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Irres 3:3 in Hoffenheim: Fürth holt einen Punkt

Sobiech trifft mit dem Schlusspfiff zum Untentschieden - 20.10.2012 00:10 Uhr

Sinsheim  - Mit einem Last-Minute-Treffer hat die SpVgg Greuther Fürth den ersten Sieg der TSG 1899 Hoffenheim seit dem fürchterlichen Autounfall von Boris Vukcevic verhindert. Lasse Sobiech (90.+1) sorgte beim spektakulären 3:3 (1:1) am Freitagabend für den späten Ausgleich.

Nach dem Treffer zum 3:3 waren die Fürther außer sich vor Freude.
Nach dem Treffer zum 3:3 waren die Fürther außer sich vor Freude.
Foto: Sportfoto Zink
Nach dem Treffer zum 3:3 waren die Fürther außer sich vor Freude.
Nach dem Treffer zum 3:3 waren die Fürther außer sich vor Freude.
Foto: Sportfoto Zink

Roberto Firmino (8. Minute) und Joselu (67./89.) schossen vor 22 150 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena das Heimteam jeweils in Führung, Zoltan Stieber (39.) und Edgar Prib (84.) trafen zudem für Fürth. Der Aufsteiger kletterte mit nun fünf Punkten zumindest vorübergehend auf Platz 17, Hoffenheim bleibt mit der dritten sieglosen Partie nacheinander im Mittelfeld.

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Welch eine Dramatik: Die SpVgg Greuther Fürth holte am Freitag in allerletzter Minute ein 3:3-Unentschieden in Hoffenheim. Sehen Sie die Bewertungen der Spieler in unserer Galerie.

In der Hoffenheimer Fankurve hing erneut ein großes Bild von Vukcevic, die Gäste wärmten sich in T-Shirts mit der Nummer 7 und dem Schriftzug „Boris“ auf: Auch drei Wochen nach dem Unfall des 22-Jährigen, der nicht mehr in Lebensgefahr schwebt, bestimmte die Anteilnahme am Schicksal des Junioren-Nationalspielers die Minuten vor dem Anpfiff.

Mit dem früheren Nationalstürmer Gerald Asamoah in seinem zweiten Startelfeinsatz legten die Fürther temporeich los und setzten das Heimteam früh unter Druck. Nach einem feinen Pass von Sercan Sararer drosch Edu den Ball aus 13 Metern unbedrängt über das Tor (5.). Einen zu schwachen Versuch des Brasilianers zwei Minuten später hielt Hoffenheims umstrittener Torwart Tim Wiese, der nach einmonatiger Pause wegen einer Adduktorenverletzung zurückkehrte, ohne Mühe.

Seine Vorderleute präsentierten sich ohne die gesperrten Sejad Salihovic und Daniel Wiliams im Anschluss an die erste Fürther Drangphase zunächst konzentriert und setzten die Gäste früh unter Druck. Aus halblinker Position zirkelte Sebastian Rudy einen Freistoß in den Strafraum des Aufsteigers, wo Firmino völlig freistehend aus sechs Metern den Ball durch die Beine von Max Grün köpfen durfte. Das schnelle 2:0 vergab Takashi Usami: Zwar ließ der Japaner drei Verteidiger mit einem tollen Solo aussteigen, im Abschluss fehlte der Leihgabe vom FC Bayern München jedoch die Präzision (21.).

Ansonsten prägten viel Leerlauf, reichlich Ballverluste und nur ganz wenig Höhepunkte das Geschehen. Beide Teams präsentierten sich engagiert, agierten aber meist zu hektisch. Erst Edgar Prib riss die Partie aus der Lethargie. Den satten Schuss des Fürthers wehrte Wiese noch zur Seite ab, aus kurzer Distanz ließ Stieber dem früheren Nationaltorwart keine Chance und beendete die Fürther Torflaute nach 583 Minuten. „Wir haben verpasst, den Druck aufrechtzuerhalten und deshalb wurden wir bestraft“, bemängelte 1899-Verteidiger Williams.

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In einem spektakulären Bundesliga-Spiel erkämpft sich die SpVgg Greuther Fürth einen verdienten Punkt beim 3:3 gegen Hoffenheim. Lasse Sobiech ist mit seinem Last-Minute-Treffer der umjubelte Held.

Nach einer Stunde hallten die ersten lauteren Pfiffe durch die halbleere Arena. Auch im zweiten Abschnitt blieb das Niveau mäßig, die Franken übernahmen das Kommando. Doch der Gäste-Keeper besorgte den Weckruf für die Kraichgauer. Grün rutschte nach 63 Minuten beim Abschlag weg und spielte den Ball direkt zu Kevin Volland, der das Geschenk allerdings nicht annahm und an Grün scheiterte.

Wenig später machte es der U 21-Nationalspieler besser. Energisch ergrätschte sich Volland den Ball im Mittelfeld, passte den Ball maßgenau in den Lauf von Joselu, der eiskalt abschloss. 

Der eingewechselte Vincenzo Grifo (77.) verpasste mit einem Lattenkracher die Entscheidung, stattdessen zirkelte Prib sieben Minuten später den Ball genau ins Eck und ließ Fürth auf den fünften Bundesligapunkt hoffen. Joselu ließ Hoffenheim dann kurz vor Schluss wieder jubeln, Sobiech sorgte für den Schlusspunkt.

Hier finden Sie den Liveticker zum Nachlesen! 

dpa


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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13
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