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Dienstag, 23.10.2018

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Kohlenmarkt: Kein Durchkommen für Autos und Taxis

Während der Kärwa riegelt ein Sicherheitsdienst den Bereich ab — Umleitung über Stadthalle - 12.10.2018 16:00 Uhr

Während der Kirchweih dürfen nur Busse den Kohlenmarkt passieren. © Thomas Scherer


Wer derzeit über die Hirschenstraße bis zum Rathaus gelangen will, wird an der Gartenstraße jäh gestoppt. Erstmals hat dort ein Sicherheitsposten Stellung bezogen, der allen Fahrzeugen klar macht, dass es nur auf einem Weg weitergeht – und zwar über die Gartenstraße, deren Einbahnregelung extra gedreht wurde, hinunter zur Stadthalle und von dort die Königstraße hinauf zum Rathaus.

Wirklich neu ist diese Verkehrsführung nicht. "Eigentlich sollten Autos und Taxis zur Kärwa schon immer in die Rosenstraße einbiegen und dann in Richtung Stadthalle fahren", sagt Antonius Kaiser. Doch weil dies oft missachtet wurde, habe man am Kohlenmarkt heuer einen Posten installiert, der die Straße mit einer Kette abriegelt, so der stellvertretende Chef des Straßenverkehrsamts. Der Grund für dieses Vorgehen: Während der Kärwa seien auf dem Kohlenmarkt viele Fußgänger unterwegs, die vom Festgelände kommen oder dorthin wollen, die am Rathaus in den Bus oder die U-Bahn steigen möchten oder in Richtung Fußgängerzone laufen. Aus Sicherheitsgründen, so Kaiser, habe man den Verkehr bis auf die Busse, die während der Kirchweih alle hier durchgeleitet werden, ausgesperrt.

Peter Then, der seit über 30 Jahren mit seinem Taxi durch Fürth fährt, kann das nur bedingt nachvollziehen. Mit seiner Ausnahmegenehmigung während der Kärwa dürfe er schließlich auch durch die Menschenmassen auf der Königstraße fahren, wenn etwa ein Kunde im NH-Hotel auf ihn wartet. Kaiser bestätigt das, argumentiert aber, dass der Kohlenmarkt kein typischer Abholpunkt sei, sondern nur zur Durchfahrt genutzt werde. Then kritisiert außerdem, dass er den Kunden wegen des Umwegs auch einen Mehrpreis von etwa fünf Euro erklären müsse.

Vielleicht muss er das auch künftig tun. Kaiser und seine Kollegen sowie der Sicherheitsdienst werden sich bald zusammensetzen und besprechen, ob die Lösung so sinnvoll war, dass sie auch zur nächsten Kärwa greift. Kaisers Einschätzung: "Ich habe den Eindruck, dass es dort jetzt viel entspannter war." 

Gwendolyn Kuhn

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