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Showdown beim Bardentreffen

Die Autorin Billie Rubin spricht über ihren Nürnberg-Krimi "Böse Barden" - 24.07.2018 16:25 Uhr

Die Handlung von Ute Hackers Kriminalroman „Böse Barden“, den sie unter dem Namen Billie Rubin veröffentlicht hat, dreht sich rund um das Nürnberger Bardentreffen. © Foto: Roland Fengler


Frau Hacker, wann waren Sie denn zuletzt selbst auf dem Nürnberger Bardentreffen?

Ute Hacker: Im vergangenen Jahr, um zu recherchieren. Vorher habe ich es immer wieder versucht, aber es hat dann leider aus Termingründen oft nicht geklappt. 2017 war ich für mein Buch vor Ort, das sich aufs letzte Bardentreffen bezieht – obwohl der Schwerpunkt ja zufällig der von diesem Jahr ist, nämlich Rap. Als ich mein Konzept geschrieben habe, stand der Schwerpunkt für dieses Jahr noch gar nicht fest. Erst meine Lektorin hat mich dann darüber aufgeklärt.

Gelernt hat Ute Hacker (Jahrgang 1958) Buchhändlerin, heute ist sie als Teilzeitkraft in der Finanzbranche tätig und schreibt Krimis, Kinderbücher und mehr. Geboren wurde die Autorin in Nürnberg, sie lebt aber seit 40 Jahren in München: „Im Herzen bin ich immer Fränkin geblieben.“ © Foto: Sandra Elettrico/PR


Was haben Sie auf dem Bardentreffen recherchiert?

Hacker: Da ging es mir vor allem um Örtlichkeiten, aber auch um die Stimmung.  Ich muss gestehen, dass ich 2017 auch zum allerersten Mal im Innenhof des Heilig-Geist-Spitals war, weil ich ja nur noch selten in Nürnberg bin. Ich war von der Atmosphäre vollkommen fasziniert. Überhaupt bin ich viel durch die Stadt spaziert und habe jede Menge Fotos gemacht, auch von der Pegnitz. Der Showdown meines Buches findet am Henkersteg statt und die Romanheldin muss ins Wasser . . . Die Idee kam mir durch meine Bilder. Bei Lokalkrimis ist es ja immer auch wichtig, Örtlichkeiten mit einzubeziehen.

Ohne zu viel zu verraten: Worum geht es in "Böse Barden"?

Hacker: Meine Hauptfigur Charlotte "Charly" Braun ist halb Deutsche, halb Engländerin und war früher Polizistin. Sie arbeitet in Nürnberg als Bodyguard und "Böse Barden" ist ihr vierter Fall. Sie bekommt den Auftrag, auf eine Rapperin mit libanesischen Wurzeln aufzupassen, und ähnlich wie ich hat Charlotte keinen blassen Schimmer von HipHop. Diese Leyla wird wegen ihrer Herkunft und auch wegen ihrer Texte angefeindet. Sie erhält unter anderem Drohbriefe. Dann wird eine Frau umgebracht, die man zunächst für Leyla hält, aber es war nur eine Doppelgängerin, die der Manager angeheuert hat, um die Fans und auch die Feinde der echten Musikerin abzulenken. Charly versucht herauszufinden, wer die junge Frau ermordet hat.

Sie selbst leben seit 40 Jahren in München. Was vermissen sie am meisten an Nürnberg?

Hacker: (seufzt) Die Altstadt. Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich in die Stadt hinein fahre und die alten Häuser sehe, auch wenn der Großteil natürlich nicht original ist. Und dann noch die Burg dazu. Das hat München halt alles nicht.

Die Handlung von Ute Hackers Kriminalroman „Böse Barden“, den sie unter dem Namen Billie Rubin veröffentlicht hat, dreht sich rund um das Nürnberger Bardentreffen. © Foto: Roland Fengler


Wieso schreiben Sie eigentlich keine München-Krimis?

Hacker: Der damalige Verleger von Allitera wollte immer, dass ich einen München-Krimi schreibe. Aber mir fehlte die Zeit und ich hatte sowieso gerade für einen anderen Verlag ein Krimi-Konzept für Nürnberg geschrieben, aber immer angemerkt, dass ich mich in der Stadt nicht mehr so gut auskenne. Es sollte dann um den 1. FCN gehen, aber mit Fußball konnte die Lektorin überhaupt nichts anfangen und das Ganze kam nicht zustande. Also gab ich das Manuskript dem Allitera-Verleger und der meinte: Nürnberg ist auch super! Ganz abgesehen davon war Friedrich Ani damals bereits dominierend, was München-Krimis angeht.

Buchvorstellung am Mittwoch, 25. Juli, um 19.30 Uhr im Adina Apartment Hotel, Dr.-Kurt-Schumacher-Straße 1-7, Nürnberg 

Interview: SUSANNE HELMER

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