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Es drohten „unerwünschte Spannungen“ und der Ausschluss von Energieprojekten in der Türkei, warnte das Außenministerium in Ankara am Freitag, nachdem sich 15 Unternehmen an einer Ausschreibung Zyperns beteiligt hatten. „Wir rufen die beteiligten Staaten und Unternehmen auf, mit Blick auf die Situation Zyperns gesunden Menschenverstand walten zu lassen und sich von der Ausschreibung zurückzuziehen“, teilte das Ministerium mit.
Unter den Bietern sind nach früheren Berichten Gazprom (Russland), Eni (Italien), Kogas (Südkorea), Total (Frankreich), Petronas (Malaysia), Marathon (USA) und mehrere kleinere Unternehmen. Um die Energievorkommen um Zypern gibt es Streit, da die Insel seit einer türkischen Militärintervention 1974 geteilt ist.
Im Norden Zyperns gibt es die nur von der Türkei anerkannte Türkische Republik Nordzypern. Im Süden liegt die Republik Zypern, die aber die ganze Insel international vertritt und auch Mitglied der EU ist. Die Republik Zypern hat mit den Mittelmeer-Anrainern Libanon, Israel und Ägypten Abkommen über sogenannte Ausschließliche Wirtschaftszonen geschlossen.
In den diesen Gebieten erhalten die angrenzenden Staaten besondere Rechte, darunter auf Ausbeutung von Öl- und Gasvorkommen. Die Türkei versucht ihrerseits, die Ausbeutung möglicher Bodenschätze voranzubringen.
Die staatliche türkische Ölgesellschaft TPAO hat in der Republik Nordzypern mit der Suche nach Ölvorkommen begonnen. Der zyprische Regierungssprecher Stefanos Stefanou hatte dazu gesagt: „Die Bohrarbeiten sind illegal.“


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