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Basilikum ist ein Lichtkeimer und sollte nicht abgedeckt werden. Auf einer warmen, hellen Fensterbank (20 ° bis 25 °C) keimt Basilikum schon nach einer Woche. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie empfehlen eine Abdeckung der Saatkiste mit Folie oder einer Glasplatte damit die Samen nicht austrocknen.
Anschließend sollte man die Sämlinge in einem 12-er Topf mit höchstens fünf Einzelpflänzchen pikieren. Gekauftes Basilikum darf man sich dabei nicht zum Vorbild nehmen. Hier stehen die einzelnen Basilikumpflanzen zu eng. Als Substrat verwendet man lockere, hochwertige Blumen- oder Kübelpflanzenerde.
Basilikum sollte erst ins Freie, wenn die Nachttemperaturen deutlich über 10 °C liegen. Die zarten Pflanzen muss man langsam an die Sonne gewöhnen, ansonsten droht ihnen Sonnenbrand. Im Jugendstadium sollte Basilikum nicht austrocknen. Sobald der Stiel aber verholzt, sollte man sparsamer gießen. Die wöchentliche Düngung mit Blumendünger im Sommer und ein warmer, sonniger Standort garantieren eine lange Erntezeit.
Kaum ein Küchenkraut ist so aromatisch wie Basilikum. Zu Tomaten und Mozzarella gehört der einzigartige Geschmack des Genoveser Basilikums. Diese italienische Sorte mit ihren nach unten gewölbten Blättern ist unverwechselbar. Ihr intensiver Geschmack spart Salz beim Kochen.
Es gibt aber auch Basilikum mit exotischen Aromen nach Anis oder grünem Pfeffer, Zimt oder Zitrone. Zitronenbasilikum schmeckt frisch und süß und gibt grünen Salaten eine belebende Note. Es passt, wie das Limonenbasilikum, zu Süßspeisen, Eiskrem und erfrischenden Cocktails. Mit diesen Basilikumsorten kann man auch hervorragend Tee zubereiten. Dazu gibt man ein paar frische Basilikumblätter oder einen Basilikumzweig ein paar Minuten in heißes Wasser. Als Eistee sind Basilikumtees erfrischende Durstlöscher für den Sommer.
Einen herben Geschmack hingegen besitzt rotblättriges Basilikum. Die roten Blättchen bringen eine ansprechende farbliche Abwechslung in grüne Salate. Für die asiatische Küche hält das Thaibasilikum die passende Würze bereit. Das melissenähnliche Aroma passt zu Fisch, Hähnchen und Nudelsuppen.
Basilikum hat die Eigenschaft, umso üppiger zu wachsen, je mehr man es schneidet. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie immer Triebspitzen entnehmen und dabei das untere Blattpaar stehen lassen. Aus den Blattachseln wachsen wieder neue Triebe. Verfolgt man konsequent diese Erntemethode, dann hat man nach einigen Ernten immer buschigere Pflanzen.
Doch was macht man mit der Ernteschwemme im Sommer? Leider verflüchtigt sich das Aroma des Basilikums durch Trocknen. Die Bayerische Gartenakademie empfiehlt, Basilikum einzufrieren. Kleine Portionen erhält man, wenn man geschnittene Blätter in Eiswürfelbehältern mit Wasser bedeckt und einfriert. Mit den Basilikumwürfeln lassen sich Suppen und Soßen hervorragend würzen.
Nicht selten aber trüben Schädlinge und Krankheiten die Freude an dem würzigen Kraut. Vor allem Schnecken können in einer Nacht eine ganze Pflanze ernten. Doch auch Bakterien und Pilze zählen zu den Feinden unseres Lieblingskrautes.
So bereiteten in den vergangenen Jahren Gärtnern und Verbrauchern sogenannte bakterielle Blattflecken Probleme. An unregelmäßigen Verbräunungen der Blätter erkennt man den Befall. Blattadern begrenzen anfänglich die braunen Stellen. Diese breiten sich immer weiter aus, bis die Blätter abfallen. Schließlich bleiben nur noch die Stiele der Pflanzen stehen.
Diese Krankheit verursachen Bakterien, die leider nicht bekämpft werden können. Die Bakterien überdauern den Winter vermutlich an Wildkräutern oder Pflanzenresten im Boden. Die Übertragung auf gesunde Pflanzen geschieht wahrscheinlich auch durch Spritzwasser beim Gießen. Selbst der Samen kann bereits infiziert sein. Hygiene ist die einzige Möglichkeit, der Krankheit Einhalt zu gebieten. Das bedeutet: betroffene Pflanzen mitsamt Erde und Topf im Restmüll entsorgen. Bei ausgepflanztem Basilikum vermeidet man die Neuinfektion, wenn man den Standort im Garten jährlich wechselt. Gießen sollte man nur morgens und nicht über die Blätter. Auf nassen Blättern breiten sich Bakterien, und Pilze besonders gut aus.
Entdeckt man fahlgrüne Blätter, die sich einrollen und abfallen, handelt es sich um Falschen Mehltau, eine Pilzerkrankung. Entfernen Sie alle kranken Blätter oder schneiden Sie Ihre Basilikumpflanzen stark zurück. Gießen Sie in keinem Fall mehr von oben, denn nasse Blätter fördern (siehe oben) den Pilzbefall.
Sterben einzelne Basilikumpflänzchen ab, so handelt es sich entweder um die Stängelgrundfäule oder um die Umfallkrankheit. Beim Auftreten dieser Pilzerkrankungen sollte man weniger gießen und Töpfe oder Pflanzfläche antrocknen lassen. Dann lockert man die Erde im Topf oder Beet. Oft stehen auch die Einzelpflänzchen zu eng und der Konkurrenzdruck untereinander ist zu groß.
Im Schutz von gekräuselten Blättern des Basilikums verstecken und verbergen sich gerne Blattläuse. Durch ihre Saugtätigkeit schränken sie nicht nur das Wachstum ein, sondern können auch schädliche Viren und Bakterien übertragen. Auf den Ausscheidungen bilden sich Rußtaupilze, die ziemlich unappetitlich sind. Auch Weiße Fliegen, Spinnmilben und Wanzen können sich im Laufe des Sommers einfinden.
Die Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln auf Kali- oder Rapsölbasis ist zwar im Hausgarten zugelassen, doch die Experten der Bayerischen Gartenakademie sind der Meinung, dass sich ein Einsatz in den seltensten Fällen lohnt. Man sollte dennoch fleißig weiter ernten und die Blätter gut abwaschen. Das ist die umweltschonendste und gesundeste Schädlingsbekämpfung.
Machtlos ist man leider auch gegen die gefräßigen Schnecken. Hier hilft nur, Basilikum möglichst im Topf auf Terrasse, Balkon oder – am besten hoch aufs Fensterbrett zu stellen. Allerdings sind manche Kriechtiere besonders naschhaft. Sie erklimmen hohe Wände mit immerhin vier Metern pro Stunde Geschwindigkeit, um an das leckere Kraut zu gelangen. Basilikum ist schließlich ganz besonders lecker.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.