|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände (BAGIV), Mehmet Tanriverdi, kündigte in der „Berliner Zeitung“ nach gut 15 Jahren Mitgliedschaft seinen Austritt aus der SPD an. „Ich bin zutiefst enttäuscht“, sagte Tanriverdi, der auch SPD-Stadtverordneter in Gießen ist. Sarrazin werde offenbar aus wahltaktischen Gründen in der Partei gehalten. Sein Mandat in Gießen will Tanriverdi behalten, wie er den Medien sagte.
Auch der Gründer des „Arbeitskreises jüdischer Sozialdemokraten“, Sergey Lagodinsky, kündigte laut „Süddeutscher Zeitung“ seinen Austritt aus der SPD an. Am vergangenen Wochenende hatte bereits die Türkische Gemeinde in Deutschland zu Protesten gegen einen Verbleib Sarrazins in der SPD aufgerufen. Sarrazin sollte eigentlich wegen seiner umstrittenen Integrationsthesen aus der SPD ausgeschlossen werden.
Bundes- und Landespartei zogen aber ebenso wie weitere Beschwerdeführer überraschend ihre Ausschlussanträge zurück, nachdem Sarrazin in einer Erklärung die gegen ihn erhobenen Vorwürfe als Fehlinterpretationen zurückgewiesen hatte.
Namhafte SPD-Politiker haben sich hinter den Beschluss gestellt, den umstrittenen früheren Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin nicht aus der SPD auszuschließen. «Die SPD ist die Partei mit der größten Meinungsvielfalt. Wir müssen Meinungsverschiedenheiten aushalten», sagte der Chef der nordrhein-westfälischen Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion, Axel Schäfer, der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post» (Mittwoch). «Ich kann die Entscheidung nachvollziehen. Es bringt nichts, weiter darüber zu streiten», sagte auch der Sprecher des liberalen Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, der Zeitung.
Niedersachsens SPD-Landeschef Olaf Lies sagte am Mittwoch, das Ende des Verfahrens
sei schwer zu vermitteln. Dagegen verteidigten der frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi und der konservative Seeheimer Kreis in der SPD die Einigung mit Sarrazin. Die Grünen attestierten der SPD einen Rechtsruck. Vertreter von Juden und Muslimen warfen der SPD Feigheit vor.
Was ist Ihre Meinung zum Thema? Diskutieren Sie mit und nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende des Artikels.


Bize Türkçe ulaşmak için: