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Die Kunst nistet sich in der Quelle ein

„Traumerfüllungspflicht“: Ateliereröffnung auf dem ehemaligen Versandhaus-Gelände - 31.07.2012 14:00 Uhr

Da sage noch einer, Kunst mache keinen Spaß: Wanda Leuthe, Peter Kunz und Marga Leuthe (von rechts) schäkern mit einem Besucher. © Horst Linke


Das neue Atelier Traumerfüllungspflicht der drei liegt links im ehemaligen Quelle-Gebäude an der Adam-Klein-Straße. Hier kann man große Räume günstig mieten. Die Vorteile liegen auf der Hand: gegenüber, auf dem AEG-Gelände, sind die besten Plätze schon belegt, hier im ehemaligen Quelle-Versandzentrum, wird man dagegen fündig und muss kaum etwas umbauen. Fast alles steht bereit, inklusive Toiletten.

Textildesignerin Marga bietet auf dem Eröffnungsfest an einem Live-Siebdruck-Stand an, Taschen und T-Shirts nach Wahl mit ausgesuchten Motiven bedrucken zu lassen. Ein Pärchen entscheidet sich für das Bild der witzigen alten Frau, das einen Einkaufsbeutel stilecht schmückt. Dafür nimmt eine reifere Dame ein T-Shirt mit einem flotten Mädchen drauf.

Daneben hängt eine Quelle-Hand als Intarsienarbeit, die Schreinerin Wanda kreiert hat. Hinten in ihrer Werkstatt stapeln sich gebrauchte Möbel, die sie zu neuen Raum-Designs zusammensetzt. Vieles erinnert an die 50er und 60er Jahre. Aus nostalgischem Charme entstehen Dinge, die absolut zeitgemäß wirken. Tatsächlich ein bisschen Zauberei.

„Ich stelle alles für die Kunden zusammen, integriere gerne aber auch lieb gewonnene Erbstücke“, erklärt Wanda. Schwester Marga experimentiert nicht mit verschiedenen Stilen, sondern mit textilen Oberflächen und präsentiert ein hochwertiges Buch mit Wanda als Model, die für die Aufnahmen in furiose Stoffbahnen gehüllt ist. Peter Kunzens Fotostudio dahinter wirkt aufgeräumt und wartet auf Kundschaft. „Wir fühlen uns hier sehr wohl, es sind mittlerweile zahlreiche Kreative eingezogen“, sagt Marga. Heute macht sich besonders die Nachbarschaft zu Patissier Wolfgang Kießling bezahlt, der ein sündhaft leckeres Büffet mit Bilderbuch-Nachtischen kredenzt. Derweil wird draußen gegrillt. Gekommen sind Freunde, Kollegen, Mitmieter und auch einige, die „auf AEG“ arbeiten.
  

CLAUDIA SCHULLER

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