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Lustig ist zum Beispiel das Eierschibbeln aus dem Westerwald: An einer abschüssigen Stelle werden Leisten in den Boden gesteckt, auf denen Eier hinunterrollen. Dort, wo sie zum Stehen kommen, wird ein so genanntes Setzei hingelegt. Jetzt muss versucht werden, mit weiteren Eiern Setzeier zu treffen. Gelingt’s, gibt es dafür Punkte.
In manchen Gegenden Deutschlands ist bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Rede vom Osterfuchs, der die Eier versteckt. Eine Erklärung: Die damals häufig mit Zwiebelschalen gefärbten Eier hatten eine braun-rote Färbung, ganz ähnlich wie das Fuchsfell.
Mit jeweils einem gekochten Ei spielt man Eiertitschen. Ein Familienmitglied schlägt mit der Spitze des Eis gegen ein anderes und reihum weiter. Sieger ist, wessen Ei am Ende noch unversehrt ist.
Ab der Gründonnerstagsmesse schweigen die Glocken. Man sagt, sie fliegen nach Rom, um geweiht zu werden. An ihre Stelle treten die Karfreitagsratschen oder -knarren. Einem alten religiösen Brauch zufolge wird das Glockengeläut in den katholischen Kirchen in dieser Zeit durch diese hölzerne Instrumente ersetzt.
Schmackostern (im Norden auch Stiepern genannt) stammt aus vorchristlicher Zeit. Hier feiert man den Frühling und die Fruchtbarkeit, in dem man mit Zweigen vor allem jungen Frauen einen Klaps auf den Po erteilte. MARTINA HILDEBRAND

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.