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Kim Wilde kommt nach Nürnberg

Im Interview spricht die Pop-Sängerin übers Gärtnern und ihr neues Album - 07.09.2018 17:44 Uhr

Kim Wilde (57) ist wieder da. „Here Come The Aliens“ ist das erste Album mit neuen Songs seit acht Jahren. Derzeit ist die Britin auf Welt-Tournee. Im Oktober kommt Wilde für zwölf Konzerte nach Deutschland. Die 1960 in Chiswick bei London geborene Britin eroberte 1981 mit „Kids in America“ die Musikszene. Es war der Start zu einer Karriere mit mehr als dreißig Millionen verkauften Alben und vielen internationalen Hits. 1996 heiratete sie Hal Fowler, bekam zwei Kinder. Als ausgebildete Landschaftsgärtnerin moderierte sie Gartensendungen im britischen Fernsehen, schrieb Zeitungsartikel zum Thema und 2005 ihr erstes Buch „Gardening with Children“. © Foto: Nikolaj Georgiew


Frau Wilde, erstes Album mit neuen Songs seit Jahren, erste Headliner-Tour durch Großbritannien seit Jahrzehnten. Wie fühlen Sie sich, zurück im Rock-Zirkus?

Kim Wilde: Fantastisch! Das Radio hierzulande spielt meine neuen Songs rauf und runter wie verrückt, die Kritiken sind ekstatisch. Ich habe mit meinem Bruder Ricky seit dem Beginn meiner Karriere in den 1980er-Jahren zusammengearbeitet. Jetzt noch einmal diesen Riesen-Erfolg mit ihm teilen zu können, gehört zum Besten an der ganzen Sache.

 

Stimmt es, dass ein Video auf Youtube Ihr Comeback ausgelöst hat?

Wilde: Mein Bruder und ich waren – ein bisschen beschwipst – auf dem Heimweg von der "Magic FM"-Weihnachtsfeier in London, wo wir einen Unplugged-Auftritt hatten. Da Ricky seine Gitarre dabei hatte, beschlossen wir, den Passagieren im Zug ein Ständchen zu spielen. Irgendjemand hat das wohl mitgeschnitten und auf Youtube gestellt. Der Rest ist Geschichte! Ich muss sagen, die Reaktionen der Menschen waren überwältigend positiv. Und ja: Das hat mich zurück ins Studio gebracht.

 

Lebt Ihr Popstar-Ich in einer Art Parallelwelt zu Ihrem Alltags-Ich als Mutter, Fernseh- und Radio-Moderatorin, Landschaftsgärtnerin und Autorin von Garten-Ratgebern?

Wilde: Irgendwie ist es schon so, dass ich ständig zwischen verschiedenen Welten wechsle. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und gehe sehr selbstsicher damit um. Jetzt steht die Musik wieder ganz im Mittelpunkt. Aber mein Zuhause und mein Garten beanspruchen nach wie vor viel meiner Zeit.

 

Zu Ihrem neuen Album hat Sie ein Erlebnis im Jahr 2009 in Ihrem Garten inspiriert. Sie haben dort selbst ein UFO gesehen, nicht wahr?

Wilde: Jedenfalls bin ich überzeugt, dass das, was ich dort gesehen habe, nicht von dieser Welt war. Diese beiden hellen Lichter, die sich im Zickzack über den Himmel bewegten, haben mich schlichtweg umgehauen.

 

Wie reagiert denn Ihr Publikum auf das Album?

Wilde: Im Zeitalter der sozialen Medien habe ich glücklicherweise die Möglichkeit, die Wirkung, die das neue Album weltweit hat, genau zu verfolgen: Die Leute sind absolut vernarrt in die Scheibe! Ricky und ich haben uns viel Zeit gelassen. Schließlich waren wir fest entschlossen, die ultimative Kim-Wilde-Pop-Platte für das Jahr 2018 zu produzieren. Ein Album mit Stücken, bei denen sich unsere alten Hits aus den Achtzigern in guter Gesellschaft fühlen.

Kim Wilde gastiert am 17. Oktober im Nürnberger Musikclub "Hirsch". Karten im NN-Ticket-Corner, Tel. 09 11/2 16 27 77 

Interview: ANDREA HERDEGEN

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