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Türkischer Pianist beklagt Verfolgung durch Konservative

Fazil Say will seine Heimat verlassen und nach Japan auswandern - 23.04.2012 14:21 Uhr

Der türkische Komponist und Pianist Fazil Say.

Der türkische Komponist und Pianist Fazil Say. © afp


Dies sagte er im Gespräch mit der  Tageszeitung „Hürriyet“.  „Als ich sagte, dass ich Atheist bin, haben mich alle beleidigt“, sagte Say. Die Behörden seien „allem hinterhergejagt, was ich auf Twitter geschrieben habe“.

Vor knapp zwei Wochen war bekannt geworden, dass die türkische Justiz wegen des Verdachts auf Volksverhetzung gegen Say ermittle. Laut der Zeitung „Milliyet“ machte sich Say über den Kurznachrichtendienst Twitter unter anderem über islamische Vorstellungen vom Paradies lustig, in denen von Flüssen aus Wein und von Jungfrauen für die Gläubigen die Rede ist.

Say habe die Frage gestellt, ob das Paradies etwa eine Kneipe oder ein Bordell sei. In einem anderen Tweet fragte er nach einem besonders eilig vorgetragenen Gebetsruf in einer Moschee, ob der Muezzin wohl schnell zur Freundin oder zum Schnaps habe zurückkehren wollen. Bei einer Verurteilung wegen abfälliger Bemerkungen über den Islam drohen Say drei Monate bis ein Jahr Haft. 

afp

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