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Die Bayerische Gartenakademie hat einen Pflegefahrplan erstellt und gibt Antworten auf die häufigsten Fragen zu den Kamelienproblemen.
Im Winter sollte die Kamelie hell und kühl bei 2 bis 8 °C stehen. Wobei auch Temperaturen bis -4 °C vertragen werden. Wichtig ist eine Luftfeuchte von 60 Prozent. Je wärmer die Pflanzen stehen, desto höher sollte die Luftfeuchte sein. In dieser Zeit gießt man nur wenig und düngt überhaupt nicht. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da dies zu Wurzelfäule und zum Absterben der Kamelie führen kann.
Kamelien wachsen langsam. Erst wenn die Triebe zu lang oder die Pflanzen zu groß sind, wird ein Rückschnitt notwendig. Der richtige Zeitpunkt ist kurz nach der Blüte. Zum Ende der Blüte kann etwa alle drei Jahre auch umgetopft werden. Dabei wählt man einen Topf, der nur geringfügig größer ist. Als Erde sollte man unbedingt saures und lockeres Substrat verwenden. Im Fachhandel und in Gartencentern gibt es spezielle Kamelien- oder Rhododendronerde.
Vegetationszeit April bis Juli
Nach den Spätfrösten im Frühjahr bringt man die Kamelie an einen schattigen Platz mit Morgensonne ins Freie oder stellt sie unter einen Baum. Die Pflanzen sollte man vor starker Frühjahrssonne schützen, um Blattverbrennungen vorzubeugen. Während dieser Zeit darf der Topf nie austrocknen.
Im Sommer tankt die Kamelie Energie und legt im Spätsommer ihre Knospen an. Deshalb sollte sie in den Sommermonaten ausreichend gewässert und gedüngt werden. Am besten bekommt den Kamelien ein sauer wirkender Azaleen- oder Rhododendrondünger. Die angegebene Konzentration sollte allerdings halbiert werden.
Ruhezeit zur Knospenbildung Juli bis Oktober
Jetzt benötigen Kamelien viel Licht und Nachttemperaturen über 15 °C. Nur bei den warmen Temperaturen können sich viele Knospen bilden. Starke Sonneneinstrahlung führt jedoch zu Blattverbrennungen. Ein Standort im Freien unter lichten Gehölzen ohne Mittagssonne wäre ideal. Gegossen wird jetzt sparsamer und nicht mehr gedüngt.
Sobald Knospen zu erkennen sind, etwa Ende August, wird wieder mehr gegossen.
Wasser und Dünger
Kamelien sollten nur mit Regenwasser oder kalkfreiem Wasser gegossen werden. Überschüssiges Wasser muss man sofort aus dem Übertopf abgießen. Die empfindlichen Wurzeln leiden sonst schnell. Im lufttrockenen Wohnraum sollten Kamelien ab und zu besprüht werden.
Winterharte Kamelien
Meist haben die als winterhart angepriesenen Kamelien in unseren Breiten wenig Chancen, ohne Winterschutz zu überleben. Nur im Weinbauklima können Sie sich gut entwickeln. Doch auch hier sind ein windgeschützter Platz im Schatten mit Winterschutz sowie der richtige Gartenboden unerlässlich. Viel Pulverschnee im Winter wäre eine gute Isolationsschicht für die Freilandkamelien.
Häufige Probleme bei Kamelien
Die Kamelie wurde im knospigen Zustand gekauft und verliert die Knospen bevor sie aufblühen.
Die Kamelien sollten im Winter etwa bei 2–8 °C und hell stehen. Gleichmäßige Erdfeuchte ohne Staunässe ist wichtig. Kamelien reagieren auf Pflegefehler und Stress oft erst nach mehreren Wochen. Standen sie für einige Zeit im Dunkeln, z. B. bei sehr langem Transportweg, waren die Wurzeln beim Knospenschwellen zu trocken oder standen sie ab Oktober zu warm, so verweigern sie die Blüte.
Auch auf zu viel Dünger, einen zu dunklen Standort und einen Platz über dem Heizkörper bei zu trockener Luft, reagiert die Kamelie ebenfalls mit Knospenfall. Sie bevorzugt im Winter einen hellen, kühlen Raum ohne starke Temperaturschwankungen und einer hohen Luftfeuchte. Auch ein Drehen oder ein Platzwechsel bekommen ihr oft nicht.
Die Blätter der Kamelie werden braun und fallen ab.
Ein Blatt der Kamelie lebt etwa drei Jahre, dann fällt es ab. Kamelien benötigen wenig Dünger und am besten einen Spezialdünger für Kamelien. Er sollte sauer wirken, viel Stickstoff und wenig Phosphat enthalten. Zu viel Dünger kann zu Wurzel- und Blattschäden, aber auch zu Mangelerscheinungen von Spurennährelementen führen. Man sollte deshalb in den Sommermonaten bis Juli, und dann nicht mehr düngen. verwendet. Und ganz wichtig: Immer nur mit kalkarmem Wasser gießen und den Topfballen nie austrocknen lassen. Trockenheit und Kalk, aber auch Staunässe richten den meisten Schaden an der Kamelie an.
Man nimmt dann die Kamelie aus dem Topf und begutachtet die Wurzeln, ob sie noch gesund sind. Geschädigte Wurzeln werden abgeschnitten. Am besten pflanzt man dann in frische Kamelienerde um.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.