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Der Fortschritt hat den Gedankenaustausch zwischen Shanghai und Würzburg erleichtert, aber globale Kommunikation drängt Dialekte ins Abseits.
Damit Kindern aus der Region klar wird, wie etwas fränkisch klingen kann und um reifere Leser daran zu erinnern, wie man zwischen Treuchtlingen und Hof etwas „im Original“ ausdrücken kann, erfand Ulrich Rach, Redakteur der „Nürnberger Nachrichten“, rund um „Freggerla – das Schulgespenst“ (wek-Verlag, ISBN 978-3-934145-80-1, 9,80 Euro) 15 lustige, spannende und kuriose Episoden aus dem Leben eines Schulgeistes, der fränkischen Schülern, Lehrern und Eltern aufmerksam auf's Maul geschaut hat und seine Erlebnisse in einem witzigen Tagebuch festhält.
Damit zwischen Ansbach und Aschaffenburg auch jeder weiß, was gemeint ist, hat der Autor auf eine moderate, aber dennoch typische Ausdrucksweise Wert gelegt. Leser zwischen fünf und 95 aus dem Fränkischen werden sich amüsieren über „a Dordn dordn, die fei dordnsteh' bleim muss“ und über die Schrullen von Lehrerexistenzen, die über „alla meina Endla“ dichten lassen.
Nicht ganz unwichtig: Der liebenswerte Versuch, dem Nachwuchs den Reichtum der fränkischen Dialektsprache und ihrer Historie vermitteln zu wollen, ist einem höheren Ziel gewidmet. Der Gewinn aus dem Buch fließt in ein Projekt für Aids-Waisenkinder in Thika in Kenia.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.