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Samstag, 16.02.2019

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Nelly hilft erneut: Spürhund findet Fürther Patienten

Der demenzkranke Mann war nachts im Klinikum verschwunden - 05.01.2018 06:00 Uhr

Hundeführerin Susanne Wittke und Nelly haben den vermissten Patienten im Klinikum aufgespürt. © Privat


Gegen 0 Uhr in der Nacht zum Donnerstag war die Rettungshundestaffel alarmiert worden, auch um sicherzugehen, dass der demenzkranke Mann bei den kühlen Temperaturen nicht draußen umherirrte. Das Klinikpersonal hatte zunächst auf den Stationen selbst Ausschau nach ihm gehalten.

Als Personenspürhund ("Mantrailer") kann Nelly der Geruchsspur des Vermissten folgen. Hundeführerin Susanne Wittke ließ das Tier an einer Haarbürste des Mannes schnuppern, und tatsächlich gelang es Nelly, den Patienten relativ schnell, gegen 1 Uhr, aufzuspüren: Er lag hinter einer Eisentür in einem Bereich eines Nebengebäudes des Klinikums, in dem nicht gearbeitet wurde. Auf dem weitläufigen Areal, mit seinen vielen Gängen und dem Keller, hätte man ohne Nelly wohl sehr lange gesucht, sagt Wittke. Zudem werden die Pflegekräfte ja auf den Stationen gebraucht.

Bartstoppeln brachten Nelly auf die Spur

Immer wieder hilft die Rettungshundestaffel Altenheimen und Kliniken bei der Suche nach orientierungslosen Senioren. Im März hatte Nelly einen älteren Mann aufgestöbert, der stundenlang durch Fürth geirrt war. Bartstoppeln aus seinem Rasierapparat hatten ihr seinen Geruch verraten. Er konnte leicht unterkühlt nach Hause gebracht werden.

Zur Staffel gehören neben Nelly noch Flächenhunde, die darauf spezialisiert sind, größere Gebiete wie Wälder nach Vermissten abzusuchen. Mantrailer lassen sich dagegen – trotz tausendfacher Ablenkung – von der Geruchsspur einer Person leiten. 

czi

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