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ICE-Strecke boomt: Mehr Verbindungen nach Berlin geplant

Bahn hat Marktanteil zwischen München und Berlin auf 40 Prozent verdoppelt - 27.03.2018 12:53 Uhr

Im vergangenen Dezember hat die Bahn mit der Einweihung der Neubaustrecke zwischen Ebensfeld und Erfurt, die die schnelle Verbindung möglich macht, die Kapazität auf der Strecke von München nach Berlin von 10.000 auf 20.000 Sitzplätze verdoppelt. © André De Geare


Ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 fahren fünf statt bisher drei ICE-Sprinter pro Tag von München nach Berlin. Von Nürnberg ist man mit diesen Zügen in 2:50 Stunden in der Bundeshauptstadt. Die zusätzlichen Züge starten ab Dezember um 9:01 Uhr und 17:01 von Nürnberg in Richtung Berlin. Auch in die Gegenrichtung wird das Angebot in gleichem Umfang ausgeweitet. Für Nürnberg bedeutet das: Zusätzliche ICE-Verbindungen um 10:56 Uhr und 18:56 Uhr nach München. Der Sprinter ist bislang zu 70 Prozent ausgelastet, deutlich mehr als im Fernverkehr im Durchschnitt (55 Prozent).

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Doch auch schon jetzt versucht die Bahn, auf die große Nachfrage zu reagieren, die ihr in den ersten hundert Tagen bereits 1,2 Millionen Fahrgäste auf der Strecke beschert hat. Samstags hat die Bahn in Richtung Berlin die Sitzplatz-Kapazität einer ICE-Verbindung verdoppelt, ebenso am Sonntag bei einer Verbindung in Gegenrichtung. Ab Mitte April soll diese Verdopplung auch bei zwei weiteren Verbindungen am Wochenende erfolgen.

Im vergangenen Dezember hat die Bahn mit der Einweihung der Neubaustrecke zwischen Ebensfeld und Erfurt, die die schnelle Verbindung möglich macht, die Kapazität auf der Strecke von München nach Berlin von 10.000 auf 20.000 Sitzplätze verdoppelt. Im kommenden Dezember soll die Kapazität auf 23.000 Sitzplätze aufgestockt werden. 1800 dieser Plätze stammen aus den zusätzlichen Sprinter-Fahrten, 1200 aus der Umstellung vom ICE-T auf den ICE4, der 830 Sitzplätze bietet - mehr als alle anderen ICE-Typen. Die Pünktlichkeit liegt bei den Sprinter-Verbindungen trotz einiger Pannen bei fast 90 Prozent, im Schnitt sind es im Fernverkehr in Deutschland 80,4 Prozent.

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Die Deutsche Bahn plant überdies, ab Dezember 2018 Erlangen und Bamberg etwas besser zu bedienen. In Erlangen sollen künftig 19 statt 17 ICEs pro Tag halten, in Bamberg 27 statt bisher 24. Der ICE-Halt in Coburg ist sehr gut nachgefragt, 300 Reisende steigen hier pro Tag ein. Deshalb denkt die Bahn darüber nach, die Anzahl der ICE-Halte ab 2020 auszuweiten.

Der Marktanteil der Deutschen Bahn hat sich auf der Strecke München-Berlin innerhalb von 100 Tagen auf 40 Prozent verdoppelt. Damit hat man das Flugzeug, das jetzt bei 35 Prozent liegt, als Marktführer abgelöst. Der Linienverkehr auf der neuen Trasse von München nach Berlin begann am 10. Dezember und war am 20. März 100 Tage alt. 

Martin Müller Redaktion Metropolregion Nürnberg und Bayern E-Mail

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