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Ermöglicht hatte dies der Bau einer neuen Elementhalle mit 1800 Quadratmetern, die erstmals alle 500 Gäste unter einem Dach vereinigte und bei dieser Gelegenheit vorgestellt wurde. Im Januar 2012 werden hier die Maschinen einziehen und die Fertigung anlaufen. So erfand das kreative Organisationsteam um Tochter Angela, Sohn Johannes und den 2.Ge-schäftsführer Karlheinz Nüßlein kurzerhand die „EinWeihnachtsfeier“ als Kombination aus Weihnachts- und Einweihungsfeier.
Firmenchef Bernd Krebs bezeichnete dies als besonderen Tag. Er verkündete die herausragenden Zahlen des ablaufenden Jahres mit der bisher höchsten Investition von rund 6,5 Millionen Euro und weiteren neun Millionen Euro, die bereits in der Planungsphase sind. Die Aussichten für die Zukunft sind glänzend, der Auftragsbestand ist der beste in der gut 20- jährigen Firmengeschichte.
Krebs setzt auf regionale Manpower, denn ein großer Teil der Mitarbeiter kommt aus der unmittelbaren Umgebung, die Fluktuation ist äußerst gering. Und er sparte nicht mit Lob: „Das alles haben wir gemeinsam erreicht, mit Teamgeist, Bodenständigkeit, Glaubwürdigkeit und gegenseitigem Respekt.“ Er attestierte allen neben großer Fachkompetenz eine Leidenschaft für den Beruf, die jeden Tag zu Höchstleistungen ansporne im Interesse des Ganzen.
„Wir haben ein Jahr der Rekorde und Superlativen hinter uns und konnten unsere Gesamtleistung um 50 Prozent steigern“, berichtete Chef und Firmengründer Krebs bei seiner Begrüßung. Die etwa 140 Kunden kommen aus fast allen Industriebereichen, darunter die Auto- und Medizintechnik, der optische und der Energie-Bereich, die Luft- und Raumfahrt, aber auch die Spielzeug- und die Druckindustrie. „Zum ersten Mal beschäftigen wir am Standort Deutschland über 200 Mitarbeiter, genau so viele arbeiten für uns in Indonesien bei unserer Partnerfirma YPTI.“
Bei toolcraft in Spalt werden von rund 80 Beschäftigten Werkzeuge und Formen entwickelt, konstruiert und hergestellt. In Georgensgmünd sind bei toolcraft rund 100 Mitarbeiter mit der Konstruktion und Fertigung von High-Tech-Baugruppen betraut. In beiden Firmen stehen erhebliche Aufstockungen des Mitarbeiterstamms auf dem Plan. Unicam mit aktuell 35 Mitarbeitern vertreibt die Software, die bei toolcraft eingesetzt wird, eine einmalige Konstellation in Europa. Auch hier werden weitere Einstellungen notwendig sein mit guten Wachstumsaussichten durch neue Software für die Offline-Programmierung von Industrierobotern.
Im Team sind 28 Meister und 48 Maschinenbautechniker beschäftigt. Allein 2011 wurden 75 neue Mitarbeiter eingestellt. Die Zahl von 30 Ausbildungsplätzen in den Bereichen von Zerspanungstechnik über Industrie- und IT-Kaufleute bis zur Fachinformatik wird 2013 erreicht sein. Die Azubis dürfen eine erstklassige Ausbildung erwarten, denn heuer war Mittelfrankens bester Absolvent im Formenbau ein „tooli“. An weiteren Ehrungen mangelt es nicht. 36 Auszeichnungen von Staats- und Meisterpreisen über Landessieger bis zu Lehrgangsbesten sind in den Vitrinen ausgestellt. Besonders stolz ist man auf den Supplier Award 2010 der Zeiss- Gruppe, ausgesucht unter den zehn Top-Lieferanten der Geschäftseinheit Laser Optics. Auch die Bewertung einer unabhängigen Rating Agentur, die toolcraft als eine von 3,3 Prozent der besten Firmen in Deutschland einstufte, gilt als besondere Auszeichnung.
Bernd Krebs und der Architekt des Neubaus, Richard Bosch, sprachen Landrat Herbert Eckstein und den beiden Bürgermeistern Ben Schwarz aus Georgensgmünd und Udo Weingart aus Spalt Lob und Anerkennung für deren Verwaltungen aus, die einfach kompetent und „spitze“ gearbeitet hätten. Er bedankte sich dafür mit je einer Spende über 1000 Euro.
Der Landrat wünschte der Firma ein „weiter so erfolgreich“ und betonte die Heimatverbundenheit, die der Global Player Bernd Krebs nie vergessen habe. Ben Schwarz hob die Bedeutung von toolcraft und Unicam als Arbeitgeber hervor. „Besonders für junge Familien sind wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze dringend notwendig und sie haben hier die Chance, in einem hochqualifizierten Team zu arbeiten.“ Udo Weingart bescheinigte den Verantwortlichen weitsichtiges und unternehmerisches Denken auf eine ganz besondere Weise. Hier zeige sich, dass man locker und auch ein bisschen verrückt sein dürfe und trotzdem großen Erfolg haben könne. Vom Firmenmotto „In Dimensionen denken“ profitieren auch Studenten vom „Formula Student Team“ der Universität Erlangen, die in einer Studie mit Unterstützung der Firma einen an diesem Abend ständig umlagerten Prototyp als leichtestes Rennauto der Welt konstruiert und gebaut hatten. Für ihre weitere Forschung gab es ebenfalls eine Spende und außerdem 100 Arbeitsstunden der Firma.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.