küche, die sich die Bewohner einer Ebene teilen. Im Erdgeschoss eines der Gebäude wird es aber auch einen zentralen Speisesaal mit Großküche geben. Ein neues Blockheizkraftwerk auf dem Gelände wird in alle Räume Wärme liefern.

Platz für 800 Menschen

„An den Grundrissen ändert sich nichts“, sagt Schmelzer. Selbst der blaue Grundig-Schriftzug auf einem der beiden Türme bleibt. Die Zwillingstürme werden eine Dependance der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Zirndorf sein. Die Unterkunft ist für bis zu 800 Menschen geplant.

Hier, gleich neben der easyCredit-Bank, entsteht jedoch nicht nur Raum für Flüchtlinge. In die ersten sechs Etagen eines der beiden Hochhäuser zieht eine Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ein. Auf Anfrage bestätigt das Amtssprecherin Natalie Psuja.

„Ab 500 Betten muss in einer Erstaufnahmeeinrichtung eine Außenstelle des Bamf dabei sein“, sagt sie. Die Regierung von Mittelfranken wird im ersten Obergeschoss Ärzte und Psychologen für die Erstuntersuchung von Asylbewerbern zur Verfügung stellen.

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ALEXANDER BROCK

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