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Die Bebauungsplanänderung für die „Irrleinwiesen“ war bereits im Juni erstmals vom Gemeinderat beschlossen worden. Der damals von einem Vertreter des Ingenieurbüros Höhnen & Partner in Bamberg vorgestellte Entwurf hatte dann einen Monat lang öffentlich ausgelegen, um Privatleuten und den Trägern öffentlicher Belange, also Behörden, Energie- und Wasserversorgern oder der Telekom, Gelegenheit zum Einspruch zu geben.
Ausführlich diskutiert wurde die Einlassung der CSU-Fraktion, die jedoch, wie Paul Steins formulierte, nicht als Einspruch, sondern lediglich als Anregung gedacht sei. Sie zielte darauf ab, die Versorgungsleitungen für die neuen Häuser in öffentlichem Grund zu verlegen und den Bereich westlich der Straße „Am Anger“ neu aufzuplanen, um die Bebauung dort zu erleichtern.
Das würde aber bedeuten, dass die vorhandenen Wege aufgelassen werden müssten und eine neue Erschließungsstraße zu bauen wäre. Zirka 170 Meter Kanal müssten ausgebaut und an anderer Stelle wieder hergestellt werden, ehe die neuen Versorgungsleitungen gelegt werden könnten. Außerdem müsste der Fußweg nach Norden auf die Grundstücke von Kindergarten und Schule verschoben werden, und auch die wichtige Fußwegverbindung von der Straße „Am Anger“ zur Schule müsste berücksichtigt werden. Nach Berechnungen des Bamberger Ingenieurbüros würden sich die Kosten für diesen Plan auf rund 340000 Euro belaufen. Dagegen wären für die Realisierung des Vollausbaus der vorhandenen Wege nebst Neuverlegung der Leitungen nur etwa 145000 Euro zu veranschlagen. Deshalb beschloss der Gemeinderat mit der knappen Mehrheit von 7:6 Stimmen, dem vorliegenden Bebauungsplan endgültig den Vorzug zu geben.
Auch die Vorbehalte einiger behördlicher Stellen kamen zur Sprache. So hatte beispielsweise das Amt für Umweltschutz gebeten, die Immissionsverträglichkeit der neuen Bauflächen im Hinblick auf den nahegelegenen Beachvolleyballplatz und den Parkplatz westlich der Turnhalle zu überprüfen. Das Ingenieurbüro hatte den Punkt in den Bebauungsplan aufgenommen. Ein Problem bestehe hier nicht, erläuterte der Vertreter von Höhnen & Partner, weil der in Wohngebieten zugelassene Lärmpegel bei seltenen Aktivitäten wie etwa Beachvolleyturnieren bis zu neun Mal im Jahr überschritten werden dürfe, der Parkplatz weit genug entfernt sei und vor allem tagsüber genutzt würde.
Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es um die Erhöhung der Gebühren für die Kindertagesstätte. Steigende Personal- und Betriebskosten und der hohe Anteil am Gesamtkostenaufwand, den die Gemeinde trägt (rund 43 Prozent im Jahre 2011; Die Elternbeiträge beliefen sich auf rund 19 Prozent), machen diesen Schritt notwendig. Die Gebühren sollen in zwei Schritten, zum 1. Januar 2013 und zum 1. September 2013, angepasst werden. Die Kindergartengebühr soll zunächst um 7,50 Euro und dann um weitere 8 Euro je Nutzungsdauer steigen; die Kinderkrippengebühr um zwei mal 25 Euro; bei Platzteilung ist eine Erhöhung um zwei mal 15 Euro je Nutzungsdauer vorgesehen. Beim letzten Kindergartenjahr ermäßigt sich die Gebühr um 50 Euro pro Monat, da der Staat die Eltern entlasten will und ab September 2012 den Gemeinden pro Kind einen Zuschuss zahlt.
Der Beschlussvorschlag fand eine breite Mehrheit. Lediglich Gisela Marquard (SPD) votierte dagegen: „Wir sollten den Haushalt nicht auf Kosten junger Familien sanieren, sondern durch höhere Einnahmen. Der Ausbau unseres Gewerbegebietes zieht sich hin – da sollten wir viel aktiver werden!“

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